Stereotypen im Haarfarbenschema?

Ich gucke grade G.I. Joe.. doll ist ja nicht, wa.. aber soll ja keine Filmkritik werden hier. Mir fällt dabei nur wieder einmal etwas auf, was ich immer mal wieder feststelle: die Haarfarben der Damen.

Die eine Schauspielerin, deren Namen ich nicht kenne, weil ich mehr im Netz surfe als auf den Fernseher zu achten, hat eine Art Doppelrolle: In Flashbacks die Freundin des Helden, in der aktuellen Zeit seine böse Gegenspielerin. Als Freundin, 4 Jahre zuvor, war sie blond und als verbitterte und verletzte Exfreundin, die für die Bösen arbeitet, ist die brünett.

Nebenbei gibt es noch eine Rothaarige Gute, die aber nur eine Nebenrolle spielt.

Nächster Film: Tomb Raider – Lara ist grundsätzlich (auch in den Spielen) als sehr toughe Frau brünett.

Charlies Angels: Demi Moore ist brünett als gefallener Engel, dunkler als Drew und ne helle Asiatin würde denen eh keiner abnehmen, die muss schwarze Haare haben, aber es gibt ja noch die gute hellblonde Cameron.

Superwoman ist blond, ok Wonderwoman war brünett, Batmans Gegenspielerin und spätere Mätresse Catwoman ist dunkel,

Die lieben netten Romantikkomödienfrauen sind auch oft blond oder dunkelblond: Meg Ryan, Jen Aniston fast immer gesträhnt, Kate Hudson, Renée Zellweger, Katherine Heigl, Jen Lopez auch fast immer gesträhnt..

Unsere Actionheldinnen sind.. na.. wer errät es? Kate Beckinsale, Angelina Jolie, Milla Jovovich (immer eher dunkler als hell), Michelle Rodriguez, Jessica Biel musste erst dunkel werden um aus der Familienseriensparte zu entfliehen, Megan Fox,..

Soll die Frau Stärke ausdrücken, tough sein, den Männern fast überlegen, dazu noch intelligent mit einer hohen Frequenz an Sexappeal ist sie meist dunkelhaarig. Soll sie jedoch eine süßen und liebenswerten Charakter á la Everybodys Darling sein, ist sie blond.

Die blonden Süßen sind oft die, die den Traumann bekommen und glücklich am Ende „Und wenn sie nicht gestorben sind…“ auf die Stirn tattowiert bekommen. Die Brünetten verführen die Männer meistens nur, binden sich aber nicht wirklich und retten die Welt.

Kann man dieses Muster auch auf die Realität übertragen? Ist das der Grund, warum eine blonde Frau es so einfach hat Männer kennenzulernen und dunkelhaarige meist nicht wahrgenommen werden oder schon wahrgenommen, aber nicht angesprochen. Strahlen wir Brünetten zu viel „tough, unhaltbar, streng, cool“ aus und verängstigen das Männchen damit während die Blonde „häuslich, lieb, leicht unterwürfig“ als Signale sendet? Weiß doch nun von der Haarfarbe her eigentlich keiner wie es nun wirklich ist.

Wer bedient sich da an wem? Die Filmindustrie an den Klischees der Realität oder haben unsere Männer die Damenwahlen der Filmindustrie schon so sehr verinnerlicht?

Google bringt zu den Klischees:

Blond: unschuldig, jugendlich, weiblich, naiv, wenig intelligent, ehrlich, süß, …

Brünett: intelligent, geheimnisvoll, reizvoll, seriös, tough, …

Die blonden Damen tragen hübsche Blumenkleidchen und Ballerinas, die Brünetten Lederjacke und High Heels..

Viele Frauen, die immer blond waren fangen an sich mit Anfang 20 die Haare dunkel zu färben – ist Euch das schon einmal aufgefallen? Es gibt ganz viele die dann dunkel ankommen „Zeit, erwachsen zu werden“.

Wie seht Ihr das – fällt mir das nur auf oder geht es Euch da auch so?

