Tausend Wege führen nach Xiasha

Nach Shanghai habe ich die erste Nacht in meinem harten kleinen Xiasha-Bett so gut geschlafen wie lange nicht.. und lange. Nichts war mit Haare waschen vor der Uni.. ich habe es grade so geschafft nur 15 Minuten zu spät zum Mittag zu kommen.

Das zweite Diktat fiel da schon schwerer. Ich gebe offen zu nichts gelernt zu haben, wann denn auch.. Zum Glück kann ich mir einzelne Sachen dennoch merken und mit Bobby zum Abschreiben an meiner Seite dürfte der Test ganz gut gelaufen sein. Lassen wir uns überraschen.

Am Nachmittag habe ich mich auf zum Woohoomarkt gemacht – WuMart („Wumäi“) um ein paar Dinge zu besorgen. Auf dem Plan stand ein kleiner Koffer, Haarspray, ein grüner Stift.. grüne Kugelschreiber sind hier echt Mangelware und meiner aus Deutschland hat doch ernsthaft nach drei Wochen den Geist aufgegeben. Ich habe keinen gefunden und so eine ganze Packung Filzstifte gekauft – ist ja auch grün bei.

Haarspray hat mir einen echten Schock versetzt – wie kann man für Haarspray so viel Geld verlangen??? Wieso benutzen die Chinesen denn bitte kein Haarspray?? Mindestens 5 Euro bis 15 Euro kann man für eine Dose berappen.. da muss ich noch einmal genauer drüber nachdenken und sparsam mit dem umgehen, was ich mitgenommen habe. Aber es ist ja auch kein Wunder. Die Chinesen haben so glatte und platte Haare, da steht kein einzelnes Härchen von alleine ab; das hängt wie Spaghetti am Kopf herunter und bewegt sich keinen Millimeter.

Ich streifte / striff (?) so durch die Gänge und suchte wieder einmal Haferflocken, ohne „instant“ – nach Ewigkeiten gefunden. Dann Sojamilch! Die müssen doch Sojamilch haben. Ich habe mir das Bild einer Packung mit chinesischen Schriftzeichen rausgesucht und versucht den Supermarktmitarbeitern unter die Nase zu halten. Als sie mir antworten wollte sagte ich ihr todesmutig mit meinem perfekten Chinesisch „Bù dong Hànyǔ!“ – Ich verstehe kein Chinesisch. Leuchte wie sie war fing die an mir mit Schriftzeichen auf die Hand zu schreiben (ihre Hand) was sie mir sagen wollte. Gute Frau, wenn ich gesprochenes Chinesisch nicht verstehe, wird es mit Schriftzeichen wohl kaum anders sein. Hinter mir standen die ganze Zeit zwei junge Mädchen die ganz aufmerksam verfolgten was passierte und mir dann auf Englisch klarmachen wollten, ich müsse zurück in den zweiten Stock, da gibt es Sojamilch. Im zweiten Stock gibt es nur Non-Food. Sie also beide mit mir nach unten und wir landeten an einem Stand mit Milchmaschinen.. Danke, nein, eine Maschine die mir aus Wasser und Pulver Milch macht wollte ich auch nicht kaufen – schon gar nicht für den Hammerpreis! Also versuchte ich ihnen und dem Verkäufer noch einmal die Milchtüte zu zeigen taddaa.. sie verstanden. Also wieder zurück in den dritten Stock, an das riiiiiiiesen Milchregal und ganz klein, in kleinen Trinkpäckchen, mitten drin standen doch ernsthaft Sojamilchtüten. „Was ist denn der Unterschied bei den Sorten?“ – aus welcher Bohne sie gemacht wurden. „Welche schmeckt denn am besten?“ – ganz süß: Ich würde die aus der schwarzen Sojabohne nehmen – empfahl mir das eine Mädchen – das hilft dabei die Haut blasser zu machen. Oh mein Gott, nein!! Das will ich nicht, weg das Teufelszeug! Ich kaufte also verschiedene Sorten und probiere nun aus, welche am besten schmeckt. Schwarze Bohne, Rote Bohne, Milch aus Getreide und eine Sorte deren Ursprungsmaterial ich nicht ausmachen konnte. Wie die Packungen aussehen weiß ich nun und ich konnte sie in unseren kleinen Märkten an der Straße auch schon entdecken.

