Wandertag mit Sportfest – wie damals in der zehnten…

Wir haben dem chinesischem Essen erst einmal den Kampf angesagt und gehofft mit den internationalen Gerichten aus dem Hostel besser fahren zu können, aber so ganz hat das nicht funktioniert… Mir geht es etwas schlechter als den anderen beiden, aber da müssen wir jetzt durch. Zwei Wochen soll es dauern sich daran zu gewöhnen.

Zum Frühstück gab es für mich European Breakfast mit Ei, Bohnen undToast mit Erdbeer Fruchtaufstrich (stand auf deutsch darauf) und Butter aus Neuseeland; für Bobby das Supersize mit viel Fleisch und A nahm ein Müsli mit Joghurt – dazu Kaffee und Kakao (echter Milchkakao, sehr süß und leider Kuh, was ich wieder am geschwollenen Bauch merken konnte) – aber lecker!

Danach wackelten wir wieder zur U-Bahn mit dem Ziel einen sehr „kleinen“ Busbahnhof von etwa 2km Länge zu erreichen.

Wir beschlossen die Mauer auf eigene Faust anfahren zu wollen und nicht die teure Tour aus dem Hostel zu buchen. Aus dem Internet hatten wir die Info den Bus 919 zu nehmen. Dort angekommen wiesen uns die Bus-Ordner (oder wie ich sie nennen soll) an, auf einer Stelle etwas weiter rechts stehen zu bleiben. Auf dem Schild über uns stand: Touristen zur chin. Mauer nehmen den Bus 877 –>. Wo auch immer der Pfeil uns hinführen sollte – die Pfeilgebungen sind hier eher willkürlich. Wir warteten also, da sie mehrmals sagten wir sollten dort warten und auch alle anderen Reisenden mit Ziel Mauer dort hin schickten. Wir warteten und warteten und zwei Mädels waren ebenso ratlos wie wir und trauten sich nicht in den 919er Bus zu steigen. Er solle wohl drei Stunden brauchen, der 877er nur 1,5. Der 877er Bus fuhr an uns vorbei und wir wurden stutzig. Immer wieder boten sie uns ein Taxi an. Wir gingen also einfach mal um die Ecke wo der Bus hinfuhr und da standen sie.. Ein kurzer Sprint und drinnen waren wir. Kassiert wurde im Bus von zwei Damen. Er fuhr direkt bis Badaling (Endstation, Aufstieg Mauer). Eine der Damen miemte den Reiseführer und redete sich richtig in Rage.. A und Bobby mussten sich die Ohren zuhalten weil sie so schrie, ich war tapfer und hatte danach Kopfschmerzen. Aber tatsache: der Bus brauchte trotz Berufsverkehr nur etwas über eine Stunde.

Angekommen lösten wir einTicker für die „Slide Cars“ – was waren noch mal Slide Cars? Es ist eine Sommerrodelbahn die direkt auf die 4. Ebene der Mauer führt. Sehr steil wurden wir durch einen Tunnel gezogen, beklebt mit lauter Bildern von Kinderfernsehstars á la Winnie Puh – ich vermute zur Beruhigung, da die Auffahrt immer steiler wird, dunkel ist und so etwas beängstigen kann.

Etwa zwei Stunden stiegen wir über Stufen, deren Höhe sich zwischen 5cm und einem halben Meter bewegte, teils sehr glatt, hinauf und hinunter.. Aber der Blick lohnt sich. An einer Stelle harrten wir etwas zur Entspannung aus. Wieder sollten wir Fotos mit Kindern und einmal auch der kompletten Familie (gut 3 oder 4 Generationen) machen. Oft wurden wir jedoch „heimlich“ fotografiert. Beim Aufstieg liefen zwei Mädchen immer an uns vorbei und taten so als würden sie sich fotografieren. Irgendwann wurde es mir zu bunt, da sie uns immer vor den Füßen liefen und ich zog das eine Mädel zu mir ran. A an die andere Seite und sie freuen sich sicher heute noch.

Auffallend war, dass die Tannenbäume, die ja eigentlich auch im Winter grün sind, alle braun oder grau gefärbt sind – es gibt durch die hohe Smogbelastung keine farbigen Pflanzen, außer die künstlichen Kirschblütenbäume am Straßenrand und Kunstrasen im Park.

Nach etwa 2 Stunden fuhren wir wieder mit den Schlitten ins Tal – für mich der lustigste Part. Leider verloren wir bei unserer neuen „Familie“ den Opa, der musste die nächsten Schlitten nehmen.

Zurück zu den Bussen – ieder der 877er und ruck zuck waren wir wieder in Peking. Diese Variante können wir allen empfehle, die keine teuren Tagesausflüge buchen und mit freier Zeiteinteilung zur Mauer reisen wollen. Der Bus kostet nur 12 RMB, also etwa 1,50 Euro – Top Preis!

A wollte noch unbedingt den Himmelstempel sehen, also wieder ab in die U-Bahn. Bobby und A kamen auch ohne Probleme wieder raus; mich wollte das Sicherheitsding behalten – die Karte behielt es ein und machte den Durchgang sofort wieder zu. Drunter durch / oben drüber geht nicht – dann piept es sich halb verrückt. War dezent peinlich, aber sie haben mich dann noch rausgelassen.

Wir liefen entlang der zweiten chinesischen Mauer etwa 15 Minuten und suchten den Eingang zum Tempel. Die Parkanlage ist sehr großzügig und dicht bewachsen; die Öffnungszeiten jedoch schon vorbei – also hier nur ein Bild aus der Ferne.

Zurück fuhren wir wieder zum Oriental Plaza und aßen im Macau Taste. Lecker war es ja, aber erst gab es kein Rückgeld, dann wurde ein Essen vergessen – bomben Service😉 Aber jeder hat seine Aufgabe: der eine nimmt die Bestellung auf, der nächste kassiert; das Rückgeld bringt der dritte, der vierte serviert und der fünfte wischt die Tische ab…

Es gab lecker Curry für die Mädels – leider wird alles vom Huhn verarbeitet, auch die glitschigen Teile. Für Bobby Rind in Curry. Wir bestellten Mangobällchen – eine Art Sahne mit Mangostücken in Teigmantel – super lecker! So lecker, dass ich Bobbys zweites Bällchen aus Versehen auch aufgegessen habe.

Abend passierte dann nicht mehr viel, außer jetzt den Artikel zu schreiben – der Tag war lang und anstrengend und wir brauchen mal etwas Ruhe.

Wie gewohnt Fotos – der Bobby schreibt Euch dann auch mal etwas, wenn mehr Zeit ist und wir am Montag in der Uni eingezogen sind.

Ein Gedanke zu “Wandertag mit Sportfest – wie damals in der zehnten…

  1. Liebe Romy, und ich hatte schon Angst, dass wir hier nicht so viel von Dir hören würden! Ich wünsche Euch weiterhin viel Spaß, viele schöne neue Eindrücke und verträgliches Essen.
    Liebe Grüße,
    Catou

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