Lost City und Blow Joe…

Die Nacht war bombe… etwas konnten wir schlafen, aber gegen halb fünf waren wir alle wach und schliefen dann mehr schlecht als recht noch bis gegen 9. Die Chinesen schreien sich in einer Tour an.. egal um welche Uhrzeit.

Überraschung: strahlender Sonnenschein, blauer Himmerl – kein Smogwölkchen weit und breit.

Internationales Frühstück (also Bohnen und Toast; Haferbrei und Müsli) gibt es zwar im Hostel, wir wollten jedoch auwärts essen – Fehler, großer Fehler! Unser Reis ging ja noch so halbwegs. Bobby war mit seinen kandierten Kartoffeln eher unglücklich. Ich hatte noch aus unserer würzunwilligen Mensa Salz im Portemonnaie; dann ging es etwas. Leider ließ uns das Essen den ganzen Tag keine Ruhe mehr.

Wir machten uns danach gleich auf zu einer der unzähligen Banken – ein neuer Versuch Geld zu holen. Mein Automat sprach sogar deutsch und…. gab mir Geld! Yeah, ich bin wieder flüssig. Gleich zu McDonals nen neuen Kakao kaufen.. der war diesmal aber mehr Wasser.

Mit dem heißen Kakao in der Hand liefen wir dann in Paris (Champse Elysees Style) gefühlte 1000 Kilometer dem Menschenstrom nach Richtung Forbidden City oder wie Bobby es immer nennt: Lost City. Wir waren etwa drei Stunden dort. Man kann zwar einen ganzen Tag dort verbingen, würde aber nach kurzer Zeit nichts neues mehr sehen. Es ist toll zu sehen; mal da gewesen zu sein, aber erst einmal ist es enttäuschend. Je weiter man hinein geht, desto interessanter wird es allerdings. Wenn man die unglaublich aufdringlichen „Tourguides“ und Verkäufer hinter sich gelassen und im gebührenpflichtigen Teil gelandet ist (40RMB), wird es auch ruhiger; die Massen werden weniger.

Einfach durchgehen wäre jedoch fatal. Man muss schon etwas dichter an die Mauern gehen um zu erkennen, dass überall kleine Figuren und Schnitzereien eingebracht sind. Etwas weiter hinten beginnt dann ein Garten mit vielen Steinhügeln, Treppen und kleinen Pavillons. WIr liefen immer weiter gerade aus um zu dem kleinen Tempel ganz hinten auf dem Berg zu gelangen. Je höher man kommt, desto schöner wird die Aussicht. Erst sieht man die Berge, dann kommt langsam der Blick über die Stadt. Peking ist groß… also wirklich groß!! Und es müffelt an allen Ecken und Enden.

Schade finde ich, dass es überall reisen LED-Fernseher gibt und Stände die alles Mögliche verkaufen – das macht für mich den traditionellen Charme kaputt.

Nachdem wir die ettlichen Stufen hinaufgestiegen sind, eröffnete sich dann ein unglaublicher Blick über die verbotene Stadt und Peking.

Wir beschlossen noch zur Seidenstraße zu fahren – Pekings (oder sogar Chinas) größter Fake Markt. Unendliche Weiten bis zur U-Bahn.. die Füße schmerzten!

Die U-Bahn ist gleich am Eingang mit Taschenscannern ausgestattet (wie fast alles). Erst wer da durch gekommen ist, kann für nur 2 RMB eine Fahrkarte kaufen. Eine Chipkarte, die die Eintrittskarte durch die Drehkreuze darstellt und beim Verlassen des Bahnhofes wieder in die Terminsals eingeführt werden muss. Die Bahnen sind zwar voll, aber leerer ist es im Berliner Feierabendverkehr auch nicht. Wir landeten in den Pekinger LG Twin Towers und suchten bei Starbucks nach etwas westlichem zu Essen. Die Sandwiches waren jetzt nicht so der Bringer; Bobby nahm eines davon und wir Mädels je einen ChocoMuffin – Gott sei Dank gab es da dann auch ein richtiges Klo!

Die Seidenstraße sieht aus wie ein moderner Polenmarkt: überall kleine Lädchen mit gefakten Handtaschen, Schuhen, Klamotten.. was das Herz begehrt. Aber wirklich gut gemacht. A hat sich ein paar Keds Schuhe gekauft für etwa 9,50 Euro – aber das erzählen wir keinem😀 Die Verkäufer sind dort noch aufdringlicher als auf den Straßen oder sonst wo.. ich habe noch nie so anstrengende Verkäufer gesehen. Würden die sich etwas zurückhalten und einem die Möglichkeit lassen in Ruhe zu schauen, hätten wir dort vielleicht mehr gekauft.

Anschließend zog es uns in das genaue Gegenteil: Das Oriental Plaza – ein nagel neues Luxuskaufhaus (Länge eine U-Bahnstation). Dort gab es wahrscheinlich alle Marken, die die Konsumwelt zu bieten hat.

Nach einer kurzen Pause zum Füße ausruhen gab es Pizza – dem chinesischen Essen haben wir erst einmal abgeschworen. Zum Tagesabschluss zog es Bobby und mich noch einmal in die Shoppingmeile los, doch leider schlossen die Läden gerade (22 Uhr). Wir sind jedoch hier eine kleine Attraktion – Kinder gucken uns mit großen Augen an und dank Mimik und Gestik braucht ich gar nicht wissen was „Mama, Mama,guck mal…!“ heißt😀 In der Shoppinghölle kamen wir keine zehn Meter weit, da wollten die Chinesen unbedingt ein Foto von ihrem Sohn mit uns.

Morgen steht die Mauer auf dem Plan – ohne Guide im Alleingang; mal sehen was das wird.

Und was ist jetzt mit Blow Joe…? Das ist ein Insider, den ich Euch leider erst nach 22 Uhr erklären kann – oder der Bobby macht das später mal😉 [Weil so viele durch Google und die Suche „Blow Joe was ist das“ hier auf den Post treffen: ein Blow Job von Mann zu Mann]

Und zum Schluss wieder ein paar Bilder – auf gut Glück, Ihr wisst ja… ich sehe es nicht und habe von Bobby schon das erste Mal Ärger bekommen: „Das solltest du dochgar nicht hochladen!“ – „Sorry, habs nicht gesehen..“

5 Gedanken zu “Lost City und Blow Joe…

  1. Diese Karte für die U-Bahnen oder Bahnen gibt es in London nur so.🙂 Habt ihr schon mal diese „Jiao Zi “ probiert? Diese chinesischen Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen (Hack, Gemüse..)… Die wollte ich immer mal probieren, dachte die schmecken vielleicht gut.🙂

    Ansonsten finde ich es echt toll, dass du so viele Fotos hochlädst. Bitte mehr davon😉 Viel Spaß noch und lasst euch nicht unterkriegen!

  2. Kannst du bei gelegenheit noch mal nen paar bilder von der Forbitten City hochladen?
    also nen paar nahaufnahmen, weil du ja meintest man muss die feinheiten erkennen?!

    sonst schicke sache dort🙂 klasse geschrieben

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