Neben den Kassen ist die Brotabteilung. Ich dachte mir, wenn in Hangzhou und auch in Shanghai Europäer mit Baguette an mir vorbeilaufen, muss es das doch geben! Ich suchte das ganze Regal ab und entdeckte etwas das aussah wie eine Mischung aus einem Sesambrötchen und einem französischen Baguette. Mal kurz mit dem Finger draufgepiekt.. joa, fühlt sich an wie Baguette und nicht das schlabberige weiche Zeug hier. Kurz mal dran riechen.. ja, riecht wie ein Sesambrötchen. Ich nehm das mal mit. Dazu noch ein Glas Marmelade..

Natürlich durfte eine große Packung Kinderschokolade und die neu liebgewonnene Hershey’s nicht fehlen.

Mit den Sachen und dem Rest im Korb an die Kasse und wieder warten.. warten.. warten.. dafür unterhielt sich die Kassiererin mit mir auf Englisch. Das Mädchen was einpackte lernte dabei gleich noch Tüte heißt Bag, soviel Chinesisch verstehe ich dann schon.

Mit meiner vollen Tüte ging ich Richtung Kofferstand. Auf dem Fakemarkt in Shanghai fingen die Preise bei 160 Yuan an – mit viel Spielraum nach unten. Hier wollten sie gleich das doppelte.. Nein danke, Leute! Da gehe ich doch lieber einen anderen Tag noch einmal bei uns auf dem Fakemarkt schauen.

Wieder Zuhause musste ich gleich mal das Brötchen aufschneiden und kosten. Leute, Ihr habt keine Ahnung wie toll so ein Marmeladenbrötchen sein kann! Der Wahnsinn! Brötchenkonsistenz, Brötchengeruch, Berötchengeschmack.. ich war im Himmel.

Abend dann nur noch Hausaufgaben mit den Mädels und mein Date mit Mr. Moody; um zehn war ich dann schlafen. Leider nicht so schön wie die Nacht davor und die arbeitende Bevölkerung, die gegen 4:30 Uhr anfängt draußen rumzuwerkeln, ist nun auch alles andere als leise.

Wenigstens fangen wir langsam an brauchbare Sachen zu lernen. Dienstags erst Oriental Management, wo wir zur Zeit auch wirklich lernen, wie Business und Verhandlungen in China funktionieren, Dos and Don’ts und warum Chinesen manchmal Sachen machen, die uns im Geschäftsleben niemals unterkommen würden. Das kann man doch mal gebrauchen!

In Law sind wir beim Unternehmensrecht; ähnelt noch sehr dem deutschen und ist somit immernoch das wahrscheinlich langweiligste Fach mit drei Stunden am Nachmittag. Leider bleibt uns am Dienstag danach kaum Zeit etwas anderes zu tun als zu lernen.. noch depremierender dabei: die Chinesen haben Dienstags (und Donnerstags) Nachmittag gar keinen Unterricht und können schön Halligalli machen nach dem Mittag.

Am Abend dann der Schock.. da laufe ich Richtung Lieblingskoch um mir mein Abendessen zu holen, ist die Bude dunkel, ausgeräumt, eine Baustelle! Der Lieblingskoch ist weg! Wer macht mir denn jetzt die tollen Bin-nicht-Kartoffel-bin-nicht-Nudel-Dinger?? Wieso sagt der denn nichts? Dann kann man doch nicht einfach so zulassen. Kommt der wieder? Wo ist er hin? Will er vielleicht nur umbauen? Und wenn er nicht wiederkommt, was macht er denn dann? Es war wie ein kleiner Schlag in die hungrige Magengrube.

Mittwoch gab es dann zum Frühstück mal Haferflocken, Obst und die Getreidemilch. Kennt Ihr die? Leckere Sache.. einfach ganz flüssiger Getreidebrei wo man Milch draufgeschrieben hat. Aber der erdige Geschmack passte zu den Haferflocken.

Mr. International Trade hat sich wieder Freunde gemacht – uns; wieder eine Stunde „hä?“ mit ihm. Das gelbe Economy-Männchen versuchte noch ein bisschen zu erklären was er wohl meinen könnte, hatte zu meinen Aufzeichnungen und „Whatever he want’s to say“ nur zu sagen: „Das ist die chinesische Art zu lehren; da müsst ihr alles Zuhause machen.“ – Ach, wirklich? Wieso stehen wir dann früh auf und bleiben nicht im Bett, wenn wir das eh Zuhause machen müssen? Ach ja, wegen der Anwesenheitspflicht..

