Wir machen einen Ausflug..

..das machen wir so selten.. 😀

Diese Woche sollte eine kurze und schöne Woche für uns werden.

Montag begann mit einem kleinen Einlauf seitens unseres deutschen Dozenten – nur ein kleines Missverständnis. Wir hatten uns bei unseren Lehrern für Donnerstag und Freitag abgemeldet, da wir ja Donnerstag schon nach Hong Kong fliegen. Um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist und wir abgesichert sind, falls uns in Hong Kong etwas passiert, hat der Lieblingslehrer mit ihm telefoniert – dabei schien er verstanden zu haben, alle wollen Freitag frei haben. Das war ihm jedoch etwas zu viel, da er sich für uns ja schon eingesetzt hat Samstag und Sonntag nicht zur Uni zu müssen. Naja, klassischer Fall von in Fremdsprache aneinander vorbeigeredet. Wir haben die Sache geklärt, das offizielle O.K. an den beiden Tagen fehlen zu dürfen und somit nur noch einen halben Tag Uni.

Abend saßen wir strebsam in den Zimmern und arbeiteten an unseren Abschlussarbeiten als es auf einmal „zupp“ machte und die Lichter ausgingen. SMS unserer Betreuerin: „Es gibt da kleine Probleme mit der Elektrizität“ – ach nee, gar nicht gemerkt 😀

Dienstag hatten wir nur den Vormittag im Hörsaal verbracht und starteten Ausflug Nr. 1 für diese Woche: in die Stadt um unser Visum abzuholen. Auf dem Weg dahin entbrannte eine Diskussion um die chinesische Bürokratie und ob die Beamten wohl einknicken würden, wenn man ein bisschen weint. Eine der Ladies hat die Quittung zum Abholen des Passes vergessen und wir mussten nun überlegen, was wir machen, wenn sie uns den Pass ohne nicht aushändigen möchten. All unsere wirklich guten Pläne waren jedoch umsonst, es ging auch problemlos ohne Quittung. Das war das allererste (und wahrscheinlich auch letzte) Mal, dass hier in China etwas problemlos funktioniert. Der Tag war gerettet, die Laune gehoben und die Vorfreude auf Hongkong um ein weiteres Stück gestiegen.

Leider ging es meinem Bauch nicht so gut. Ich habe lecker Vollkornbrot mit Butter und ordentlich Müsli gegessen – ich bin es wohl nicht mehr gewohnt 😦 Dabei war es so toll!

Der Mittwoch begann früher als alle anderen Tage – 8 Uhr Abfahrt. Der nächste Wandertag: chinesische Unternehmen ansehen. 2 Stunden Fahrt.. am frühen Morgen; pure Begeisterung bei allen Anwesenden. Und dann wieder ein Beispiel chinesischer Auffassung – von wegen Unternehmen. Das war ein Großmarkt. Wirklich riesig; eine ganze kleine Stadt sogar. Aber zum Shoppen waren wir nun wirklich nicht aufgelegt. Wir verstanden unter Unternehmensbesichtigung stundenlang in einem Konferenzsaal sitzen und der Firmengeschichte lauschen, danach eine Führung. Wir bekamen eine Führung durch ein neu eröffnetes Gebäude in dem sich kein Kunde befand; dafür aber deutsche Importe. Danach wollten wir wenigstens etwas von dem Ausflug haben und in ein Gebäude mit Schuhen, Kleidung und Accessoires wechseln. „Achtet auf die Tafeln mit AAAA; die verkaufen auch Einzelteile.“ – haben wir gemacht. A sollte dennoch 1.200 Paar Schuhe abnehmen. Ich habe ein neues Tuch gekauft und mich der kollektiven Langeweile angeschlossen. Der Tag war mehr als nutzlos für uns alle.

