125 minus x – Mein Bericht – Teil 1

Der Anfang – geschüttelt, nicht gerührt!

Ihr habt Euch gewünscht, einen ausführlicheren Bericht über meine Gewichtsabnahme zu erhalten. Ich werde daraus mehrere Teile machen. Zum einen, weil es auf einmal zu viel werden würde und zum anderen ging es ja schließlich auch nicht in einem Rutsch.

Beginnen wir also ganz am Anfang.

Ich lag Zuhause in meinem Zimmer auf der Couch und guckte Fernsehen als meine Mutter reinkam, halb in der Tür, halb noch im Flur stehend, nur den Kopf zu mir ins Zimmer streckte: „Wir nehmen jetzt ab. Der Arzt hat gesagt ich soll mir jemanden suchen, mit dem ich das zusammen mache. Nächste Wochen gehen du, ich und deine Cousine zum ersten Termin.“

Ich nickte artig und wartete auf die nächste Woche. Warum auch nicht. Schadet ja nicht.

Also gingen wir zu unserem Hausarzt und hörten uns sein Konzept an.

Er stellte uns das BCM Program vor. Dabei handelt es sich um ein Diätprogramm, welches mittlerweile jedem bekannt sein dürfte – durch Shakes werden Mahlzeiten ersetzt. Einher ging das Programm mit den Biamessungen. Das erste Gespräch, samt Messung hatten wir am 27.04.2006.

Auf die Pritsche, Elektroden an Händen und Füßen und warten. Das Gerät warf komische Zahlen aus, die in den Computer getippt wurden. Wieder einen Moment warten und es kam dieses Ergebnisblatt heraus:

Die ersten Ergebnisse waren.. nun.. erschreckend und irgendwie motivierend. Ich hatte Euch ja erzählt, 125 Kilo wären das höchste gewesen, was ich gesehen habe. Bei dieser Messung habe ich ein Gewicht von 112,3 kg mit 19 Jahren gehabt. Ich habe also zwischenzeitlich irgendwo 12 Kilo verloren ohne es zu merken. Toll und irgendwie traurig, denn 12 Kilo sind eigentlich viel –  meine Kleidergröße war aber am Ende eine 50/52 – die wurde nur größer.

Ich hatte bei der ersten Messung einen Körperfettanteil von 61 Kilo – eine erwachsene normalgewichtige Frau trug ich allein an Fett mit mir rum!

Mein BMI stand bei 38 – ich halte nicht viel vom Aussagewert des BMI, aber 38 ist schon aussagekräftig! Das ist kein Übergewicht mehr, das ist auch kein starkes Übergewicht mehr, das ist pure Fettleibigkeit! Mein Onkel Doktor zeigte mir auch vorher schon bei einem Ultraschall den Beginn einer Fettleber. Auch wenn ich mich körperlich fit fühlte, war mein Körper das keines Falls!

Wir machten also aus, einmal im Monat zur Kontrolle zu kommen und uns an das Programm zu halten.

Die ersten zwei Tage hieß es also „Startdiät“ – 5 Mal am Tag 200 ml Wasser mit dem tollen Pulver vermischt und nichts weiter. Damals gab es nur Vanille –mittlerweile gibt es mehr Geschmacksrichtungen. Ich war noch nie ein großer Vanillefan, aber was muss das muss. Sinn uns Zweck war es, die Kohlehydratspeicher zu leeren und den Körper vorzubereiten. Ab dem dritte Tag ging es dann weiter: 2 Mal am Tag 300 ml Milch mit Pulver und eine normale Mahlzeit.

Das zog ich durch. Absolut diszipliniert über Feiertage, Grillabende, Geburtstage, Ausflüge… ich weiß heute nichts mehr wie!

Mein Essverhalten war aber auch ein komplett anderes. Heute kann ich an keinem Süßigkeitenschrank vorbeilaufen. Ich hau den Süßkram in einer Menge und Eile weg, das ist schon nicht mehr feierlich. Damals hat mich das nicht interessiert. Das Zeug stand ewig nach Ostern und Weihnachten.

Die Shakes sind extra süß gehalten, um den Heißhunger auf Süßes nicht aufkommen zu lassen – man hatte das ja schon. Bei mir hatte es eher den Effekt, mir Süßes anzugewöhnen.

Die letzte Messung hatten wir am 11.12.2007 – also gute eineinhalb Jahre nach Beginn.

Ich hatte zu diesem Datum ein Gewicht von 87,2 Kg und einen Körperfettanteil von 36,6 Kilo. Aus der erwachsenen Frau wurde ein Kind! Ich habe also insgesamt in der Zeit 25 Kilo reines Fett abgenommen! Allerdings nahm ich nur 2 Kilo Muskelmasse zu – immerhin; die Sportphase und die eigentliche Anstrengung sollte aber auch erst noch kommen.

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5 Gedanken zu “125 minus x – Mein Bericht – Teil 1

  1. Wow, das sind ja echt heftige Werte! Umso toller ist es, dass du diszipliniert dabei warst und es geschafft hast.🙂 Ich kann mir, wie Dina, auch vorstellen, dass da ganz viel Kraft & Wille hinterstehen muss. Respekt!

  2. WOW! Ich gratuliere dir!! So abzunehmen da gehört eine große Portion Kraft und vor allem ein starker Wille dazu. Toll, dass du durchgehalten hast. Aber sag mal hast du 1 1/2 Jahre Mahlzeiten durch diesen Shake ersetzt? Mich wundert es ein bisschen, dass dein Arzt euch das empfohlen hat, jeder Ernährungswissenschaftler würde aufschreien..:) Aber Hauptsache ist ja dass es geklappt hat und vorallem auch, dass du nun Umdenkst und so tolle und leckere Rezepte hast🙂 Haben es deine Mutter und deine Cousine auch geschafft?

    • Ja ich hab das so lange gemacht, allerdings ist es ein Unterschied, ob du das Zuhause alleine machst oder regelmäßig vom Arzt untersucht wirst. Es geht ja um Punkte wie Mangelernährung, Herunterfahren des Grundumsatzes etc, wieso man nicht so lange Formuladiäten einhalten sollte. Aber einmal im Monat wurden wir halt untersucht und da die Werte 1A waren ist das auch kein Problem. Wer auf ärztliche Betreuung verzichtet, sollte es auf keinen Fall so lange durchziehen!
      Ich habe von uns dreien am meisten abgenommen und auch als einzige gehalten – meine Einstellung war aber auch grundlegend anders.

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