DIY – Dekokamin

Ich habe in meinem Wohnzimmer einen alten verkleideten Kaminschacht, der theoretisch funktionieren würde, so man ihn denn öffne..

Da das mit erheblichen Kosten verbunden und auch in Zukunft noch machbar ist, habe ich mich für eine Dekovariante entschieden.

Ich grübelte also, wie ich ihn nicht nur dekorativ, sondern auch möglichst effizient in mein Wohnzimmer einbauen könnte und beschloss ihn als Stauraum zu nutzen.

Ich habe relativ viele Bücher und so lag es nahe die Seiten als Regale zu verwenden.

Ich malte also eine Skizze und besuchte mein Bruderherz:

Nach etwas Wimpernklimpern sagte er mir also auch bei diesem Projekt seine Unterstützung zu und wir überlegten, wie man das nun realisieren könnte.

Idee 1: Wir kaufen einen Haufen Bretter und bauen wie es sich für einen Tischler gehört alles selbst. Antwort des Tischlers: „Hab ich nich genug Werkzeug für hier.“

Idee 2: Wir kaufen zwei Regale und bauen nur die Front selber. Scheiterte an der Front. Eine passende Platte kostet entweder ziemlich viel Geld oder ist nicht wirklich zu bekommen. Sollte ja nun kein teures Dekoobjekt werden.

Idee 3: Wir nehmen für die Front die übergebliebenen Rigipsplatten, verspachteln die Übergänge und streichen das gute Stück. Problem: Die Seiten.. um sie ordentlich zu bekommen muss man schon wirklich gut spachteln können.

Idee 4: Wir kaufen ein weiteres Regal, kürzen es und nutzen es als Basis für eine kleinere Platte. Die komplette Front wird dann mit Gips angepasst. Das dürte funktionieren!

Nun, legen wir los:

Wir brauchen also wieder als erstes einen Platz, wo der Kamin hin soll.. bei mir passend: der Kamin😀

Ideale Höhe und Breite hatten in meinem Fall diese beiden Billys von Ikea – mit jeweils 19 Euro auch ein guter Preis. Sie sind 1,06m hoch. Ich habe mit meinem Bruderherz ein Wettbauen gemacht: Wer sein Billy als erster aufgebaut hat. Wir machten beide den gleichen Fehler – unabhängig voneinander. Findet Ihr ihn?😀 Ich habe leider auch noch ein paar Dübel und Schrauben vergessen.. aber ist ja eh alles miteinander verschraubt und wird nicht mehr verschoben…

Sie werden mit der Rückseite gegenüber aufgstellt.

Die beiden Regale werden mit einer Platte überbaut. Auch hier greifen wir wie beim Esstisch auf eine Resteplatte aus dem Baumarkt oder der Ikea Fundgrube zurück. Messt aus, wie weit die Regale voneinander entfernt stehen sollen. Wichtig dabei: soll die Platte etwas überstehen oder abschließen? Das gleiche gilt nach vorne. Wir haben uns für die Variante entschieden: seitlich bündig und vorne überstehend. 12,5 cm steht unsere über, da wir noch zur Deko Styroporelemte mir 10cm Tiefe anbringen wollten. Markiert Euch nach dem anzeichen die Stelle, die wegkommt um nichts verwechseln zu können. Zur Sicherheit immer mit Schraubzwingen Platten vor dem Sägen sichern!

Die Platte wird mit langen Schrauben mit den Regalen verbunden. Achtung bei der Länger der Schrauben! Nicht, dass Ihr oben wieder rauskommt.

Da das Spatzl alleine weitergearbeitet hat während ich in der Uni war, müssen wir ohne Anschauungsmaterial weitermachen. Messt genau aus, wie viel ihr vom mittleren Regal absägen müsst, damit es genau drunterpasst. Da wir nun etwas Fläche haben, kann darauf die kleine Platte zur Verblendung geschraubt werden. Wieder von innen – da müsst Ihr Euch leider ein bisschen verrenken.

Ein Kamin wäre kein Kamin ohne Stuckelemente. Diese gibt es im Baumarkt oder Möbelhaus – wir haben bei der Suche festgestellt: Roller ist am preiswertesten. Wir besorgten dort also Leisten und solche anderen Dinger. Die Leisten abmessen und für einen schönen Übergang auf Gärung schneiden. Da es Styropor ist geht das mit einer Führungsschiene ganz einfach. Ihr könnt Sie mit Baukleber, Silikon, Acryl o.ä. befestigen – hauptsache lösungsmittelfrei, sonst habt Ihr bald keine Leisten mehr.

Das gleiche passiert mit den Dingern, deren Namen ich nicht mehr weiß.. Dekoteile halt. Auch hier noch ein Stück Überhang einplanen, sonst sieht es doof aus.

Zum Schluss wird die ganze Front mir Gips verspachtelt und die Styroporteile mit weißer Farbe bemalt. In den Gips kann man beim Trocknen Struktur einarbeiten. Wenn er ausgetrocknet ist verliert er seine graue Färbung und wird eher cremeweiß.

Damit wären wir mit dem Grundelement fertig.

Optional:

Ich möchte meinen Fernseher oben drauf stellen und somit haben wir in die Platte und die Regale Löcher gebohrt für die Kabel.

Stellt nicht zu viele Kerzen hinein. Da oben zwar Platz, aber dennoch ein geschlossener Raum ist, könnte ein Hitzestau entstehen. Ab und zu mal mit der Hand fühlen, ob es heiß im Inneren ist, dann fackelt Euch auch nich die Bude ab.

7 Gedanken zu “DIY – Dekokamin

  1. Hi,

    ist doch ganu schön mit Mühen verbunden, jedoch kann sich das Ergebnis echt sehen lassen. Mich würde interessieren was dieses Unterfangen insgesamt gekostet hat.

    Liebe Grüße.

    Yvonne

    • Hallo, dankeschln – das war eigentlich gar nicht so mühsam; drei Regale aufbauen, Platte drauf schrauben (die gibt es in den Restekisten schon für wenige Euro), Gips drauf spachteln und mit Silikon die Verzierung angeklebt – das hat vielleicht zwei Stunden gedauert. Die kleinen Regale kosten (glaube ich) nur acht Euro [Ich bin kein typischer IKEA Kunde, die Preise kenne ich nicht wirklich, aber mehr kann es kaum gewesen sein; vielleicht 11], der Rest waren auch nur ein paar Euro. Insgesamt vielleicht 40 Euro (Je nachdem, was man schon da hat und was man noch kaufen muss). Kann man auch super alleine machen. LG Romy

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