Beendet haben wir ihn mit Kofferpacken für Hongkong. Um 05:00 warteten bereits die bestellten Taxifahrer vor dem Campus auf uns.. 05:00 Uhr! Na gut.. munter und fit wie man um diese Zeit sein kann machten wir 4 Mädels uns auf den Weg zum Flughafen und starteten Richtung Hongkong. Am Flughafen angekommen stand das Personal mit Mundschutz und Wärmemessgeräten vor uns. Hangzhou liegt derzeit mittem im Vogelgrippe-Gefahrengebiet und so wird bei Maschinen aus Hangzhou und Shanghai besonders kontrolliert. Wessen Körpertemperatur erhöht war, der wurde gleich rausgezogen. Glücklicherweise sind wir gesund und durften ohne Probleme einreisen. Wir nahmen den Airportexpress nach Kowloon (der Stadtteil in dem wir unser Hostel gebucht hatten). Auf dem Weg dahin waren alle wieder hellwach: Wow! Die ersten Ansichten waren schon beeindruckend! Nicht nur, dass wir nur etwa 50 m neben dem Meer gelandet sind, Hongkong besteht aus mehreren bergigen Inseln. Wir fuhren mit dem Taxi zum Hostel – das erste was anders war (außer der sauteure Preis des Taxis): hier herrscht Linksverkehr! Natürlich, die englischen Einflüsse sind kaum zu übersehen. Der Taxifahrer setzte uns mitten auf der Nathan Road im Menschengetümmel ab und zeigte auf ein riesengroßes Haus. „Irgendwo da drin ist Euer Hostel!“ – aha.. haha.. ja.. toll. Wir dachten, wir wären in Hongkong; China – stattdessen standen wir in little India. Kein Chinese zu sehen, nur Inder. Wir gingen also in dieses Gebäude hinein, das eigentlich nur aus einem Markt im Inneren bestand und ganz hinten fanden wir an einem Fahrstuhl ein Schild mit unserem Hostel – und tausend anderen. Im 5. Stock trafen wir dann auf eine verschlossene Tür. Direkt nebenan kam ein sehr sehr großer bärtiger Inder heraus (das war ein Restaurant, was den Geruch im Stockwerk erklärte) und ließ uns von seinem Handy Simon (den Guesthousebetreiber) anrufen. In Hongkong funktionierten unsere Handys leider nicht. Da Canadian-D einen Tag später nachkommen wollte musste ich mir eine Hongkonger Handynummer für 60 HK-Dollar besorgen. Die war leider nur 3 Tage gültig – Touri-Sim sozusagen und so konnten wir wenigstens von Freitag bis Montag miteinander absprechen, wann wir uns wo treffen, da er ein anderes Hostel hatte.

Im Haus war alles sehr klein und eng, Großstadt mit wenig Platz eben. Simon hat aber alles versucht mit viel Liebe und Mühe einzurichten. Geschmackssache. Aber es war alles sauber, er hat sich super um uns gekümmert und man kann ihn definitiv weiterempfehlen. Falls Ihr also mal nach Hongkong möchtet und bereit seit etwa 30 Euro pro Nacht (sehr preiswert in HK!) auszugeben, dann ab auf Hostelworld.com und das Guangdong Guesthouse gebucht – seine Qualität ist hier kein Standard!

Da es mittlerweile schon Mittag war machten wir uns auf die Suche nach etwas essbarem. Auch wenn man super in Hongkong für wenig Geld shoppen kann, Lebensmittel sind extrem teuer. Wir haben den Großteil unseres Geldes in Lebensmitteln (vorwiegen im 7eleven) gelassen. Unser Glücksgriff bei der Nahrungssuche: ein Kebap Imbiss. Ja, richtig.. Dööööner! Ich hatte einen Falafel-Teller, die anderen Chickendöner. Leute, Ihr ahnt nicht wie gut das war! Wie Zuhause 😀 Und so ein kleiner Chickendöner für tagsüber 4,80 EUR und abends 6 EUR nach 2 Monaten in China muss sein!

Hongkong ist eine Art gespaltene Persönlichkeit. Kowloon sieht aus wie das was man aus dem Fernsehen oder von Bildern von Rio de Janeiro kennt, wenn man nach oben schaut hat man das alte Schilderchina, die Straßen sind voll mit allen Nationen der Welt, seltener Chinesen, der Verkehr, Schilder und die Sprache der Menschen ist englisch, es ist extrem schwül und heiß – Tropenklima halt und es stehen überall Palmen. Hongkong ist alles, nur nicht China. Wer nach China reisen und China erleben möchte ist in Hongkong falsch. Auf Hongkong Island, wo Canadian-D wohnte, befindet man sich gleich in Manhatten – alles ist neu und modern, die Leute tragen nicht mehr Freizeitkleidung, sondern Anzüge. Es gibt Straßenzüge voll mit Geschäften von Nobelmarken. Aber nicht kleine Lädchen, ganze Kaufhäuser nur einer Marke: Armani, Gucci, Prada, Louis Viutton, Fendi, Dior, Longchamp, 4, 5 oder 6 Stockwerke voll davon und wenn man um die Ecke geht gleich wieder.

