Motivideen für Fotoshooting finden

Viele möchten ja gerade zu Weihnachten gerne Bilder von sich verschenken und suchen dann entweder einen Profifotografen auf oder fragen einen Freund.

Ist ein Fotograf gefunden geht es dann allerdings an das schwierigste, denn mit einfach hinstellen ist es nicht getan.

Sollen die Fotos toll werden müssen auch gute Motive her. Wer nun nicht so kreativ ist, sich selbst pausenlos neu in Szene zu setzen, kann ein wenig schummeln.

shootingideenMan muss das Rad ja nicht neu erfinden. Auch Fotografen setzen Motive, die gut aussehen, mehrmals um.

Ich mache es so: Auf Pinterest habe ich mir einen Ordner angelegt mit Fotos, die ich toll finde und von denen ich denke, dass sie durchaus umgesetzt werden könnten. Laien sind nun einmal keine Profis, sonst würden sie Profi heißen – ein Laie braucht immer eine kleine Anleitung und solche Bilder helfen da sehr. Ihr könnt mit dem Menschen der Euch fotografiert (sei es nun Fotograf oder Freund) die Bilder vorher durchgehen und besprechen worauf Ihr Wert legen würdet. Welches Motiv gefällt Euch so gut, dass Ihr es auch gerne haben würdet? Welche Elemente gefallen Euch? Ist die Farbwahl Euer Geschmack?

Wenn Ihr solche Ideen gesammelt haben, geht die Umsetzung viel einfacher. Stellt Euch den Laptop daneben und macht die Fotos groß – ein Spiegel hinter der Kamera zeigt Euch, wie Ihr wirkt. Sieht die Pose überhaupt nach etwas aus? Wie ist der Blick? Das fühlt sich alles immer ganz anders an, als es dann aussieht.

Wichtig ist aber auch zu bedenken, Ihr seid nicht das Model auf dem Bild. Es wird nie genauso aussehen. Bringt Eure eigene Persönlichkeit mit hinein. Legt vielleicht den Arm etwas anders – lächelt, wenn es Euch besser gefällt.

Einige Beispiele kann ich Euch vom letzten Shooting zeigen. Ich hatte Motive herausgesucht, die mir besonders gefallen haben und der Fotograf wählte daraus noch einmal die heraus, die er im Blick hatte.

11 10 7 5 4 3 16Seid kreativ und probiert Euch aus. Nur jedes zehnte Foto wird vielleicht auch etwas; bei den anderen stimmt immer irgendwas nicht. Auch Profimodels machen stundenlang Aufnahmen für ein einziges Werbebild. Erwartet also nicht, bei 5 Fotos gleich die Kracher dabei zu haben. Probiert Euch aus; ändert Kleinigkeiten oder Grundlegendes; macht mehr Licht, weniger Licht, usw. – schaut einfach genau hin und vor Allem: guckt Euch die Bilder nicht nur auf der kleinen Kamera an. Unschärfe oder Unregelmäßigkeiten sind dort oft nicht zu sehen. Manchmal sehen die Bilder ganz toll auf dem Vorschaubildschirm aus und auf dem Computer in groß gefallen sie Euch dann nicht mehr.

Seid auch nicht zu selbstkritisch. Ihr seht bei mir auf den Bildern auch, dass sie nur minimal bearbeitet wurden – ich habe nun einmal Poren und Pickel und Fältchen.

Gerade meine Großeltern freuen sich immer über Bilder von den Enkeln – besonders, wenn sie schon erwachsen sind. Und die Mutti verlangte im letzten Jahr ganz offen und deutlich nach neuen Bildern ihrer Kinder.

Manchmal sind privat geschossene Fotos sogar viel schöner als Profibilder – der heimische Hintergrund; das persönliche und sympathische Unperfekte und das Wissen, dass sich da jemand sehr viel Mühe gegeben hat.

Ihr könnt sie aber auch einfach nur für Euch nutzen; verschenken ist ja kein Muss. Ich finde es besonders in Zeiten der Veränderung wichtig Fotos zu machen. Wollt Ihr abnehmen: Macht regelmäßig Bilder von Euch. Ihr macht eine große Reise – vorher/nachher – wie hat Euch die Erfahrung verändert. Es gibt besondere Lebensereignisse? Haltet sie fest und seht selbst wie sehr Ihr Euch mit der Zeit verändert.

Also: auf die Kamera, fertig, los.. und nie „Cheese“ sagen 😉

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Adventskalender_20

4 Gedanken zu “Motivideen für Fotoshooting finden

  1. sehr schöne Fotos, liebe Romy. und ich finde vor allem schön, dass Du sie nur minimal bearbeiten lässt. Man will sich doch hinterher auch wieder erkennen! ich hatte da mal eine längere Diskussion mit einem Fotografen zu – mein Standpunkt: auch meine Narben (und Pickel) machen mich zu dem Menschen, der ich bin 😉

    • vielen lieben dank!

      ja ich finde eben das minimal bearbeiten ist wichtig – wir sehen das doch immer auf den covern von zeitungen – niemand sieht so aus und niemand kennt mich so; wir verkleiden uns doch auch nicht wenn wir irgendwo hingehen..

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