Stylinglügen-; -gerüchte und bloßer -quatsch!

Stylingsgerüchte

In meinem Lieblingsmodeforum fragen Mädchen und Frauen jeder figurlichen Ausprägung oft die gleiche Frage: „Wie kann ich denn kaschieren/mich schlanker stylen/vorteilhafter kleiden?“.

Dann kommt meine Lieblingsantwort anderer Styleexpertinnen- eigentlich in jeder Frage, wie ein Runninggag:

„Ne Leggins und ein Oversizeshöööört!“

In diesem Moment bewegt sich meine rechte Hand langsam nach oben, die Handfläche dreht sich zu mir und schneller werdend schlägt sie gegen meine Stirn!

Da ich so ein Shirt leider nicht besitze, habe ich mich einfach mal am Kleiderschrank meines Bruders vergriffen..

Keine Form, keine Figur – nur dünne Beinchen und ein Minischädel.. wer will das denn?

Kauft Euch doch lieber einen schönen taillierten Blazer, eine nicht enganliegende einfache etwa hüftlange Bluse und eine gutsitzende Jeans. Ihr habt damit ein Outfit, das zu eigentlich jedem Anlas passt und müsst nicht aussehen wie ein Klops.

„Schwarz, macht immer schlank! xoxo ♥♥♥“

Und ist unglaublich langweilig! Es gibt doch noch mehr als schwarz und weiß auf dieser Welt, meine Lieben! Wieso müssen sich alle, die schlanker aussehen wollen immer in Einheitsschwarz hüllen? Es gibt blau, rot, grün, orange, pink, gelb, grau, weiß, lila, und und und… wenn der Stoff schlecht ist und das Teil nicht sitzt gewinnt Ihr mit schwarz auch nichts. Gegenteilig kann bei gutem fließendem Stoff und vorteilhaftem Schnitt gerne eine andere, noch gerner (gibt es „gerner“?) eine kräftige Farbe sein. Zeigt der Welt doch, dass Ihr da seid!

Quelle: Asos

„Auf jeden Fall so was langes, bis über den Po!“

Natürlich.. macht den Hintern ja optisch nicht noch dicker.. genau. Doch Leute, macht es.. Eine Hose mit richtig platzierten Näten und schönen Taschen macht einen viel schöneren Po als diese einfarbige große runde Fläche, die ein Oberteil bis zu den Oberschenkeln hinterlässt.

„Nimm einfach mal ne Nummer kleiner, das quetscht das alles ein bisschen zusammen!“

Naja, warum nicht. Stimmt prinzipiell schon, aber Presswurst ist jetzt nicht soooo schön. Wer sich nicht mehr bewegen können möchte und es liebt nur noch flach zu atmen bis kurz vor Kreislaufkollaps, bitte.. quetsch dich in ein paar Nummern kleiner. Allen anderen gebe ich den Tipp: Auch wenn Euch die Größe nicht gefällt, nehm die richtige! Nichts sieht besser an Euch aus, als passende Kleidung. Positiver Nebeneffekt: Ihr fühlt Euch darin auch gleich viel wohler.

„Auf gar keinen Fall Querstreifen!! Nie im Lebene Querstreifen!“

Doch.. Querstreifen sind auch in Ordnung! Querstreifen sind nicht gleich Querstreifen. Es gibt dicke, dünne, weit auseinanderliegende und eng aneinanderliegende.. und wer das gestreifte Shirt mit einer Jacke oder einem Blazer, einer Weste oder einem Cardigan kombiniert, hat alles richtig gemacht und kann wirklich toll aussehen!

„Auf jeden Fall Längststreifen!!“

Gleiches Spiel wie bei den Querstreifen – so wie quer nicht unser allgemeiner Feind ist, ist längst nicht unser bester Freund. Es kommt immer auf die Streifen selber an und ob Ihr z.B. wie ich einen Bauch habt, wo es sich nicht vermeiden lässt, dass da was über die Hose quillt. Wenn der heilige Längsstreifen dann eine Beule hat sieht das noch bescheuerter aus, als ein hübscher Querstreifen.

„Kleider in A Linie machen total schlank, bloß nichts tailliertes oder Wickelkleider!“

Die Dame hatte echt Ahnung.. nein, A-Linie ist nicht vorteilhaft und nein, Wickelkleider sind nicht die Stylingpest für Kurven. Ganz im Gegenteil – Ihr habt Taille, Brust und Hüfte – zeigen Mädels! Weiblicher geht es schon gar nicht mehr.

Kein Wickelkleid, aber gleiches Prinzip – Betonung der Taille

„Röcke nur wadenlang oder Maxi am besten!“

Ei ei ei.. wat soll man dazu sagen? Knielang ist vollkommen ok.. und auch hier nicht A-Linie sondern Bleistift. Ja, das betont Po und die Hüfte, die eh schon so breiten Hüften – ja.. das wollen wir, wir sind ja keine androgynen Püppies!

Wir sagen nicht nur „A“ – wir sagen auch „B“leistift

Wenn vorzeigbar, zeigt so viel Bein wie möglich. Oft sind nur die Oberschenkel etwas dellig, die Knie aber durchaus vorzeigbar. Wenn der Rock Wadenlänge hat, bitte darauf achten, dass er nicht an der breitesten Stelle der Wade endet – so wirkt sie nur noch dicker. Maxiröcke – siehe „Oversizeshöööört!“.

Hab ich was vergessen? Kennt Ihr noch solche Highlightratschläge, die wir hier widerlegen können? Oder habt Ihr selbst Kombinationen mit denen Ihr irgendwie unzufrieden seid, aber nicht wisst woran das liegt und es gerne ändern wollt? Lasst es mich wissen!

2 Gedanken zu “Stylinglügen-; -gerüchte und bloßer -quatsch!

  1. Hallo, habe Deinen Blog grad entdeckt.
    Mein Favorit neben A Linienröcken/kleidern: Wenn man mollig ist unbedingt eine Bootcut Jeans tragen das streckt!! Ich persönlich finde einen Pencilskirt oder eine gerade geschnittene Jeans oder Skinny wesentlich vorteilhafter, wenn sie gut sitzen und nicht zu eng sind. Ich finde ausgestellt Jeans lassen mollige wesentlich wuchtiger wirken als eine schmale Hose mit z.B. Pumps!!

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