Neuer Mitbewohner

Ich krieg das hier nicht pünktlich hin mit dem Aufstehen.

Ich habe so gut geschlafen, dass ich den Wecker komplett ignoriert habe. Glücklicherweise fingen wir heute erst 10:30 Uhr an – ich hatte also noch genug Zeit.

Wir trafen uns früher um unsere Wäsche in die Waschmaschine schmeißen zu können, aber wir fanden keine funktionierende. Alle Häuser im Umkreis hatten keine funktionierenden Maschinen. Wir also mit unseren Säcken Dreckwäsche wieder zurück und Flora geschrieben. Sie wollte uns nach dem Unterricht helfen.

Wir hatten nur eine Stunde: Chinese Culture. Diese Stunde sollten wir eigentlich mit anderen Studenten haben, aber irgendwie waren wir alleine.

Mittag probierten wir mal die zweite Etage – Essen war o.k. – aber es blieb wieder einiges liegen; es sieht immer gut aus und entpuppt sich als irgendwas ekelhaftes.. Wir finden unser Essen noch.

Flora trafen wir in der Mensa und wir gingen zu ihrem Wohnhaus. Unsere Wäsche kostet pro Tüte 3 Yuan, also aktuell etwa 0,32 Euro.

Wir machten uns mit dem Bus auf in die Stadt, noch ein bisschen Bummeln und schauen, was es dort so gibt.

Im Bus trafen wir Samira, einen Studenten aus Sri Lanka. Er wird ein Jahr hier bleiben und lebt im internationalen Wohnheim. Dort seien auch Deutsche, aber die könnten wohl kein Englisch.

Wir gingen noch einmal kurz durch den Supermarkt und wurden von einem sehr süßen Amerikaner angesprochen. Er lebt hier – mit Frau und Kind. Aber der Kleine war süß – wie der Papa😉

Es gibt etwas ähnliches wie den Silkmarket in Peking – riesen Teil, Minilädchen und alles was das Herz begehrt. Sehr interessant: China verkauft Kleidung „Made in Korea“ und fälscht sogar H&M… Ich kaufte mit eine „echte“ RayBan😉 Heute war es super warm (22 Grad) und schön und sonnig! Wir waren jedoch die einzigen, die nicht in Daunenjacken rumliefen.. Die Fälschungen sind sehr gut gemacht hier, leider passen wir nicht rein. A musste lange suchen um eine passende Bluse zu finden. Oft haben die Verkäuferinnen schon von vornherein abgewunken: Passt dir nicht! Bobby und ich guckten gar nicht erst.

Bei McDonalds holten wir uns ein Eis und wollten einpaar Fotos machen. Sofort kam ein Polizist angerannt „Bù bù!“ – Das heißt nein. Gut, kein Wunder – sogar die Chinesen werden zu dem Markt mit Bussen angekarrt.

Etwas weiter die Straße runter kaufte ich mir einen neuen Mitbewohner. Mir fehlt etwas schönes im Zimmer und so zog ein Bäumchen ein.

Mit dem Bus ging es zurück und wir sahen mal wieder wie unglaublich riesig dieser Campus ist. Bilder unten. Es wird auch an jeder Ecke gebaut – die Häuser werden immer höher. Jun erzählte uns, die Uni hat offiziell etwa 30.000 Studenten – inoffiziell jedoch viel mehr und so wundert es nicht, dass permanent gebaut wird. Irgendwo müssen die ja wohnen und im ersten Jahr müssen sie auf dem Campus leben.

Was auffällt: Die Jungs tragen hier die Taschen ihrer Mädchen und wenn es ein kleiner Rucksack ist auch auf dem Rücken.

Am Nachmittag läuft  das Campusradio aus den Lautsprechern im Boden und ich dachte am ersten Tag die Studenten im Nachbarwohnheim sind so laut…

Gegen sechs holten wir unsere Klamotten wieder vom Waschen ab. Glücklicherweise erkannte uns die Frau wieder, denn ohne Flora wäre es schwer gewesen ihr klar zu machen, was wir wollen. Im Wohnheim angekommen standen wir dann draußen und redeten noch mit unseren Jungs und einer sagte dann, ich hätte seine Wäsche – die Frau gab mir die falsche Tüte. Er ging dann später und holte „seine“ und brachte sie mir – so ist alles frisch gewaschen wieder bei mir und hängt auf dem Balkon zum Trocknen.

Zum Abendessen gab es wieder dieses leckere Zeug mit den falschen Kartoffeln – heute auch mal ein Bild davon.

Auf dem Weg zurück habe ich noch den Campus bei Nacht fotografiert.

Morgen noch 4 Stunden lang Chinesisch und dann ist die erste Woche Hangzhou auch schon um…

Dieser Beitrag wurde unter China veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Gedanken zu “Neuer Mitbewohner

  1. Na mein Kind, es scheint ja langsam vorwärts zu gehen. Mein Namensvorschlag wäre Hans-Günter. Doppelnahmen sind doch in.
    Pflege ihn gut, dann wird er ganz lange dein Freund sein. Ich kümmere mich um deine „Freunde“ daheim. Liebe Grüße von Papa und bleib anständig

  2. Na liebe Romy, so langsam fängst an dich einzuleben. Nenne Deinen Mitbewohner doch einfach Hans oder Gustav – irgendeinen guten deutschen Namen für die Heimatverbundenheit. Und gebe nicht soviel Geld aus sonst ist dein Koffer zu schwehr und du musst in China bleiben🙂

    • Nein, nein.. das meiste wird hier bleiben müssen.. (Klobürste, Pflanze, Geschirr, Mopp, Kleiderbügel… ist ja nicht so als könne man das den Studenten zur Verfügung stellen..)

      Wir hatten jetzt Vorschläge wie: Strauchi, Ulf-Chan, Alf, Ralf, Klaus, Frank oder Niels, Adalbert und Friedhelm…

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s