Was ist eigentlich der Unterschied? (Kartoffelsorten)

Es gibt unzählige Sorten Kartoffeln.

Bei uns findet regelmäßig das Kartoffelbuddelfest statt. Da haben alle die Möglichkeit mal mit dem „Alten Fritz“, Preuße durch und durch, im „amerikanischen Frischkäse“-Feld zu wühlen und für das Essen selbst zu arbeiten.

Wer clever ist, nimmt sein Kind mit – die finden das nämlich immer ganz toll.

Doch nicht nur Kartoffeln selbst ernten und essen gibt es da; man lernt auch noch was im kleinen Kartoffelmuseumszelt – schon erstaunlich, wie viele und vorallem bunte Sorten es gibt (etwa 5.500 verschiedene!).

Quelle: biodivesitaet

Aber was fängt man damit an und wieso nicht einfach eine für alle?

Am wichtigsten sind jedoch nicht die Sorten, sondern ihre Eigenschaften.

Festkochende Kartoffeln sind gut für alle Gerichte, wo die Kartoffeln ihre Form behalten soll (Salate, Gratins, Pellkartoffeln..). Sie eignen sich besondern gut, weil sie geschnitten werden können ohne auseinanderzubröseln; eine glatte Schnittfläche haben und insgesamt nicht so sehr empfindlich sind beim Rühren.

Vorwiegend festkochende Sorten sind ähnlich wie festkochende, aber doch etwas mehliger. Das heißt sie eignen sich mehr für Salzkartoffeln, Bratkartoffeln oder Puffer/Rösti. Sie werden nicht gleich zu Matsch, wenn man sie ansieht, behalten aber Größtenteils ihre Form.

Mehlig kochende Kartoffeln sind die Sensibelchen. Sie haben einen sehr hohen Stärkegehalt und fallen leicht auseinander; kleben aber recht gut. Daher kann man aus ihnen sehr gut Kartoffelbrei, Knödel, Kroketten machen oder als Backkartoffel in Folie garen..

Kartoffeln können so hübsche Namen haben wie: Bamberger Hörnchen, Forelle, Lambada, Bambino, Oktavia, Bonus oder Premiere.

Aber auch die Damen á la: Molli, Cilena, Serafina, Lady Filicia, Chantal oder Sanira kommen nicht zu kurz [oder waren das die Wollny-Kinder?]…

Sehr schön auch: Adams Apple, Ajanhuiri (sprecht das mal aus), Phytophthoroustoychiwiy, Pink Duke of York, Unbekannte Schwarze oder Bleue d’Auvergne.

Wer in seinen Kartoffelsalat etwas Pepp bringen möchte benutzt am besten weiße, gelbe, rote, lilane und blaue Sorten.

Kartoffeln können problemlos mit Schale gegessen werden. Dafür vorher gut abschrubben. In und direkt unter der Schale sind (wie immer) die ganzen guten Sachen versteckt. Hat die Kartoffel eine dünne Schale ist das auch gar nicht unangenehm.

Nur das grüne und die „Babys“ und braun/schwarzen Stellen müssen weg.

Die Kartoffeln ist eigentlich gar nicht so schlecht wie ihr Ruf. Sie ist nur leider kein Lifestyleprodukt mehr mit coolem Image – da gibt es ganz andere. Länger dauern als Reis oder Nudeln tut sie jetzt auch nicht. Aber es ist wie mit allem: einmal gegen gehetzt und schon ist die Beliebtheit dahin. Kartoffeln haben nur 87 kcal auf 100 Gramm – Nudeln und Reis haben viel mehr! Zudem haben sie viele Vitamine und Mineralstoffe. Früher aßen die Deutschen etwa 500 Gramm pro Tag und Kopf! Warum sie das konnten, ohne auseinanderzugehen – was der Kartoffeln ja nachgesagt wird? Weil sie Kartoffeln aßen und nicht Chips, Pommes, Fertigkartoffelbrei.. Keine zusätzlichen Unmengen an Fett, Zucker und Kunstmitteln dazu. Naturbelassen ist so gut wie jedes Lebensmittel perfekt geeignet für eine gesunde Ernährung!

Zeigt der armen kleinen Kartoffel, dass wir sie noch lieb haben und macht etwas leckeres daraus..😀

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