125 minus x – Mein Bericht – Teil 2

Das Ziel – hatte ich eins?

Mein errechnetes Zielgewicht lag bei 84 Kilo.

Warum nicht 65 fragen sich da sicher einige. Ich mich auch. Den Zahn zog mir der Arzt jedoch schon am Anfang. Dieses Gewicht wäre für mich gesund (!) nicht realistisch – allein vom Körperbau und dem genetischen Ballast könnte ich das nicht erreichen. Es ist auch nicht mein Ziel. Nie gewesen. Ich hatte auch nie ein Ziel. Ich habe mitgemacht, weil ich nach den Abiprüfungen und ohne Ausbildungsplatz (Kinder, ihr habt nie so viel Zeit wie ihr denkt – bewerbt Euch rechtzeitig!) einfach nichts Besseres zu tun hatte. Ich würde ja sehen, wo ich am Ende lande.

Diese Einstellung verfolge ich auch immer noch. Ich habe das nie geändert. Ich brauche keine klar gesteckten Ziele; ich lebe vor mich hin und nutze die Chancen, die sich mir bieten – am Ende werde ich schon irgendwo ankommen. So halte ich es auch mit dem Abnehmen.

Wer jedoch ganz klar unglücklich ist, gesundheitlich Probleme hat oder immer einen Ansporn braucht, der sollte sich ganz klare Ziele setzen. Wichtig ist nur, dass es erreichbare Ziele sind!

Irgendwann war es dann auch soweit, dass wir uns ins Fitnessstudio trauten. Damals kam der Trend auf, in den Studios Zirkeltraining anzubieten und die gesamte Arztpraxis war begeisterter Mitturner. In einem Kreis werden verschiedene Geräte abwechselnd mit Stepbrettern aufgestellt. Zwei Runden werden in einer Stunde absolviert. Ein wenig wie Speeddating für Sportler – nach einer Minute läutet der Trainer den Wechsel ein und man beschäftigt sich mit dem nächsten Gerät. Kleiner Streber wie ich bin, nahm ich irgendwann auch noch die 1-Kilo-Hanteln dazu. Das Training gefall mir und wir suchten uns ein kleines familiäres Studio aus. Es wird Wert darauf gelegt, eben nicht schief angeguckt zu werden; sich als Normalo oder Übergewichtiger wohl zu fühlen und Spaß zu haben. Auch wenn die Fitnesstempel mit Filialen überall und kleinen Mitgliedspreisen vielleicht preiswerter sind als kleine Fitnessstudios, muss man sich überlegen: Bin ich selbstbewusst genug, um in einer anonymen Masse zwischen Hulk und Barbie ohne einen negativen Gedanken an abwertende Blicke oder Sprüche mein Programm durchzuziehen oder brauche ich Wohlfühlatmosphäre und das Gefühl, aufgenommen zu sein. Wem letzteres wichtig ist, der sollte auch bereit sein, den höheren Beitrag zu zahlen. Es hilft dem Durchhaltevermögen ungemein!

Ich probierte die Geräte – nicht meins. Zu langweilig! Ich brauche Action, Rumhampeln, alles bewegen was bewegt werden kann. Ich blieb bei den Kursen: Zirkel, Aquagymnastik, später Stepaerobic, Pilates und auch mal Zumba.

Joggen gab ich nach dem dritten Mal auf – auch meine Freundin war eher weniger begeistert – auch viel zu langweilig. Gar nicht meins! Im Sommer mit dem See vor der Haustür ist natürlich Schwimmen abends perfekt und Shoppen, meine Lieben, kann verdammt anstrengend sein!

Ich kam also meinem nichtgesteckten Ziel immer näher und hielt durch.

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