Nach dem Immer-wieder-das-gleiche-und-leider-kalt-Mittag bekamen wir unsere Diktate von Montag zurück.. wie auch immer ich das gemacht habe. Die kleinen Gedankenschupser von Bobby halfen wohl sehr gut. Wenn ich doch nur beim Verlassen des Raumes das erlernte Wissen nicht sofort wieder verlieren würde..

Mit Erschrecken haben wir auf dem Weg zum Wohnheim dann festgestellt, dass es für uns nicht nur keinen Frauentag gab dieses Jahr, auch Ostern und Herrentag fallen aus. Ostern finde ich schlimm; ich mag Ostern! Da gibts voll tolle Löffeleier.. mit Schokofüllung.. ich will hier auch Löffeleier mit Schokofüllung. Und auch Herrentag wird interessant. Wie gut käme es hier ein paar der 500 eingestaubten Fahrräder aus dem Keller zu klauen, mit Palmenblättern zu schmücken (Birke habe ich hier noch nirgends gesehen) und munter fröhlich in kleiner Gruppe über den Campus zu fahren? Kann man den Chinesen die dörfliche Herrentagstradition verständlich machen?

Abend waren wir wieder mit Joey zum Essen verabredet. Eine Freundin von ihm feierte ihren Abschied in einem kleinen indischen Restaurant. Ich liebe indisches Essen! Wieder eine bunt gemischte Truppe aus Deutschland, Amerika, Neuseeland, Frankreich, Dänemark.. habe ich was vergessen?  Nach dem Essen teilte sich die Gruppe – die einen gingen ins Eudora, die anderen auf den Nachtmarkt. A wollte unbedingt auf den Nachtmarkt, ich mit Joey ins Eudora. A und ich hatten aber ausgemacht zusammen nach Hause zu fahren, also ging ich mit zum Nachtmarkt. Auf der Rücktour sollten wir Joey einsammel und gingen doch noch auf einen Drink ins Eudora – ein amerikanisch irischer Pub Sportsbar ich weiß noch nicht was ich werden möchte wenn ich groß bin Schuppen. Aber war nett. Wenn Joey sagt „nur noch schnell auf ein Bier“, werden daraus mehrere und er fuhr nicht mit uns nach Hause, sondern ging weiter ins Coco – so viel zu „Morgen muss ich aber früh raus, nicht so lange heute!“ 😉 Ich wär ja mitgegangen, aber Deal ist Deal.. Und wieder das selbe Spiel mitdem Taxifahrer.. keine Ahnung wohin, aber erstmal Ja sagen.. Den Weg kannte ich schon; Autobahn bestehend aus Löchern und Löchern; A war der noch neu (jedesmal eine andere Strecke) und sie meinte, alleine im Taxi den Weg und sie wäre tausend Tode gestorben. Meine Lieblingsstelle ist ja die, wo mitten auf der Autobahn auf einmal mitten in der Nacht die Gemüsehändler stehen – wir vermuten eine Art Großmarkt. Nach etwas Gesuche und Verfahre schaffte aber auch dieser Fahrer es, uns heil nach Hause zu bringen. Es ist immer so süß zu sehen, wie sie sich freuen, wenn sie angekommen sind; sie bekommen ja auch immer Applaus oder Jubel dafür.

Donnerstag hat sich dann auch endlich mal unser Dozent aus Deutschland blicken lassen. Der hat sich seit wir hier sind weder erkundigt ob wir gut angekommen seien, noch auf unsere Mails reagiert. Freitag möchten wir mit ihm reden.

Ich bin Nachmittag mit Bobby zum lokalen Fakemarkt gefahren. Das Ziel waren kleine Koffer für die Inlandsreisen zu kaufen. In den normalen Geschäften waren sie uns zu teuer. Auf dem Fakemarkt fängt der Verhandlungspreis schon bei der Hälfte an. Wir fanden recht schnell ein Geschäft mit Koffern die uns gefielen und einem Verkäufer, der offenbar alles in Europa sehen will. Er erzählte uns, dass er bald wieder für 10 Tage nach Bayern fahren wird, er war schon in Belgien, Holland, Italien, Frankreich, Spanien.. wir handelten mit ihm einen Studentenrabatt aus und bekamen die Koffer wie es sich gehört preiswerter – akzeptabel preiswerter. Sollten sie bis zum Ende des Chinaaufenthaltes noch brauchbar sein, kommen sie mit nach Deutschland – falls nicht, ist es nicht schade sie hier wegzuwerfen.

