Was anziehen als Gast auf einer Hochzeit?

Hochzeiten sind keine alltäglichen Feiern und für viele kommen sie auch nur ein paar Mal im Leben – als Gast und/oder Brautpaar.. je nachdem.

Eines ist aber fast allen wichtig: wirklich gut aussehen! Ob man nun die Braut ist, Brautjungfer oder einfach nur Gast, hübsch soll es sein.

Hochzeit ist allerdings nicht gleich Hochzeit und so kann man auch nicht pauschal sagen, was getragen werden kann. Wenn das Brautpaar keine Vorgabe gibt, einfach nachfragen.

Ich habe natürlich auch überlegt und gerätselt und in letzter Minute alles wieder ummodeln müssen.

Ich hatte zuerst die Idee, meine dunkelrote Hose anzuziehen. Das Outfit hatte ich Euch schon einmal gezeigt. Als Frau kann man ruhig Hosen tragen, es sollten nur vernünftige sein. Eine Jeans ist nur angebracht, wenn die Feier es auch zulässt und das Brautpaar damit einverstanden ist. Jogginghosen oder Leinenhosen oder ähnliches verstehen sich wohl von selbst als ungeeignet.

page_1Als ich die Hose einpacken wollte, erledigte sich die Idee mit diesem Outfit ruck zuck: Waschmittelflecken überall. Ich schaute auf die Uhr: waschen und trocknen wird nichts mehr. Ich musste mir etwas anderes raussuchen.

Wann habe ich sonst schon einmal Anlass und Muße Kleidchen zu tragen? Ich schaute mir also noch einmal das weiße Kleid an, welches Frau Braut aka. Madame C. so gut gefallen hatte. Aber ganz ehrlich, auch mit ihrer Zustimmung und naturweißer Farbe.. das kann man nicht bringen. Weiß gehört der Braut und das bleibt so.

IMG_20130706_155516-horz913063_550077241720480_1590466774_nUnd den pinken Blazer hatte sie mir ja eh verboten..

Bei H&M gab es letzten Skaterkleide rund ich kaufte ein auberginefarbendes. Da das Frbmotto der Hochzeit flieder war, passte das wieder ganz gut. Ich trug also das lilafarbene Kleid, kombiniert mit rosastichigen nudefarbenen Schuhe, einer passenden Perlenkette und dem entsprechenden Nagellack.

DSCF5115 20130914_124035_1Kleine Anekdote: Das schönste an dem Kleid: die Romy ist es nicht gewohnt.. die Frau Braut und ich fuhren um halb acht früh noch zu Kaufland (wir hatten ja noch 30 Minuten Zeit) und kauften eine Strumpfhose für mich, da die die ich Zuhause hatte farblich nicht passten und geschafft habe ich es vorher auch nicht mehr. Wir also rein, geguckt, gekauft raus.. bei Frau Brauts Eltern angezogen und was is.. „Soll ick dir helfen, mal anner Seite hochziehen, wie damals mit 6?“ fragte mich der Trauzeuge.. das Teil passte nicht. Schon größer gewählt waren, wie bei fast allen Strumpfhosen, die Beine zu kurz.. ich also die ganze Zeit dran rumgezubbelt, das sitzt hier nicht, hängt zu tief und sowieso und überhaupt rutscht das deshalb. Das Standesamt ist in der dritten Etage unseres Rathauses und oben angekommen hing die Strumpi wieder auf halb achte.. Kleidchen tragen war ich nicht gewohnt und von der Jeans kenn ich das, Shirt hoch, kräftig an der Hose gezogen und schon sitzt wieder alles. Ich also auf der Treppe oben angekommen, Rock hoch, seh den Bruder des Bräutigams mit Kamera stehen und denke mir „bevor der mies ist und abdrückt, gehste mal hinter die Tür“.. gedacht, getan.. schön, ein großer Spiegel.. also Rock noch weiter hoch, Strumpi gerichtet und rein. Zur Freude der Anwesenden Gäste – von innen kann man rausgucken, das ist nur von außen ein Spiegel. Schön schonmal die erste blank gezogen und das vor Trauung und dem ersten Schluck. Das i-Tüpfelchen an der ganzen Sache: der Bruder fotografierte in dem Moment gar nicht – der filmte! Es gibt also nun einen Film darüber wie ich mir das Röckchen lüfte und den Gästen im Standesamt meinen Hintern präsentiere.. aber immerhin: es gab eine Menge Lob für den Popo 😉 Ich spielte das Röckchen-Lüfte-Spielchen übrigens noch ein paar Mal.. einfach weil mir nicht bewusst war, dass ich den Menschen in dem Moment meinen nackten Hintern präsentiere.. ich trag doch nie Rock. Und die Strumpfhose bin ich irgendwann auch gegen eine andere losgeworden.. da waren die Beine zwar auch noch nicht lang genug (dafür war sie mittlerwele 4 Nummern größer); kaputt bekommen habe ich beide.

Was lernen wir also daraus? Wichtig ist: wohlfühlen müsst Ihr Euch damit und erst in zweiter Linie muss es hübsch sein. Ich hab mich wohlgefühlt.. nur das Blankziehen sollte vielleicht vorher abgeschalten werden.. Die Brautstraußfängerin (Gott behüte ich hätte das Teil gefangen; ich war bereit zur Seite zu gehen); sie jedenfalls trug einen klassischen schwarzen Anzug und weiße Bluse und fühlte sich sehr ungewohnt, leicht unwohl damit. Nur weil es hübsch ist und zum Anlass passt, muss es nicht das richtige sein. Es gibt sicher für jeden etwas, in dem er sich nicht verkleidet fühlt und das gilt es zu finden.

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