Ein bisschen Indien im deutschen Flachland

Ich liebe indisches Essen! Ich glaube indisch liebt man, oder eben nicht. Dazwischen gibt es nicht viel. Wer sagt: „Nein, ich mag nichts scharfes!“ – der hat noch kein indisches Essen probiert. Klar essen Inder scharf; es gibt aber auch ganz tolle Gerichte ohne Feuer.

Die Gerichte vom Lieferservice, der uns auf Arbeit immer versorgt hat, gab es bei unserem Restaurant nicht – oder sie hießen anders.. mein Indisch ist verdammt schlecht. Ich habe also ewig Hähnchen in Mangosauce gegessen – da wusste ich was ich habe. Irgendwann habe ich dann aber auch mal etwas mit Spinat probiert: Chicken Palak.

Ich habe probiert das Gericht mal in meiner Variante nachzukochen – Inder würden warscheinlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Der große Unterschied in der Zubereitung liegt am Anbraten und Würzen. Während wir Deutschen das Fleisch als erstes anbraten, dann sie Sauce ansetzten und dann würzen, läuft das in Indien andersrum. Erst die Gewürze anrösten, dann die Sauce ansetzten und da kommt dann das Fleisch rein. Ich habe ewig überlegt, wie die das Hähnchen so schön zart bekommen – nun Leute, so geht’s!

Zuerst wird der frische Spinat gewaschen und kleingeschnitten. In der Zwischenzeit wird in zerlassener Butter Pfeffer, Koriander, Curry, Paprika (mehr hatte ich nicht) angebraten. Wer Gee hat nimmt das; Gee wird in Indien zum Braten bevorzugt. Spinat hinein und Knoblauch hacken (reichtlich Knoblauch!) und ebenfalls rein damit.

Das ganze mit Milch aufgießen; Joghurt geht natürlich auch – aber Vorsicht: wenn es zu lange kocht gerinnt die ganze Suppe. Ist nicht schlimm, sieht nur nicht so hüsch aus.

Da kommt das das Hähnchen hinein.

Meine erwachsenen Tomaten haben sich im Kühlschrank relativ schnell das Leben genommen; so habe ich auf die Baby zurückgegriffen. Da ich keine Masalapaste habe, habe ich einfach Ajvar und gemahlenen Chili hinzugefügt.

Wenn der Herd ausgeschalten wurde noch ein Stückchen kalte Butter hinein und servieren.

Ich habe in der restlichen Flüssigkeit von der Roten Beete den Reis gekocht – geschmacklich passiert da nichts, aber er bekommt eine wunderschöne Farbe!

Am Ende haben wir dann ein ganz leckeres deutsch/indisches Freundschaftsgericht auf dem Tisch, dass dazu auch noch nen bisschen Gesund ist – Spinat, Knoblauch, Hähnchen, Tomaten, das bisschen Butter und Milch.. toll!

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2 Gedanken zu “Ein bisschen Indien im deutschen Flachland

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