Wie war er denn nun?

Wie die meisten wissen war er mein erster.. ich hatte viel Angst. Früher traute ich mich ja noch nicht einmal ihn zu besteigen oder auch nur in seine Nähe zu kommen. Er war mit suspekt.. es kann doch nicht sein, dass so etwas großes so einfach da oben bleiben kann?

Die erste Nacht bevor ich ihn traf war hart.. Mitten in der Nacht brachte mich die Angst aus dem Bett und die Übelkeit ins Bad. Magenkrämpfe und Erbrechen waren unausweichlich.

Doch auch Gänsehaut und weiche Knie bekam ich beim Gedanken an ihn.

Er war es, wovor ich solche Angst hatte – ohne ihn ging es aber nicht!

Ich ließ mir vom Arzt die Pille verschreiben; sie sollte alles gefahrlos ablaufen lassen.

Ich warf sie mit also ein, als ich mich auf den Weg zu unserem Treffen machte. Wir waren gegen Mittag verabredet.

Leider wirkte sie nicht wie gewünscht.. mir standen die Tränen in den Augen bei jedem Schritt; bei jedem Grummeln seiner großen Maschine; als das Ding sich erhob.. furchtbar!

Wie kann man daran nur Spaß haben? „Das macht Spaß!!“ sagten meine Freunde – ich glaube, wir haben nicht den selben Sinn für Schönes.

Das machte keinen Spaß.. das war lang und hart und wäre sicher auch schmerzhaft gewesen – Gott sei Dank bekam ich Schokolade.

Doch damit nicht genug. Ich musste noch ein zweites Mal ran.. diesmal aber länger. Er war größer, voller und lauter. Er wackelte so hin und her und auf und ab und ich fühlte mich gar nicht wohl. Die Pille half mir jedoch das alles zu verkraften. Sie machte es mir „egal“.

Schön war jedoch auch da etwas anderes.

Ich war froh als es endlich vorbei war!

Leider werden mir noch mehr Begegnungen mit ihm bevorstehen – ich werde tapfer sein; die Pille viel früher nehmen, vielleicht auch zwei und das Beste hoffen!

Nein, der Flieger wird nicht mein Freund – Fliegen ist doof!

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4 Gedanken zu “Wie war er denn nun?

  1. Ohhh weh Du Armes….. Aber Du hast es geschafft! Außerdem sind Flugzeuge statistisch doch am sicheresten, oder? Ich habe da leicht reden, für mich ist Fliegen wie Küssen, ein tolles Kribbeln im Bauch.
    Lieben Gruß,
    Catou

    • Ich denke nicht dass die Statistik einwandfrei ist. Hat man denn ins Verhältnis gesetzt wie viele Menschen auf einmal in einem Flugzeug reisen und wie viele in einem Auto? Gab es dann noch ein Verhältnis dazu, dass es ja auch viel mehr Autos gibts als Flugzeuge? Also hat man das 1:1 betrachtet oder hat man nur Todeszahlen verglichen? Man muss schon die solche Dinge mit einrechnen..

  2. Glaube, das kommt auch ganz auf die Einstellung drauf an. Wenn du vllt denkst „das ist ein Transportmittel, Millionen von Menschen werden damit jährlich transportiert, es ist nicht schön aber ich halte das durch“ – vllt würde es da einfacher für dich werden. Wenn man sich vorher schon so viel einredet und Angst selber macht, dann kann es ja nur grauenhaft sein. Akzeptiere einfach, dass da nun mal Flugzeuge am Himmel fliegen und du auch mit denen mal reisen wirst… Mir hat so eine Einstellung auch schon in vielen anderen und ähnlichen Momenten geholfen. 🙂

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