Wir entschieden uns eher die kleinen Straßengeschäfte in Kowloon am ersten Tag unsicher zu machen – Geschäftspolitik hier: Anprobieren verboten! Wir dachten, das wäre nur in dem ersten Geschäft so, aber nein, in den Straßengeschäften ist Anprobieren generell nicht erlaubt. Schock für das Karaoke-Girl und mich: im ausländerüberhäuften und bis vor kurzem noch britischen Hongkong gibt es keine Schuhe in unserer Größe.

Wir wollten uns am Abend die Lightshow der Skyline ansehen. Das Hostel ist perfekt gelegen, 5 Minuten zu Fuß die Straße runter standen wir bereits am Wasser und konnten auf die Skyline von Hongkong Island schauen. Alle warteten auf die Lightshow. Bis dahin wurden fleißig Fotos geschossen und sich über die tiefhängenden Wolken gewundert, die auf einmal aufzogen. „Guck mal, das Hochhaus ist schon fast weg… oh warte,.. das sind keine Wolken!!“ – Innerhalb weniger Minuten verschwand ein Hochhaus nach dem anderen und Starkregen setzte ein. Pünktlich um 20:00 Uhr begann die Lightshow und pünktlich um 20:00 Uhr war der Skyline nichts mehr zu sehen. Der Spuk dauerte 15 Minuten und als die Lichtshow vorbei war hörte auch der Regen auf und gab die Sicht wieder frei. Spaß hatten die Menschen dennoch, zum Ende der Show gab es Jubel und Applaus. Was soll man machen? Da stand einmal ganz groß mein Lieblingswort (und oft gehört) hier in Chinesisch dran: „Mei You!“ („Mejoo“) – Gibt’s nicht!

Wir machten also einen Spaziergang durch Kowloon, wiedermal auf der Suche nach etwas zu Essen und endeten mitten auf der Straße – das war aber auch verdammt lecker! Direkt am Nighmarket über den es uns (und Regina Halmich mit sehr großem und gutaussehenden Freund) dann noch zog. Gegen 1 Uhr waren wir dann endlich, erschöpft und durchgeregnet, im von Simon selbst gebauten Bettchen – 1,20m breit, 1,70m lang; für zwei.

Freitag machten wir uns dann mitten in der Nacht um 11 Uhr auf den Weg zum Ladies Market. Vorher noch Frühstück bei McDonalds – wie die folgenden Tage jeden Tag und ab und zu auch abend – ja wir waren jeden Tag und teils mehrmals bei McDonalds, weil wir keine andere Wahl hatten. Der Ladies Market ist riesig und voll mit tollen Sachen für Mädchen – hier fake, da fake.. überall fake. Weiter über den Flower Market zum Bird Market und einmal das Karaoke Girl im Getümmel verloren. Wie findet man sich in dieser riesigen Stadt ohne funktionierendes Handy wieder? Hoffen und Bangen und einfach mal zum Ende der Straße gehen – gott sei dank denken wir alle gleich! Zum Abendessen gab es wieder den besten Döner der Welt und einen zweiten Versuch die Lightshow zu bewundern. War jetzt nicht so spektakulär wie erwartet, aber schön anzusehen. Danach setzen wir mit der Fähre rüber nach Hongkong Island und trafen Canadian-D. Das Ziel am Freitag Abend: die Pubmeile! Die war ja genau meins! Ich hätte mich mit ihm dort stundenlang aufhalten können. Leider waren den anderen die Drinks zu teuer. Wir blieben eine Weile in einem kanadischen Pub, der weder kanadisches Bier, noch kanadische Musik hatte und für den Kanadier unter uns eher enttäuschend war. Ich unterhielt mich mit einem Südafrikaner, der alleine dort war, die Menschen beobachtete und ab uns zu versuchte unserer Unterhaltung zu folgen. Zudem sah er noch gut aus, also warum nicht einfach mal anlächeln und an den eigenen Tisch holen. Der war auch sehr nett… und verheiratet. Wir nahmen die letzte U-Bahn zurück nach Kowloon – leider schon vor 12.

