Loch an Loch und hält doch..

Naja, ganz so schlimm ist es nun nicht.

Aber ich denke, wir sollten uns auch mal über die Schattenseiten des Abnehmens unterhalten.
Gerne wird ja überall gepredigt: Sei schlank und fit und bist du’s nicht, so brauchst du Diätgewalt!

Hier mal eine Diät, da mal eine Diät – „Mach‘ ich doch nicht lange! Sind doch nur 5 Kilo.“

„Ich lass einfach das und das weg und davon weniger und davon mehr und das guck ich nicht mal mehr an!“

Welche Folgen können neben weniger Gewicht und kleinerer Kleidergröße denn schon kommen?

Ich hatte immer perfekte Zähne. Der Zahnarztbesuch lief so ab: Romy rein, Zahnarzt guckt, Zahnarzt gratuliert, Romy wieder raus – keine 5 Minuten. Eben komme ich von meiner ersten Wurzelbehandlung. Von außen war nichts zu sehen. Es war auch nichts zu spüren. Nur das Röntgenbild zeigte einen Schatten. Der darf da nicht sein. Mein Zahn ist fast komplett ausgehölt worden – da meine Wurzeln zu grazil für normales Werkzeug sind auch noch für doppelt so teures Geld, wie normal.

Nun ist das Problem dieser Kartoffeldiäten, Hackfleischdiäten, Kohldiäten, Hastenichtgesehendiäten ein eventueller Nährstoffmangel. Man lässt bestimmte Dinge weg, die unseren Nährstoffhaushalt ausgleichen. Wenn was fehlt, geht was kaputt. Logisch.

Nun hatte ich eine Zeit, in der ich mit Haarausfall zu kämpfen hatte. Ich vermute, meine Zähne haben in der Zeit auch einen Schlag abbekommen.

Ich habe ärtzlich betreut abgenommen – das meiste. Aber auch das schien mich nicht vor einer zeitweisen Mangelerscheinung zu bewahren.

Andere Theorien sind: Wer sich gesund ernährt, hat schlechtere Zähne. Warum? Wegen den Säuren in Obst und Gemüse. Klingt etwas logisch, aber irgendwie auch total bescheuert.. klar ist Fruchtsäure nicht soooo gut, in Verbindung mit dem Fruchtzucker sogar ein Zahnkiller. Aber wieviel müssen wir davon essen? Wie lange dürfen wir uns die Zähne dann nicht putzen? Ich denke, das ist etwas weit hergeholt. Demnach müssten Vegetarier und Veganer ja nur verfaulte Zähne haben.

Dritte Überlegung: die süßen Shakes und die entwickelte Süßigkeitensucht. Früher hatte ich es ja nicht so mit süß. Erst durch die süßen Shakes und nach dem Abnehmen habe ich eine Vorliebe für Süßes entwickelt und stopfe es förmlich in mich hinein, als gäbe es kein Brot auf der Welt. So viel Süßkram fordert irgendwann seinen Tribut. Aber soll es wirklich das sein?

Ich trinke keine Brause, ich trinke nur Wasser. Stilles Wasser und in der Uni einen ungesüßten Tee. Ich süße generell nicht nach. Süß ist nur das Süße was ich esse. Nun haben ja aber auch Menschen ohne Süßhunger manchmal ein Loch.

Meine Kolleginnen meinten kackenfrech: Das ist das Alter! Eigentlich als Rache, weil ich ihnen (beide älter als ich) regelmäßig Sprüche wegen ihres Alters drücke. Aber ein bisschen könnten sie schon Recht haben.. das Problem haben ja viele. Mit dem zunehmenden Lebensalter nehmen auch die Zahnprobleme zu. Zu 90% sind schlechte Zähne vererbbar.