Noch schnell im Woohooomarkt die guten Brötchen gekauft und bei PizzaHut Abendbrot gegessen; davor den Joey getroffen, und dann wieder nach Hause. Mir ist zwar aufgefallen, dass die Chinesinnen fast alle extreme HighHeels tragen – in denen sie keine zwei Meter laufen können – aber erst Joey musste mich darauf aufmerksam machen, dass die Damen auch noch zu große Schuhe tragen. Bei PizzaHut ist es ganz extrem aufgefallen. Die Bedienung klackerte immer extrem mit den Absätzen, aber es klang nicht nach Absatzgeklackert. Es waren einfach ihre Schuhe die etwa einen Zentimeter zu groß waren. Dass mir das als Frau noch gar nicht aufgefallen ist. Dazu kommt noch, dass sich viele zwar ihre Nägel machen lassen, es mit deutscher Nagelmodellage aber nicht sonderlich viel zu tun haben kann. Unsere Kleine wollte sich ihre Nägel machen lassen und ging dazu in ein Nagelstudio. Sie machte den Nagellack ab und die Chinesinnen guckten auf ihre Nägel, als hätten sie da ein Gespenst gesehen. Gibt es keine Gelnägel mit farbigem Gel in China? Wir wissen es nicht. Wir wissen nur, dass sie ohne Auffüllung oder Neumodellage wieder ging und ihr Glück am Freitag bei einem anderen Studio probieren wollte. Bei vielen Chinesinnen (die wir gesehen haben – großes Land, keine Verallgemeinerungen) sehen die Nägel aber auch relativ schlecht gemacht aus – auch etwa worauf ich von einem Mann hingewiesen werden musste; Schande über mein Haupt.

Der Freitag begann mit einer Verärgerung des Lieblings. Er eröffnete uns, er wollte am nächsten Sonntag mit uns eine SprachZwischenprüfung machen; Sonntag als Nachholtermin für den Feiertag-Freitag. Wir dachten, das wäre ein langes Wochenende und haben nun Flüge gebaucht. Es wird also niemand da sein. Dass wir das gleiche Spiel beim nächsten langen Wochenende im Mai wieder haben verschwiegen wir erst einmal.

Das machten wir dann unserem Dozenten in unserem Meeting klar – neben den anderen Punkten, die wir auf dem Herzen hatten. Er kennt das Problem und hatte es selbst schon; kann uns da voll verstehen und regelt es für uns. So können wir beruhigt in den Urlaub fliegen. Zudem hat er seine Zustimmung zum freien Montag gegeben – einen Tag mehr Wochenende; einen Tag mehr Zeit mal ins Blaue zu fahren.

Auf dem Campus lief seit dem Mittag offenbar eine Karaokeveranstaltung; richtig mit Bühne und Scheinwerfern als es dunkel wurde. Klang nur leider nicht so toll stellenweise..

