Ich mach dir Feuer unter’m Hintern!!

Leute, es ist verdammt kalt. Sagen wir es doch einfach mal wie es ist.

Ich finde es ja toll.. Schnee ist klasse, dick einpacken ist klasse, Glühwein ist klasse… aber frieren ist schon nen bisschen doof.

Das restliche Zimmer in das ich meinen Kleiderschrank gebaut habe, ist Schlafzimmer.. mittlerweile weiß ich, wieso dieses Zimmer als Abstellkammer genutzt wurde. Hat mich gewundert: der Typ wohnte in zwei Zimmern, die gemeinsam so groß waren wie dieses eine und hat es nie genutzt.

Warum? Es ist so unglaublich kalt! Die mikrige kleine Heizung bringt es nicht und schafft es nicht, das Zimmer zu wärmen. Nachts habe ich auf dem Thermometer 14 Grad! Mein Körnerkissen hält leider nur bis etwa 4 Uhr morgens und dann werde ich wach…

Jogginghose und Körnerkissen können aber keine Dauerlösung sein und eine neue Heizung wird auch noch etwas dauern..

Das Problem: Durch den Schlafmangel und die Kälte nachts, friere ich auch tagsüber – egal, wie dick ich mich einpacke.

Irgendwie muss ich meinen Körper dazu bekommen, sich zu wärmen. Wenn es Lebensmittel gibt, die uns kühlen, fitter und schlauer machen, muss es auch welche geben, die uns wärmen.

Recherchieren wir doch einmal gemeinsam:

Naheliegend sind ja wohl Heißgetränke. Heißer Tee, Kakao, heiße Zitrone, Kaffee.. alles was gebrüht wird und kochend heiß ist, muss uns doch wärmen.

Tun sie auch.. aber nur für den Moment und immer mit einem Becher in der Hand kuscheln geht ja nun auch nicht. Fenchel-, Anis-, Kümmel-, Ingwer- oder Kräutertees sind übrigens besonders gut geeignet. Getränke wie Glühwein oder Punsch, Kaffee oder Kakao mit Schuss wärmen zwar auch, sollten aber in Maßen genossen werden. „Alkohol wärmt“ ist ein Gerücht. Er lässt uns durch die Rauschwirkung Wärme spüren, wärmt uns aber nicht wirklich. Viele Menschen erfrieren im Winter, weil sie durch Alkohol die Kälte nicht mehr spüren. Daher auch nach dem Feiern im Winter, selbst wenn Ihr denkt „ist nicht nötig“, immer dick einpacken auf dem Weg nach Hause!

Pfefferminz- und Kamillentee scheinen durch ihre Hitze zwar erst einmal zu wärmen, entwickeln im Körper jedoch eine kühlende Wirkung.. so im Abgang.

Es muss aber auch längerfristigere Möglichkeiten geben.

Eigentlich müssen wir gar nicht lange überlegen, sondern nur mal erinnern. Was gab es denn damals bei Oma immer im Winter? Früher ernährten sich die Menschen nach Notwendigkeit, nicht nach Lifestyle. Esstraditionen, wie der Sonntagsbraten, der Weihnachtsbraten, Haferschleim oder Kohlgerichte wurden bewusst in bestimmten Jahreszeiten gegessen.

Rotes Fleisch – Zu den roten Fleischsorten gehören beispielsweise Schwein, Lamm oder Wild und Ente.

Weißes Fleisch – wie Truthahn oder Hähnchen haben ihre Daseinsberechtigung auch aus bestimmten Gründen an Weihnachten und Erntedank (ja, Thanks-Giving gibt es auch in Deutschland und auch schon vor der Globalisierung…).

Wintergemüse – Rüben, Kohl, Kraut und Kürbis. Sie liefern zudem viel Vitamin und stärken unsere Abwehrkräfte. Wenn sie im Ofen gebacken werden, wärmen sie mehr als gekocht oder gebraten.

Nüsse – Walnüsse, Maroni, Haselnüsse. Sie liefern gesunde Fette.

winterliche Gewürze – Zimt, Fenchel, (Stern-)Anis, Nelken, Chili oder Pfeffer, sowie Knoblauch und Muskat kommen in den kalten Monaten viel häufiger auf den Tisch. Der Schweiß läuft uns nicht ohne Grund nach einem guten Chili!

„Kalte Getränke muss der Körper erst wärmen und dabei wird uns warm.“ – ganz falsch!! Unser Körper muss sie wärmen, ja. Er hat dabei sehr viel zu tun und zieht sich die Kraft von überallher – wir bekommen kalte Hände und Füße und letztenendes frieren wir wieder. Gleiches gilt für Rohkost – die Verdauungsarbeit kostet und wichtige Energie.

Ich brauche jeden Tag etwas warmes zu essen, sonst fehlt mir am Ende des Tages etwas. Im Winter sollte man schon früh damit anfangen: wer schon am Morgen mit einem leckeren warmen Haferbrei beginnt, friert insgesamt weniger. Die Stulle toasten und warm essen kann auch schon reichen.

Zwischendurch tut es auch eine heiße Brühe oder Kraftsuppe. Die kann man sich auch mal locker im Büro, statt des 4. oder 5. Kaffees machen. Instant kann auch was gutes sein…

Gibt es auch Lebensmittel, die wir nicht essen sollten? Südfrüchte kommen zwar aus warmen Ländern, wirken aber nicht wärmend – daher aus dem Süden; sie sollen ja kühlen. Klingt logisch, oder? Nun fragen sich sicher einige: Wieso dann Orangen und Mandarinen auf dem Weihnachtsteller? Sie sind die wärmsten der Südfrüchte und daher eine Art Grenzfall.

Wenn die Nase schon läuft, sollten Milchprodukte gemieden werden. Sie haben eine kühlende und nässende Wirkung, das heißt: die Nase läuft nur noch mehr! Lieber mal den täglichen Gewohnheits- (und eh überflüssigen) Fertigjoghurt stehen lassen und zu einem Apfel- oder Birnenkompott greifen.

Generell kann man sagen: Was warm zubereitet wird, hält warm – was kalt gegessen wird, kühlt.

Wer sich noch etwas genauer damit beschäftigen möchte, kann sich ja mal der Fünf-Elemente-Lehre annehmen. Sie ist ein Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und teil Lebensmittel in eben solche Gruppen ein: wärmend, kühlend, neutral, erfischend oder erhitzend.

Man kann sich stunden- oder sogar tagelang damit beschäftigen und doch immer wieder neues lernen.

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