Samstag hatten wir die wahrscheinlich beste Busfahrt unseres Lebens. Zum Giant Buddha geht es in die Berge, die schönen kurvigen Serpentinen in einem Bus mit viel zu schnellem Tempo hochfahren ist wie ein Achterbahnerlebnis. Oben angekommen trafen wir wieder unseren kanadischen Freund und machten Bekanntschaft mit Carl, einem Käfer vor dem eines der Mädchen Angst hatte, dabei war er so lieb. Wir ließen ihn zurück und zusammen machten wir uns dann wieder auf den Weg ins Tal – der/die/das Peak sollte am Abend unser Programm sein. Wir fuhren auch hier mit dem Bus etwa 30 Minuten und kamen in einer Shoppingmall an; wo auch sonst hier in Shoppingchina? Canadian-D meinte, wir müssten noch die Tram nehmen und dann sind wir am höchsten Punkt und können auf die Stadt hinunterschauen. Alleine auf dem Weg nach oben war der Blick schon atemberaubend! Wir stellten uns also an und warteten, spielten „Wer bin ich?“ zum Zeitvertreib und stiegen in die Tram… und sie fuhr nach unten! Nein! Hoch sollst du!! Wir waren bereits am höchsten Punkt ohne es zu wissen. Also mit dem Taxi nochmal hoch. Zwischenzeitlich wurde der Nebel, der uns das ganze Wochenende begleitete, immer dichter und von der Stadt war nichts mehr zu sehen.

Zum Aufwärmen und Essen gingen wir in ein chinesisches Nudelrestaurant.. mit Miniportionen und Hungergarantie. Ein Stockwerk höher dann eben wieder McDonalds. Mit der Fähre fuhren wir zurück um uns die Lichter der Stadt noch einmal im Dunkeln ansehen zu können – ohne Nebel.

Sonntag verließen wir das Land 🙂 Es ging mit dem Schnellboot nach Macau. Etwa eine Stunde Fahrt und wir standen nicht mehr in England, sondern in Portugal. Wir dachten schon in Hongkong fahren viele teure und aufgemotze Autos rum.. ha, na da kommt erst einmal nach Macau! Wer Tokyo Drift gesehen hat der weiß wie sich Hongkong und Macau nachts anfühlen – mein Bruder würde es lieben.

Der Kanadier wollte nachkommen, leider befanden wir uns nun einmal in einem anderen Land was die Handys unbrauchbar machte und nach 15:45 Uhr war meine HK-Nummer eh verfallen. Wir Mädels streiften also alleine durch Macau; den ganzen Tag zu Fuß.

Macau sollte man mal gesehen haben, muss hier aber keinen Urlaub verbringen. Wer darüber nachdenkt einmal hinzufahren sollte ein paar Tage Hongkong buchen und einen Tag davon nach Macau fahren. Joey war einen Tag vorher als Zwischenhalt auf seinem Weg nach Thailand dort und schrieb mir, es wäre unglaublich und ich sollte Canadian-D ausrichten, er müsse das unbedingt sehen. Das hab ich natürlich auch gemacht. Wir fuhren erst Mittag, daher reicht ein Tag. Macao besteht aus verschiedenen Inseln; Vormittag Taipa, Nachmittag Coloane und Nachts Macau – der perfekte Tagesausflug. Wir wollten die Stadt von oben sehen und liefen zum Tower – leider auch hier keine klare Sicht, was gute Fotos und eine tolle Aussicht unmöglich machte. Dafür fielen regelmäßig Menschen vom Himmel oder liefen außen am Fenster vorbei – für Bungeejumper ist der Tower sicher ein Erlebnis; wir sind jedoch kleine Schisser, die sich nicht 330m in die Tiefe stürzen. Im Casino waren Fotos leider nicht erlaubt; aber hier verpielen die Chinesen Haus und Hof; ist Macau doch der einzige Ort für legales Glücksspiel in China – und die Chinesen spielen zu jeder Gelegenheit. In einer Shoppenmall gab es Macau-Kitchen – unglaublich gut – alleine dafür lohnt sich eine Reise nach Macau.

Abendessen gab es am Fährhafen wieder einmal bei McDonalds und dort wurde uns bewusst, wie durchschaubar wir eigentlich sind. Auf einmal steht der Kanadier im McDonalds, sicher, dass er uns um diese Uhrzeit dort finden würde und so war es ja dann auch. Er bestellte sich nichts; er war wirklich nur da um zu sehen ob er uns noch treffen würde. Seine Fähre fuhr 15 Minuten früher als unsere uns so verabschiedeten wir uns; er wird erst am Dienstag wieder in Hangzhou ankommen und ohne Handy fänden wir uns am Montag eh nicht wieder.