12 Gedanken zu “Stereotypen im Haarfarbenschema?

  1. Hmm, so ein bißchen sprichst Du mir aus der Seele. Selbst meine Tochter schimpft öfter: „Die Guten sind immer blond“, wobei ich mir noch nicht sicher bin, wie sie für sich „gut“ definiert…. Ich hatte zwischen 15 und 25 auch die wildesten Farbexperimente auf dem Kopf, aber jenseits der 30 hatte sich das dann, und ich bin glücklich mit meinen Haaren.
    Liebe Grüße,
    Catou

    • ja, was auch immer „gut“ heißen mag.. ich fühle mich als brünette nicht schlecht oder böse..

      ich habe beschlossen erst zu färben wenn ich grau werde.. vorher passiert nix auch wenn ich manchmal echt lust hätte..

  2. Wenn ich an diese Klischees denke, werde ich aggressiv, im Enrst. Entweder ich bin die Blondine, von der niemand gedacht hätte, dass sie sich tättowieren lässt, oder meine Intelligenz wird aufgrund dessen oder meiner Piercings unterschätzt. Ich bin erst 18 und es kann passieren, dass ich später auch mal zu einer dunkleren Haarfarbe wechsel, aber momentan färbe ich mir meine mittel-dunkelblonden Haare heller, weil es meiner Meinung nach einfach besser zu meiner unglaublich hellen Haut passt. Ich glaube diese Vorurteile sind bei mir auch der Grund, wieso ich Blümchenmuster und Ballerinas an mir HASSE – bzw alles, was mit ’süß‘ assoziiert wird. Oder es liegt natürlich an meinem Charakter, der würde bei den Beschreibungen und den Klischees hier nämlich eher zu einer Brünetten passen.

    • ich mag dieses mädchenhafte zeug auch nicht an mir sehen – fraulich ja, aber dieses typisch püppchenhafte finde ich geht gar nicht.. obwohl ich öfter darüber nachgedacht habe auf blond zu wechseln – einfach um mal zu gucken was passiert😀

      aber aggressiv soll hier natürlich keiner werden😉

      • Blond ist super ;D Wobei ich sagen muss, dass Männer nicht unbedingt blonde Frauen öfter ansprechen – ich finde eher, das schreckt bisschen ab bzw sie trauen sich nicht, aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein ^^

      • da bildest du dir was ein.. ich bin eigentlich immer mit männern unterwegs und habe auch viele männliche freunde und sehe live worauf die anspringen und auch mit blonden freundinnen unterwegs merkt man das…

      • Komisch, ist mir noch nie so wirklich aufgefallen, auch nicht bei Freundinnen. Und wenn sind das – für mein Alter – ältere Männer die sich die Augen ausgaffen.
        Ich meine, ich hab mal irgendwo gelesen, dass eine Studie belegt hat, dass bei blonden Frauen der Verstand der Männer teilweise aussetzt und sie nicht mehr so leistungsfähig sind, was das Denken betrifft. Aber das kann ich mir nur schwer vorstellen.

  3. Hm, ist mir auch schon aufgefallen, in Filmen allerdings mehr als im Realen. Dort wiederum fällt mir immer wieder auf, dass bei Pärchen meistens: Ein dunkelhaariger Herr eine Blondine hat, ein hellhaariger Mann eine Brünette. Ich weiß nicht ob ich mir das einbilde, aber ich glaube man sucht oftmas auch so eine Art Gegensatz. Oder ist das nur in meinem Bekanntenkreis so? Ich meine, Ausnahmen bestätigen natürlich die Rede, aber so verallgemeinert gesprochen… Wobei ich auch noch anmerken möchte, dass man als Rothaarige oftmals auf das Klischee „Rot und Wild“ und damit eher auf potentielle Bettgeschichte reduziert wird.

    • das ist real auch so.. ich muss sagen, als brünette reizen mich die männer je heller sie sind, dunkelhaarige männer müssen echt schon was an sich haben um mich zu interessieren..

      ich finde es immer schade wenn frauen mit einem richtig schönen naturrot, vielleicht noch ein paar sommersprossen die haare färben.. ich mag dieses rote haare, lange locken, helle haut, sommersprossen.. find ich total schön und besonders und super schade wenn die frauen sich das wegmachen und die sommersprossen überschminken..

  4. Ein sehr interessanter Gedankengang….
    Ich selber bin von Natur aus „Straßenköterblond“…. Früher habe ich meine Haare entweder im Ganzen aufgehellt, oder zumindestens aber strähnen lassen… Heute trage ich die Haare im Ganzen dunkelblond/hellbraun…. Irgendwie scheine auch ich das Klischee verinnerlicht zu haben und frei nach dem Motto zu leben – dunklere Haare – erwachsen werden….😉
    Liebe Grüße
    Anke

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