Shanghai oder Peking?

Montage, oh diese Montage! Kommen so schnell und immer schneller. Jetzt sind es nur noch 3..

An diesem gab es zumindest erst einmal ein Lebenszeichen vom Tschechen. Dieser hatte an dem Abend sein Handy verloren und erst jetzt wiederbekommen. Leider hat er meine Sachen bei den Franzosen gelassen, im Glauben sie würden darauf aufpassen bis ich sie abhole.. Naja, nicht wirklich. Wer weiß, wer sich da jetzt drüber freut.

Gott sei Dank haben wir uns gegen einen weiteren Ausflug entschieden. Am Donnerstag wurde der Vorschlag an uns herangetragen, am Montag einen weiteren Ausflug zu machen. Diesmal würde es zu einem neu errichteten Campus unserer Uni am anderen Ende der Stadt gehen; 7:15 Uhr Abfahrt und irgendwann abends um 8 wieder da. Dafür, dass wir wahrscheinlich wieder nur als Vorzeigeobjekte und für Fotos herhalten sollen tauschen wir doch keinen 1,5 Stunden Studientag der erst Nachmittag beginnt gegen einen viel zu früh aufstehen und 10 Stunden in der Gegend versauern Tag.. außerdem hat es die ganze Zeit geregnet, was es uns nicht einmal möglich gemacht hätte uns da irgendwo auf dem neuen Campus in die Sonne zu legen und zu warten, dass der Tag vorbeigeht.

Weiter beschäftigte mich die Frage: Shanghai oder Peking? Am Wochenende hatten mir die beiden Jungs mit denen ich unterwegs war schon gesagt, sie würden mit nach Peking fahren. Joey hatte bereits Mitte April Werbung für ein Festival an der Mauer gemacht und ich kann doch nicht einen Monat im Voraus entscheiden, ob ich da mitfahre oder nicht.Mittlerweile glaube ich aber, das könnte man sich so zum Abschluss hin ruhig noch einmal antun – besonders, wo sich so langsam rauskristalisiert wer da alles mitkommt. Andererseits habe ich aber dem deutschen Studenten gesagt ich käme an dem Wochenende mit den anderen noch einmal ein letztes Mal mit nach Shanghai, was ich ja auch gern tun würde.. Beides geht nicht,da stören 1.500 km Luftlinie einfach zu sehr.

In der Nacht gab es Kreischalarm. Seit einiger Zeit fühlt sich eine kleine Maus bei uns sehr wohl; vermutlich des Essens auf den Zimmern wegen. Sehr zum Leidwesen einiger Mädels wird sie bei jedem Besuch regelmäßig angebrüllt und gejagt.. die arme Kleine.

In der Uni ist zur Zeit das Ende nah.. Studenten laufen mit Talaren durch die Gegend und machen Fotos von sich (ob wir auch welche tragen werden?) und vom Stadion her kommen immer wieder Lautsprecherdurchsagen leise auf dem Campus an. Am Freitag gibt es eine große Sportveranstaltung an der unsere Jungs sehr gerne teilgenommen hätten. Uns ist jedoch nur die Möglichkeit eröffnet worden an der Eröffnungszeremonie teilzunehmen am Freitagnachmittag. Eigentlich sollte sie Vormittag sein, wurde durch den anhaltenden Regen hier aber verschoben. Freitagnachmittag passt zum einen nicht wegen den Wochenendplänen und zum anderen redeten wir von sportlicher Betätigung, nicht schlichtweg nur zusehen.

Auch dieses Freizeitangebot lehnten wir dankend ab.

A hat eine Freundin aus Deutschland zu Besuch, die die ganze Woche bleiben wird. Um ihr gleich zu zeigen wie wir hier leben hatte sie die Wahl nach 12 Stunden Flug gleich mit uns auf Freigetränke ins Coco zu gehen oder nicht. Canadian-D ließ sich das natrülich auch wieder nicht entgehen und musste nicht lange überredet werden. Er muss das letzte bisschen Zeit mit uns ja auch bestmöglich nutzen – nicht mehr lange und er wird mächtig Sehnsucht haben.

Donnerstag sollte ich eigentlich einen Vortrag halten; noch leicht müde vom Vorabend – der Club hat das erste Mal seit wir hier sind um 3:30 Uhr geschlossen.. warum auch immer. Normalerweise ist das der Club wo die Leute hingehen, wenn alle anderen schon schließen… Jedenfalls hat meine Präsentation auf dem alten System der Uni nicht funktioniert und so kam ich dann doch noch drumrum.

Dem Vater zum Herrentag einen Männerstrauß geschickt – mit Bier, Bifi und Nüssen drin – hoffe der sah auch nach etwas aus und Abend dann mit den leuten aus Hangzhou Männertag gefeiert – das übliche: Essen und Freidrinks (Mädelsabend) im Amigo; kurz im Ellen’s vorbegeschaut und dann im Coco abgeschlossen. Da ich zeitig nach Hause wollte habe ich Dan gesagt, er solle mir Bescheid geben wenn er geht und das tat er auch; so sind wir beide dann um halb zwei Richtung „Heimat“ gefahren. Alleine. Es gibt hier einen Running Gag den Joey immer bringt, wenn wir nach Downtown fahren: „Heute muss ich aber mal zeitig nach Hause; Nein, wirklich, pass auf dass ich zeitig gehe; Ja, ich gehe heute zeitig, ich muss doch arbeiten!“ Er tut es nie!

Zwischenzeitlich beschäftigte mich weiter die Frage: Shanghai oder Peking?

Da das Internet wieder irgendwie nicht funktioniert; ich seit Tagen keine Verbindung hatte und das Wochenende ja eh weg war, erfahrt Ihr im nächsten Teil wofür ich mich entschieden und was ich dort erlebt habe.. so Gott mir demnächst eine aktive Verbindung zur Außenwelt schenkt.

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