Montag war der Tag der zweiten Versuche – wir checkten im Hostel aus und machten uns noch einmal auf den Weg zum Peak. Diesmal nur bis zur Hälfte, da es auch an dem Tag wieder extrem diesig war. Auf der Busfahrt trafen wir auf einen Afrikaner, der das gleiche Ziel hatte. Wir rieten ihm mit uns zur Hälfte zu kommen, da bereits die Shoppingmall in dichtem neben gehüllt nicht mehr am Gipfel zu erkennen war. Er tat es uns gleich und so konnten wir wenigstens etwas von der Stadt von oben sehen. Der nächste zweite Versuch: Ladies Market. Da gab es noch Dinge, die gekauft werden wollten. Langsam verabschiedeten wir uns von Hongkong und machten uns auf zum Flughafen. Dort war alles ein bisschen komisch. Bei der Kofferaufgabe lief der Typ am Schalter auf einmal mit meinem Reisepass los zu zwei anderen, zeigte auf etwas, sie nickten, er kam zurück, zeigte was auch immer seiner Nachbarin, setzte sich und telefonierte.. „No Problem!“ sagte er noch zu mir und zerriss mein Ticket. Ich bekam dann aber doch noch ein neues und wir konnten weiter. Beim Boarding wurde ich aus der lange Warteschlange geholt, mir wurde wieder der Pass abgenommen, etwas in den Computer eingetippt und ich durfte durch einen anderen Ausgang an allen anderen Wartenden vorbei.. „Normal Procedure!“ sagte die gute Frau zu mir; wieso wurde das dann aber nur bei mir gemacht? Im Flugzeug hatten A und ich die absolute A****karte gezogen. in der Mitte eine 4er-Reihe, wir mitten drin, rechts und links zwei Chinesen und ringsrum Kinder! Die Stewardess bot uns jedoch an nach dem Start nach vorne zu gehen, da seien noch Plätze frei – na gerne doch! So hatten wir jeder eine Reihe für uns und konnten uns breit machen. Leider war das der erste Flug mit wirklich ekelhaftem Essen; also was das gewesen sein sollte wissen wir bis heute nicht; der Glückskeks danach war aber toll.

Mitten in der Nacht kamen wir dann endlich wieder an; wieder einmal mit dem nie erwarteten aber dennoch vorhandenen „endlich wieder Zuhause“-Gefühl. Keine von uns hätte jemals gedacht, dass sie sich auf Xiasha freuen könnte. Unser Bett, unsere Decke, alleine.. Wir stellten uns für die Einreise jede an eine andere Schlange um zu sehen, welche als erste wieder offziell eingereist sein würde; waren dabei etwas laut und hatten Spaß – was die Männer an den Schaltern ebenfalls amüsierte. Ich war als erste fertig, danach folgten die anderen und irgendwie waren wir wartend auf A, die als letzte einreiste, auf einmal die einzigen. A wurde sogar schon leicht geschubst, damit der Schalter geschlossen werden könnte. Der Typ, der meinen Pass kontrolliert hat, verabschiedete sich mit einem Lächeln und „Guten Nacht“ (ja, auf Deutsch) und so maschierten sie, 6 oder 7 uniformierte Männer in ihren Feierabend; wir hinterher laut auf chinesisch zählend „eins, zwei, eins, zwei, links, rechts, links, rechts“ und trennten uns auf Höhe der Toiletten von unserer Marschgruppe.

Hongkong ist auf jeden Fall eine Reise wert – eine Stadt mit Impression-Overkill-Garantie! Wenn ich einmal groß und reich bin, werde ich wohl gerne noch einmal darüber nachdenken zurückzukehren.

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6 Gedanken zu “Wir machen einen Ausflug..

  1. fiese, ich lieg hier mit operiertem Weisheitszahn und quäle mich mit Babybreichen rum und du futterst so leckeres Zeug. Mein Magen knurrt schon ganz ungemütlich…
    Sieht nach einem wirklich coolen Trip aus!
    Genieß den letzten Monat!

    • oooh nein, das tut mir leid.. gute besserung. aber das geht vorbei 😀 das waren aber auch die einzig leckeren sachen, es gab wirklich mehrmals am tag mcdonalds – das ist nicht mehr schön und mein bauch bestraft mich auch mächtig dafür..

      • danke…
        Ich hoffe, es geht bald vorbei, sonst muss ich Hungers sterben… Breichen sättigt NICHT.
        Wenn ich wieder kauen kann, fahr ich nach Südostasien und mampfe leckeres Essen 😉
        Eigentlich bin ich ja gar nich so der Asien-Fan, aber ein bisschen beneide ich dich schon! (nicht nur wegen des Essens)
        Kurier deinen Bauch aus und profites-en!

      • ich bin auch kein asienfan und ich mag china an sich auch immernoch nicht, aber es gibt einzelne sachen die könnte ich hier jeden tag in massen futtern und orte von denen ich gar nicht weg will und das leben ist hier so geil als ausländer.. ich kann hangzhou wirklich nur empfehlen wenn du dann nach ostasien kommst 🙂 aber sag vorher bescheid, ich will auf jeden fall auch nochmal zurück 😀

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