Romy, das Mädchen das nicht erwachsen werden wollte..

Ich war mit Tinchen im Barbie Dreamhouse am Alexanderplatz – die Ausstellung war bis 01. September öffentlich und wir nutzen die letzte Chance noch einmal klein zu sein.

Das riesige pinkfarbende Fertigteilhaus zierte den Platz neben dem Alexa den ganzen Sommer und war für kleine Prinzessinnen das reinste Paradies – für Mami und Papi auch, mussten sie für den Eintritt der ganzen Familie auf das lange Wochenende in irgendwo verzichten.. 69 Euro für 2 Erwachsene und 3 Kinder – lassen wir uns das kurz auf der Zunge zergehen.

Erwartet hat uns erst einmal der Check-In – Name, Geschlecht und Avatar sollten eingetragen werden.. da ich nicht wusste was damit passiert habe ich auf meinen chinesischen Namen zurückgegriffen.. man kann ja nie wissen. Und dann ging es in den Aufzug.. das erste was ich sah: ein Grufti.. ein schwarz geschminkter, großer und schlacksiger Kerl mit langen filzigen Haaren und Freundin im Arm. Als der „Aufzug“ endlich im zweiten Stock ankam, also nachdem die Bilder an der Wand aufhörten sich zu bewegen, der zweite Mann im rosa Traumland; ich hörte nur ein verzweifeltes Stönen „Oh Gott“ und sprach ihm Mut zu – war sicher noch etwas frischer die Beziehung und da traut er sich wahrscheinlich noch nicht zu sagen „Weib, ich ins Barbiehaus? Das wird genauso wahrscheinlich sein wie du mit mir das ganze Wochenende beim EIsfischen mit Übernachtung im Zelt und ohne fließend warmes Wasser..!“. Er trat ein und war von daan nie mehr gesehen..

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Wir begannen in Barbies Küche.. mit dem Armband vom Eingang haben wir uns ein Profil erstellt und konnte damit die Monitore an den einzelnen Stationen bedienen und unser Profil füllen. In der Küche galt es Cupcakes zu machen.. erst die Zutaten in die Schüssel, dann rühren, in die Förmchen und den Ofen und dann dekorieren.. im Café am Ende haben wir unseren pinken Zuckerschock dann auch essen können.

Weiter durch kleine Welten in Barbies Schlafzimmer, Ankleidezimmer und Schuhregal – Puzzle, Freundschaftsbucheinträge und Postkarten konnten gestaltet werden.

Auf den großen Eisschlitten durfte ich nur für ein Foto.. nur die Kinder durften damit spielen.. wir Erwachsenen seien wohl zu schwer.. pff.. ich zu schwer..

Mit Barbie Airlines ging es dann abschließens nach Paris.. dort gab es eine Bühne, einen Laufsteg und eine Schminkecke. Dort wurden die Kinder geschminkt und konnten sich auch mit ekelhaft abgegrabbeltem und bakterienverseuchtem Make Up selber schminken. Bei kleinen Bühnenauftritten und einer Modenschau konnten sie dann mal ganz groß sein. Im Bus gab es ein kleines Kino und am Eiffelturm ein Café mit Malstation und Frisierecke.. ich habe den Köpfen erst einmal eine vernünftige Tolle verpasst.

Im Barbieshop – natürlich gab es einen Barbieshop mit den typischen Geräuschen „Kaufst du mir das und dann das und dann das…“- schockte uns der aktuelle Preis des Barbiehauses.. früher unter 100 DM kostet es jetzt 235 Euro!! 235 Euro für ein Stück Plaste!! Der Cupcake war ein absolutes Schnäppchen mit 2,10 Euro und die Coke zero (0,3) mit 2,40 glatt geschenkt.. Tinchen zahlte als erstes und der Kassierer (Kenverschnitt, ganz süß) fragte mich dann „Und was hätte ich gern?“ und ich antwortete „Ein Küsschen…“.. war aber wohl falsch, er könne mit 4,50 Euro bei seinem Chef mehr punkten.. Chance vertan.

Jedenfalls waren wir mal wieder für gute 2 Stunden 6 Jahre alt und hatten viel Spaß dort. Dass es keine lebensgroßen Figuren gab enttäuschte mich jedoch etwas.

Vorher waren wir übrigens asiatisch essen und meine Stäbchenfähigkeiten sind durchaus noch vorhanden😀 Und danach Shoppen.. neue Schuhe, ein Buch für Mutti zum Geburtstag ( ja, Mutti, wieder ein Buch das dir hoffentlich gefällt und Erinnerungen wachruft😉 ) und eines für mich – „Hummeldumm“ auf Empfehlung von Tinchen; hat mir im Zug schon beim Lachen ein paar dumme Blicke der anderen Leute eingeholfen und noch ne Kette.. soll ich das Schuhfrischespray auch erwähnen? Das ist jedenfalls schon so eine Art Tradition.. treff ich mich mit Tinchen werd‘ ich immer Geld los und komm mit vollen Tüten nach Hause😀

Und durfte feststellen, dass nun, da ich nicht mehr täglich mit diesem blöden Zug fahre, endlich die Kopfstützen so verändert wurden, dass der Kopf nicht mehr zur Seite wegfällt beim Nickerchen und man sich beim Sitznachbarn entweder an seiner knochigen Schulter ein Horn holt oder einen Sabberfleck von ihm auf der eigenen Schulter erntet und es gibt Steckdosen an jedem Platz.. ein Glück, endlich ein Grund nicht mehr wenn der Akku alle ist auch nach Feierabend mit dem Arbeiten aufhören zu müssen.. und die Karte war auch gleich mal teurer als vor 2 Jahren.

Hach, das Leben rennt.. aber schön wenn man ab und zu mal wieder 20 Jahre jünger sein kann..

Auf den pädagogischen Sinn und Unsinn und ihre Vorbildfunktion für alle Pro Annas wird an dieser Stelle bewusst verzichtet – wir können das Leben auch mal aus Kinderaugen sehen und für die ist die Welt auch ohne Brille rosa.

6 Gedanken zu “Romy, das Mädchen das nicht erwachsen werden wollte..

  1. Boar cool, dass du da warst. Schade, das ich es nicht dahin geschafft habe. Ich habe früher Barbie über alles geliebt und weil ich Einzelkind bin, habe ich verdammt viel von Barbie gekommen. Ja ich hatte echt verdammt viel *träum* Toll das du auch Bilder gezeigt hastm ich war für 5Minuten wieder 5 Jahre alt :))

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