Sheego Kurvenstars 2013 oder Warum Kalender seit jetzt 13 Blätter haben

Sicher wollt Ihr wissen, wie mein Casting lief.

Nun, gehen wir chronologisch vor.. es ist ein langer Post und es gibt viele Fotos (und hier noch mehr) 😉

Mittwoch-Nachmittag: Abfahrt.. 3 Stunden Autobahn, pralle Sonne, einmal durch Hamburg kämpfen – ein Stoßgebet zum Navigott; ohne Navi hätte ich das Hotel nie gefunden!

So sah das dann aus, als ich ankam und das war mein Hotelzimmer. Ibis (früher Etap); preiswert und in direkter Nähe zum Studio gelegen. Man muss bis 18 Uhr eingecheckt haben – habe ich zum einen vergessen und zum anderen bin ich auch durch die Baustellen nur langsam vorangekommen und so sagte mir der nette Kerl an der Rezeption „Zimmer ist storniert“ – Wie, was? Ich dachte er will einen Scherz machen – aber nein, es war kurz nach 19 Uhr. Vor mir haben eine ganze Menge Handwerker eingecheckt, aber er hatte glücklicherweise doch noch ein Zimmer für mich. Das letzte, sagte er – ich glaube, das war aber wirklich nur ein Scherz.

Indirekte Beleuchtung ist schon toll…

So sieht das dann aus, wenn man nach gefühlten 12.588.866 Baustellen endlich angekommen ist…

Ich traf vorher schon andere Teilnehmerinnen, die in meiner Gruppe waren. Ich war in Gruppe 2. 9:30 Uhr ging es für uns los.

Wir stiegen also in meinen kleinen Lupo und fuhren zum Studio. Erst einmal hinsetzen, etwas trinken und die Konkurrenz begutachten. Viele waren ja noch nicht da.

Dann ging es schon los: Haare und Make-Up. Ich war mit meinem Make-Up nicht wirklich zu Frieden. Ich habe in den letzten Tagen einen dicken fetten Pickel bekommen. Ich habe nie Pickel.. aber der wollte auch mal was von der Welt sehen. Sie hat ihn sehr gut abgedeckt. Generell waren Haut und Lippen sehr schön gemacht. Meine Augen leider nicht –zu dunkel, zu klein geschminkt und die Wimpern nicht genug getuscht. Ich sah sehr böse aus.. Leider! Auch die anderen waren von ihren Stylings etwas enttäuscht. Die Mädels haben sich wirklich viel Mühe gegeben; aber wie sagte eine Teilnehmerin so schön: „Man sieht das bei sich selbst ja eh immer viel kritischer!“ Leider habe ich das Make Up nicht gut vertragen. Am nächsten Tag hatte ich rötliche Flecken im Gesicht und die Tage danach mit heftigen Pickeln zu kämpfen. Gut, weiß ich jetzt wenigstens, dass ich das teure Fit Me Make Up gar nicht kaufen brauch.

Wartebereich: „Ich will keine Komplimente hören, ich will ihn stottern hören!“ und „Ich sage nicht, dass ich gut aussehe – ich zeige es!“

Nun gut, ich wischte in der Umkleide ein wenig an den Augen hin und her, aber so war es halt jetzt. Ich bekam eine Bluse, eine Jeans und geniale pinke (yeah!) High Heels in die Hand gedrückt: „Guck mal, ob es passt!“. Es passte.. aber auch hier hatten wieder fast alle etwas zu meckern: Wieso müssen Übergrößenhosen trotzdem mit engen Beinen geschnitten sein? Fast allen Mädels waren die Beine zu eng. Ja, liebe Schneider, dickere Mädels haben ordentlich stramme Waden, da muss die (Slim-)Hose drüber!

Nichts desto trotz hieß es dann einmal drehen, einmal an der Bluse zubbeln und ab zum Fotografen – ein sehr netter Mann, um es nebenbei zu erwähnen. Hier der Po raus, da die Brust raus, Ellenbogen, Körperspannung, mal kurz von hinten, von der Seite, nochmal ordentlich Lächeln – das war’s! Höchstens zwei Minuten.