Joey fragte mich ob ich mitkommen wolle nach Shanghai; die Truppe gemischt aus Leuten vom Sushi und vom Inder fährt auf Abschiedsparty für das Mädel, das geht. Da ich aber so ganz schlecht geschlafen habe und meine Augen im Unterricht schon kaum offen halten konnte, entschied ich mich lieber in Hangzhou zu bleiben, ein Mittagschläfchen zu halten und mit meinen Leuten auszugehen. Der Plan war eigentlich eine neue Bar die wir noch nicht kannten; Google aber leider auch nicht.. der Student der einem von uns die Bar empfohlen hat war ja nun auch nicht mehr wirklich greifbar, so blieben wir beim Altbewehrten – S3. Im Supermarkt habe ich Ananas-Bier entdeckt. Ich bin zwar nicht so der Bierfreund, aber hier in China ist das „Pullerwasser“ fast schwächer als Brause und dadurch auch für mich ertragbar. In Deutschland mag ich Bier mit Fruchtgeschmack ja auch und Ananas sowieso; das könnte also schmecken, dachte ich mir. Und.. liebe Leute, Ananasbier schmeckt auch. Allerdings ist es mit seinen 0,6 Umdrehungen eher leicht vergorener Saft. Canadian-D und Leo kamen vorbei und begleiteten uns in den Club. Sowohl für China, als auch für Kanada sind so lange Partynächte ungewöhnlich; ebenso wie Vorglühen. „You Germans are crazy!“, aber wenn sie mit uns ausgehen kommen sie halt erst bei Tageslicht wieder ins Bettchen. Das ist nun einmal so. Frühstück gab es am Grill vor dem Club. Ich habe nur kurz gekostet; gekauft hätte ich da keinen der Fleischspieße. Aber unsere Jungs machten sich über den Fisch, sämtliche Fleischsorten und die Gemüsespieße her als hätte es schon seit drei Tagen nichts mehr gegeben. Es schmeckte ja, aber eben nur nach der Sauce mit der sie die Spieße einpinselten. Unser Taxifahrer zurück war ein echter Glücksgriff – der erste der auf Anhieb den Weg gefunden hat. Aber auch dieser Weg war mal wieder ganz neu für uns. Wir werden uns hier wahrscheinlich nie zurechtfinden können, wenn jeder woanders lang fährt.

Samstag war ich mit Canadian-D und den beiden Engländern wieder beim Sushi-Essen. Diesmal war es eine kleine Runde. Wir, der Gastgeber und seine Freundin und ein Spanier und ein Grieche, die beide auch ein süßes altes Ehepaar sein könnten so niedlich waren die zusammen. Wir waren in einem anderen Restaurant als das letzte Mal; es war zwar kleiner, aber das Essen wesentlich besser. Leider fanden das nur meine Geschmacksnerven, der Magen fand das nicht so lustig. Aber selber Schuld, ich weiß ja eigentlich, dass ich keinen Fisch vertrage – aber es war so lecker! Habt Ihr schon einmal den Kopf vom Fisch gegessen? Gar nicht mal schlecht.. Nach einem heißen Reisschnaps (igitt) wollten wir wieder ins Amigo wechseln. Taxi, um diese Zeit an einem Samstagabend in Hangzhou Downtown? Keine Chance! Der Gastgeber hielt einen Lieferwagen an der uns dann fuhr (das ist gar nicht ungewöhnlich) – das Teil hatte sogar einen Taxameter. Wir quetschten uns hinein und saßen dann wirklich gestapelt da hinten drin, vorne der Gastgeber und auf der Ladefläche wahrscheinlich viele tote Hühner. Im Amigo wollten der Gastgeber unbedingt Jägermeister trinken – hat er auch, war sein Verhängnis. Die Japaner sind keine allzugroßen Trinker, glaube ich. Er und seine beiden Freunde waren schnell fertig mit dem Jägermeister – und dem Rest der Welt. Canadian-D und ich wollten noch ins Coco; ein paar sehr süße Franzosen, die wir im Amigo kennengelernt hatten, wollten eigentlich mit, entschieden sich dann aber doch bei ihrer Gruppe zu bleiben. Schade. Im Coco trafen wir ein paar meiner Leute und die letzte Location des Abends war dann das Bett.

Sonntag ist Bobby zum internationalen Supermarkt gefahren, wo ich eigentlich auch hin wollte.. da sich die Erde aber bis etwa drei am Nachmittag unaufhörlich bewegt hat (es muss wohl ein Erdbeben gewesen sein 😉 ) fuhren er ohne mich. Gefunden hat er aber so schöne Sachen wie Schwarzbrot und Butter – ich muss da diese Woche also noch hin. Als wir in der Mensa unser Ostersonntagsdinner genossen haben, stand dort eine ganze Gruppe (ca. 20) Holländer, die uns verwunderter anschauten, als es die Chinesen tun. Vielleicht waren sie einfach nur überrascht andere Ausländer zu sehen?

Mit diesem Sonntag endete nicht nur die Woche, sondern auch der März. Ab Montag befinden wir uns dann schon im April. Die Zeit rennt hier extrem – wir haben alle das Gefühl die Tage sind hier kürzer. Kaum einmal um die eigene Achse gedreht ist es auch schon wieder Abend.

Tschüß März, Hallo April.. nicht so schnell bitte, ja 😀

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