„Ach, die sind doch alle gleich!“?

Ja, heute wird es mal anmaßend.. Ausnahmen bestätigen die Regel…

„Kenns’te einen, kenns’te alle!“

„War ja klar, so wie der aussieht..!“

Es gibt Leute,denen sieht man schon an, was sie für Typen sind. Man muss sie nicht persönlich kennen. Es reicht, sie einfach nur anzusehen.

Gleiches bei Namen: die meisten Leute mit dem gleichen Namen sind sich auch sehr ähnlich. Es gibt Onogramme, welche bestimmten Namen bestimmte Charaktereigenschaften zusprechen und ganz oft sagen die Namensträger: „Ja, stimmt!“

der Vorname onogramm_name mit Bedeutung und OnogrammWirklich? Schauen wir uns doch mal mein Onogramm an. Eigenschaften, die mit meinem Namen verbunden werden sind unter anderem:

– eher klein.. aha, ich bin 1,72.5 m… eher groß

– attraktiv.. joa, ich find mich attraktiv 😀

– weit bekannt.. sehe ich gar nicht; Nachfragen, Anreden in Briefen/Mails mit Herr Sch. oder „kenn ich gar nicht“ sind nicht selten

– jung.. also jung ist ja nun relativ.. bin ich dann in 40 Jahren auch jung?

Also im Großen und Ganzen stimmt das schon, aber eigentlich könnte dieses Onogramm auf jeden zutreffen.

Nichts desto trotz finden sich in unsere Welt voller Individuen eigentlich nur Stereotypen.

Wer ganz besonders sein will macht so gut wie alles anders als andere.. da nicht allzuviel Auswahl in bestimmten Bereichen bleibt machen das natürlich die anderen „anderen“ genauso.. also wieder gleich.

Im Abi hatten wir im Deutschunterricht beim Thema rhetorische Mittel den Beispielsatz: „Aus Individualismus tragen sie Uniform.“ – den sollten wir erst einmal interpretieren.

„Ich will nicht aussehen wie alle anderen..“ – daher von oben bis unten zugehackt – sieht aber genauso aus wie die anderen stark tättowierten Typen..

So in etwa ist der Satz zu verstehen. Tättowierungen, gefärbte Haare oder ein besonderer Kleidungsstil. Darauf greifen alle zurück die anders sein wollen und da jeder heutzutage anders sein will, sehen sie am Ende wieder uniform aus.

Es passiert mir ganz selten, dass ich einen Mensch neu kennenlerne und ihn nicht gleich vom Aussehen oder Namen her mit etwas in Verbindung bringe. Der glatzköpfige Türstehertyp ähnelt den anderen glatzköpfigen Türstehertypen enorm in Sprache und Verhalten.

Der Kerl im PreppyLook studiert bestimmt BWL – Was machst du? – Ah, BWL!

Der bärtige Rockertyp mit Lederweste macht irgendwie das gleiche wie der andere rocktige bärtige Typ.

Das Mädel mit dem blonden Bob…, Das Pärchen dahinten.., die alte Dame mit den roten Strähnen…, und so weiter..

Das ist bei Einzelpersonen, wie bei Paaren.

Habt Ihr schonmal auf Pärchenkonstellationen geachtet? Sind immer die gleichen Typen die zueinanderfinden – wohl auch dem geschuldet, dass nicht nur Charaktereigenschaften und Aussehen ähneln, sondern auch die eigenen Präferenzen. Nicht nur der Partner, auch die Freundeskreise ähneln sich.

Wir sind so enorm darauf bedacht uns abzuheben und was besonderes zu sein, dass wir gar nicht merken, dass das kaum möglich ist.

Sollen wir uns dann also mehr Mühe geben?

Ich finde, wir sollten damit leben. Einfach abhaken und das beste draus machen.

Ja, mein Gott.. dann sind die halt genauso.. aber nie zu 100%. Es gibt immer irgendetwas, dass mich ausmacht, was die anderen nicht haben und das vielleicht noch so kleine bisschen ist es, was mich offensichtlichen Stereotypen ganu individuell macht.

Ist Euch das auch schon einmal aufgefallen? Wie seht Ihr das?

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