Ich muss gleich vor die Jury – Foto geklaut von Sonja (ganz links), rechts von mir Mealea und Nadine

Wieder.. warten! Eines der Fotos wurde ausgedruckt und uns in die Hand gedrückt. Damit ging es vor die Jury: Armin Morbach, Cassandra Steen, das Plus-Size Model Candice Huffline (Größe 42) und die Marketingchefin von sheego. Sie fragten nicht viel. Von den anderen wusste ich, dass sie mehr gefragt wurden. „Wenn Armin schweigt ist das ein gutes Zeichen!“, sagten die Damen – 25, Wohnort, Profil von rechts, Profil von links – „Vielen Dank!“

In meiner Gruppe waren neun Mädels – nur drei kamen weiter und nur eine schaffte es dann tatsache in den Kalender.

Ich nicht 😦 War das Schweigen wohl doch nicht so gut… Aber ich wurde auch schon am Eingang begrüßt (vor dem Styling) mit: „Bist du nichts schon hier?“ – Na ganz toll, es gab also ein zweites Ich – nicht nur, dass ich Konkurrenz von dunkler Haut und auffälligen Haarfarben hatte, gab es also noch eine, die meine Figur, Haarfarbe und Haarlänge hatte.. und nicht nur eine! Klasse! DIe Profimodelversion von mir machte dann das Rennen und wurde genommen.

Ich fuhr mit den anderen ins Hotel. Die ganze Zeit regnete es und wir hielten ein kleines Mittagsstündchen. Mussten unsere beiden Auserwählten für die finale Entscheidung doch schon bald wieder im Studio sein, hatten wir sofort Ausgeschiedenen viel Zeit bis zur Party.

Ich habe 5 Paar Schuhe mitgenommen, mir noch ein weiteres gekauft, aber nicht daran gedacht auch eine Jacke einzupacken! Doch, eigentlich habe ich daran gedacht; als ich ging nur vergessen sie auch zu greifen.

Ich überlegte, was ich bis zur Party Abend tun sollte – die Sonne kam raus und ich fuhr in die City. Landungsbrücken, Michel, Rathaus, Europa-Passagen und mit der S-Bahn wieder zurück. Kaum war ich 5 Minuten unterwegs wurde ich auch schon angebaggert – wenn sheego da mal nicht eine Fehlentscheidung getroffen hat 😉

Mir taten so die Füßchen weh! Egal, echte Kurvenstars können das ab! Blazer an, Pumps an – Gott sei dank neu geschminkt und frisiert – ab zur Party!

Foto geklaut von Sonja – von links nach rechts: Nadine, Melanie, ich, Sonja, Joleen

Mmmmhhh…. die Häppchen waren klasse!

Die Kellner waren so schnell, die bekommt man nicht mal auf’s Bild 😀

Nach und nach füllte sich der Raum mit Gästen, Models und Bloggern. Die Show startete: Kurze Ansprache der Geschäftsführerin, Vorstellung der 12 Gewinnerinnen (über die reichlich diskutiert wurde/wird), Vorstellung der Herbst-Kollektion 2013 (naja.. teilweise brauchbar, teilweise eher nicht), Auftritt Cassandra Steen. Wir ließen es uns nicht nehmen, die Outfits zu kommentieren – unwissend, wer da hinter uns saß und zuhörte, bekam der zweite Geschäftsführer gleich eine ehrliche Kritik zur Kollektion.. Ups. Einen Artikel zu den Herbstrends findet Ihr hier!

Die Gewinnerinnen..

Danach gab es Häppchen, Spießchen, Dessertchen, Eischen – ja, alles –chen. Aber superlecker!! Und auch unser netter Barkeeper sorgte für regelmäßig gefüllte Gläser mit Prosecco und Aperol. Wir amüsierten uns köstlich!

