Peking – eine Reise wert!?

Peking ist die Hauptstadt Chinas – in seiner 5.000jährigen Geschichte jedoch erst seit knapp 500 Jahren.

Die Stadt hat etwa 20.000.000 Einwohner – das ist 1/4 Deutschlands!

Mit dem Flugzeug dauert es etwa 12 Stunden von Deutschland aus – dabei gibt es einen Zeitunterschied von 6+1 Stunde (Sommer-/Winterzeit).

Das Klima ist ähnlich dem deutschen.

Ist Peking nun eine Reise wert?

Mein Dozent meinte, wer China erleben möchte sollte zuerst nach Xi’An, dann nach Shanghai und als letztes nach Peking reisen.

Die Stadt ist durchaus sehenswert, hat nur leider mit dem China was wir erwarten nicht mehr viel zu tun. Das Streben nach westlichen Standards hat meiner Meinung nach den Charme der Stadt zerstört. Man sieht hier und da noch alte traditionelle Bauten, doch überwiegend findet man in der Stadt Glasbauten,Hochhäuser und riesige Einkaufstempel. An jeder Ecke findet sich ein McDonalds und die westlichen Marken dominieren das Stadtbild durch Werbung und Geschäfte.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgendwo auf der Welt noch einen anderen Ort gibt, an dem so viele Burberry-, Gucci- oder iPhone-Stores nebeneinander in Masse existieren.

Es ist eine Erfahrung wert, die Sehenswürdigkeiten á la „Verbotene Stadt“ oder „Great Wall“ einmal hautnah zu sehen; die aufdringlichen angeblichen Touristenguides sind jedoch alles andere als vergnüglich – zudem nehmen sie einen nur aus, wenn man auf die hereinfällt.

Für Touristen ist es seit Olympia 2008 leicht ohne Chinesischkentnisse die Stadt zu erkunden – fast alles ist auf Englisch untertitelt, auch wenn die Chinesen kein Englisch sprechen. Zudem wollen fast alle Nicht-Chinesen das gleiche und die Menschen wissen, was zu tun ist, wenn Ihnen einer gegenüber steht.

Der Möglichkeiten sich westlich zu ernähren gibt es unzählige – man muss nicht asiatisch essen. Das kann helfen, aber auch etwas schade sein. So ist es für viele einfacher, zu essen was sie kennen, anstatt sich an die chinesische Küche zu trauen.

Wir hatten einen klaren Tag mit blauem Himmer in Peking – ansonsten nur Smog. Wie lange man sich in der Stadt aufhalten kann ist reine Glückssache. Entweder man erwischt tolles Wetter mit Wind und smogfreier Luft oder, wie meistens, die Luft ist zum Schneiden. In Hangzhou ist es ähnlich, nur nicht so stark. Wir fragten eine Chinesin, ob es hier auch mal schöneres Wetter gibt und sie war ganz erstaunt – das sei doch schon tolles klares Wetter. Freie Tage sind also eine absolute Seltenheit. Für uns war der Smog einfach das größte Übel – er beeinflusst nicht nur das Atmen, sondern auch die Stimmung und Motivation. Pflanzen sind braun und blühen nur, wenn sie künstlich sind.

Mehr als 3 Tage Peking sollte man sich und seinem Körper nicht antun; das wichtigste kann man in dieser Zeit locker entdecken, wenn man sich eine Unterkunft zentral bucht – die U-Bahn ist dann locker binnen 10 Minuten fast überall wo es was zu sehen gibt.

Wir werden nach unseren Möglichekeiten den Reisetipps unserer Dozenten hier folgen und schauen, was China noch zu bieten hat – und wofür sich der lange Flug wirklich lohnt.

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