Ich persönlich habe für mich entschieden: von allem was! Also außer der Quatsch mit der gesunden Ernährung. Da ich das meiste Obst eh nicht roh essen kann, wird mir der Apfel wohl kaum den Backenzahn versaut haben. Aber ich denke, da erst nach dem Abnehmen Probleme auftraten und der Haarausfall ja ein Anzeichen für Nährstoffmangel sein kann (kann!), wird es in Verbindung mit dem süßen Zeug und meiner immer weiter werdenden Entfernung von „jung und knackig“ alles gemeinsam gewesen sein. Mehr als die Zähnchen pflegen kann ich ja nun auch nicht machen. Wenn der Bakterienwurm drin ist, ist er wohl drin. Da heißt es dann Schadensbegrenzung.

Neben Haaraufall und schlechten Zähnen können aber auch die Nägel und die Haut anzeigen, wenn was nicht stimmt. Meine Nägel waren schon immer sehr stark und robust. Würden sie anfangen übermäßig zu brechen oder zu splittern, würde ich mir Gedanken machen.

Die Haut wollte ich gerne untersuchen lassen. Ich habe weiße und rote Flecken bekommen. Weiße Flecken, wie bei einer Pigmentstörung und rote, wie Minifeuermale. Zudem befinde ich mich in der Pupertät, die ich ausgelassen habe. Pickel am Kinn und keine Chance sie loszuwerden. Solltet Ihr noch nicht wissen, was Ihr später machen wollt: studiert Medizin. Werdet Hautarzt, die sind extreme Mangelware und ich erhoffe mir einen Termin noch innerhalb der nächsten 5 Jahre, oder zumindest dieses Jahr noch jemanden ans Telefon zu bekommen.

Haut, Haare, Zähne und Nägel sind aber nur die äußerlichen „Schattenseiten“.

In unserem Körper tut sich auch einiges!

Ich habe Probleme mit der Verdauung. Sie macht was sie will und arbeitet wie ein Beamter. Mein liebster Nachtisch daher: Iberogast, 40 Tropfen akut.

Zudem habe ich Unverträglichkeiten zu bestimmten Lebensmitteln entwickelt und auch erst danach bekam ich Heuschnupfen. Nun ist nicht gesagt, dass ich nicht auch so Heuschnupfen bekommen hätte. Aber es ist auffällig, um wieviel sich meine Gesundheit in kurzer Zeit geändert hat.

Nun stellt sich die Frage: Was hat der Arzt jetzt gebracht, wenn ich doch Probleme habe?

Er konnte bei Auffälligkeiten schnell reagieren. Ohne regelmäßige Untersuchungen wäre das nicht gewesen. Wir kennen das doch alle: Rennt Ihr sofort zum Arzt, wenn mal ein paar Haare mehr im Abfluss sind? Eher nicht. Hier ein Pickel, da ein Pickel – lieber erst einmal in der Drogerie nach einer Creme suchen. Das sind Kleinigkeiten, die wir weniger ernst nehmen.

Ist der Zahn aber erst einmal kaputt, hilft kein Nagelhärter, keine Antipickelcreme oder eine Aufbaukur.

Körperliche Schäden können nur selten ganz einfach wieder repariert werden.

Ich weiß nicht, wenn ich wüsste, was ich jetzt weiß, ob ich das so durchgezogen hätte. Ich weiß nicht, ob ich nicht vielleicht bei der magischen 100 Schluss gemacht und damit munter fröhlich weitergelebt hätte.

Wenn man alles in allem vollkommen gesund ist und einfach nur Übergewicht hat, ist es dann nicht gesünder so zu bleiben? Ist es nicht besser, als viele Kilos abzunehmen und dafür dann aber gesundheitliche Beeinträchtigungen mit sich zu ziehen?

Geht es beim Abnehmen nur um die Optik, würde ich sagen: Beschäftige dich mit vorteilhaftem Styling und mach etwas Sport, um fit zu bleiben.

Wenn es, wie bei mir darum geht, z.B. einer anfänglichen Fettleber entgegenzuwirken, sollten Grenzen gezogen werden. Sobald das Problem behoben ist und die ersten Probleme auftauchen, sollte man spätestens aufhören.

Nun, höre ich auf oder halte ich an meinen paar Kilos weniger noch fest?

2 Gedanken zu “Loch an Loch und hält doch..

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