Kennzeichnungspflicht für Übergrößen

Die Überschrift klingt böse, aber isses gar nicht.. da steckt eine ganz einfache Idee dahinter.

Zur FashionWeek Berlin gab es einen Artikel über die Bread and Butter indem die Autorin bei der Suche nach Jeans in Größe 44 diesen Satz ließ:

Bei den Dr. Denim Jeansmakers werde ich schließlich fündig. Die Marke führt tatsächlich Damenjeans bis Weite 34. Die seien aber wahre Ladenhüter, erklärt mir Pressesprecher Kays Kacem – „Davon wurde noch nicht ein Stück verkauft.“

Ja, logisch wurde davon noch nicht ein Stück verauft – wusstest Ihr etwa, dass die Marke diese Größe führt?

Ich habe die Erfahrung gemacht in Jeansläden von bekannten Marken gar nicht erst reingehen zu müssen; eh nur verschwendete Zeit. Meine Inchgröße kenne ich zudem gar nicht – große Jeans werden in europäischen Konfektionsgrößen verkauft und nicht in Inch-Weiten.

Woher soll der Kunde denn nun wissen, dass in einem Laden, der aussieht wie alle anderen, Werbung macht wie alle anderen, Schaufenster hat wie alle anderen, auf einmal eine Jeans in einer Größe verkauft, die alle anderen nicht haben?

Ist der Kunde, gebeutelt von schlechten Erfahrungen, jetzt Hellseher geworden?

Ich finde es prinzipiell ja ganz toll, dass man auch bemerkt hat, Jeansstoff auch zwei Zentimeter größer an jeder Seite ausschneiden zu können, aber damit kann man sich ruhig mal etwas brüsten.

Kunden, die einmal in einem Laden waren und dort nichts passendes gefunden haben, kommen nicht wieder.

Solche Läden sind Zeitverschwendung und selbst gewähltes Leid. Zeitverschwendung, weil man doch eh nichts findet und leidträchtig, weil man viele Teile sieht die man gerne hätte, aber nicht reinpassen würde.

Liebe Hersteller, wenn Ihr Euer Sortiment ausweitet und neue Kundschaft in für Euch noch unbekannten Konfektionssphären erobern möchtet, lasst es die Kunden doch auch wissen!

Ich wäre ja für eine bundeweite Kampagne: Eine nette Dame in Übergröße gilt als Kennzeichnung.

dabei

Wer an seiner Ladentür kenntlich machen kann, welche Kreditkarten er akzeptiert, der kann doch auch Kennzeichnen, welche Kunden akzeptiert werden!

Die Verwendung eines einheitlichen Logos würde sicherstellen, dass die Kunden beim Schländern durch die Einkaufsstraßen sofort erkennen können, dass der Laden etwas für sie zu bieten hat. So könnten viele Geschäfte durch ein einfaches Plakat oder Banner neue Kunden gewinnen – die Kunden können neue Geschäfte für sich entdecken.

Das ist nur mit minimalem Aufwand verbunden; kann aber maximale Erfolge erzielen.

Damen und Herren in Übergrößen sind es leid, in den immergleichen Geschäften einkaufen zu müssen. Zudem sorgt die mangelnde Konkurrenz für vollkommen überteuerte Preise. Es gibt für 2 cm² mehr Stoff keinerlei Grund für einen Preisunterschied zu einem vergleichbaren Teil in „normaler Größe“ von oft 100%! Ja H&M, da dürft Ihr Euch ruhig angesprochen fühlen!

Ja, das fänd ich gut…

Wie seht Ihr das? Überflüssig oder sinnvoll?

7 Gedanken zu “Kennzeichnungspflicht für Übergrößen

  1. dazu kann ich leider nichts sagen, weil ich mir darüber noch keinen Kopf gemacht habe. Aber dein Artikel gefällt mir dennoch. Musste etwas schmunzeln, da ich mich früher als Teenie auch auf den Boden legen musste um meine Wrangler (in europ. Größe 32) zuzubekommen😉

  2. Ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung, wie die ganzen Geschäfte immer ihre Modelgrößen loswerden…? Denn mal ganz im Ernst, wer passt schon in sone Minijeans? Ich habe eine Durchschnittsgröße und selbst für mich ist Hosen kaufen ein furchtbares Erlebnis😥
    Also eigentlich sollten sie so eine Kennzeichnung führen: wir haben auch Größen für Essgestörte!

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