Die 12 Kurvenstars und die Models

Und wen haben wir da entdeckt: Miss Bartoz – Klick mal auf’s Bild 😉

Foto von Sonja

Neben Gucken und Kommentieren hieß es natürlich auch Kennenlernen. Die reizende Miss Bartoz gesellte sich dann zu uns und auch ein kurzes Pläuschchen mit Candice war noch zu erhaschen, bevor sie ging. Armin machte sich sofort nach der Show aus dem Staub – wohl Angst vor den Mädels, die er rausgeworfen hat und die nun schon einige Gläschen Blubberwasser intus hatten.. Ja, ja, kann man ruhig zu stehen 😉

Die heimliche Fangemeinde unter uns nutze die Chance, sich eine signierte CD und Fotos mit Cassandra abzuholen – meine Musik ist das ja nicht. Unser Barkeeper tanzte und sang allerdings mit, wie kein Zweiter.

Da der Tag lang war und da um uns herum schon abgebaut wurde, der Aperol leer war und die Geschenketütchen geplündert, verabredeten wir uns zum Brunchen am Freitag – die Party muss ja weitergehen!

HCBC – Beach Club mitten in Hamburg an den Landungsbrücken. Hier ließen wir unser kleines Kurvenstarabenteuer mit leckeren Shakes und Snacks, den nackten Füßen im Sand und der Sonne im Gesicht ausklingen.

Foto geklaut von Miss Bartoz – das 13. Kalenderblatt!

Als ich los wollte war meine größte Sorge, ob mein Auto noch da steht – in Hamburg fahre und parke ich irgendwie wie ich will, unwissend, ob auch rechtens… Als ich aber zum Autochen kam, fuhren auf einmal mehrere Sixpacks vom Zoll um mich herum, Streifenwagen hielten rechts und links und es sprangen etwa ein Dutzend Zollbeamte in schusssicheren Westen aus den Fahrzeugen und stürmten eine andere Bar. Ich konnte mich grade noch so aus der Situation herausstehlen und gen Osten reiten. Über 4,5 Stunden Autobahn mit hauptsächlich Stau und Hochsommer im nicht klimatisierten Auto später, kam ich dann endlich auch wieder Zuhause an.

Es war auf jeden Fall eine Erfahrung! Ich habe ganz tolle Mädels kennengelernt und mich klein gefühlt. Kennt Ihr das, wenn Ihr irgendwo seid und alle sind größer und breiter als Ihr? Ich nicht – war ich doch immer die große und breite. War schon ein tolles Gefühl!

Fotos: Kollektivdiebstahl bei den Mädels – Die Süßen – Mealea, Melanie, Nadine & Joleen, Sonja und Julia

Der Tag war super organisiert und das Team unglaublich nett! Sie haben sich wirklich gut um uns gekümmert; glücklicherweise war der Tagesablauf so straff, dass keine Zeit blieb, sich den vielen Leckereien zu widmen, die für uns aufgebaut wurden. Models wollen nicht nicht essen – sie haben einfach keine Zeit dazu!

Von über 2.500 Bewerberinnen waren 44 in Hamburg – davon haben 12 gewonnen.

Einige Gewinnerinnen wurden genau richtig ausgewählt; einige meiner Favoritinnen sind gleich am Anfang ausgeschieden. Ob Models, die nicht mal in die kleinste Größe passen, die der Shop vertreibt weil sie zu dünn sind oder Profimodels bei einem Laienwettbewerb wirklich den Gewinn verdient haben, lasse ich hier mal offen. Tolle Motive werden sie dem Kalender auf jeden Fall bieten!

„Nächstes Jahr kannst du es ja noch einmal versuchen!“ sagte ein Freund zu mir, wahrscheinlich zum Trost – Na, ob ich das möchte.. warten wir mal ab.

Und warum haben Kalender jetzt 13 Monate?

Wir waren einstimmig der Meinung, die Jury hat eine falsche Wahl getroffen. Logisch, wir waren ja nicht dabei. Also sind wir nun das Kalenderblatt Nummer 13. Die Ausgeschiedenen, die so viel Spaß am Abend hatten, wie kein anderer – „Die wilde 13!

Foto: Miss Bartoz – „Die wilde 13“ mit Candice Huffine und Miss Bartoz

2 Gedanken zu “Sheego Kurvenstars 2013 oder Warum Kalender seit jetzt 13 Blätter haben

  1. Pingback: Darf ich vorstellen? « leichtlebig

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