Copenhagen – 13.000 steps to go

„Möchteste du zeitig aufstehen?“ fragte mich die Dänin. „Ähm, sicherlich nicht..!“ antwortete ich ihr. Nein, ich möchte ausschlafen. Der erste Urlaub seit einer gefühlten Ewigkeit, Kopenhagen ist auch drei Stunden später noch da.

Unser zweiter Tag begann also um 10 Uhr mit der gemeinsamen Qual aus dem Bett und den Vorbereitungen für’s Frühstück. Müsli, dunkle Brötchen und Obst – gesund war es und auch die Katze war auf Diät. Wir beredeten den Zeitplan für den Tag und machten uns auf den Prinzen zu suchen. Das war mein großes Ziel: einen hübschen dänischen Prinzen zu finden. Aber es gibt wahrscheinlich wirklich nur diesen einen verheirateten Typen. 30 Minuten mit der S-Bahn in die Innenstadt und dann ging es los, das Laufen. Dieses einen Fuß vor den anderen begleitete uns den ganzen Tag.

„Do you want to get up early?“ the danish girl asked me. „Surley, no!“ I answered. No, I didn’t want to get up early. It was my first holiday for ages and I was sure, Copenhagen would be as same great later than now.

Our second day started at 10am with the shared torture to get out of the warm bed and preparing breakfast. We had muesli, dark rolls and fruits – healthy like it should be; even the cat is on a diet. We started to discuss the schedule for the day and tried to find a prince. Yes, I wanted to find a danish prince for me, but it seems they really have just this one married guy. 30 Minutes by train and we startet walking. That was our exercise for the day, this one foot infront of the other thing.

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Wir starteten unsere kleine Touritour mit dem Weg zum Schloss Amalienborg, der Winteresidenz der Königsfamilie. Die Innenstadt von Kopenhagen ist gesäumt von Altbauten, kleinen Cafés, Shops und Hot Dog Ständen. Regelmäßig blieb ich stehen um Fotos zu machen, regelmäßig hörte ich von der Dänin „Was, schon wieder?“ – Ja, schon wieder.. ich muss Fotos machen. Wir versuchten uns mit ihrem GPS zu orientieren und landeten am Nyhavn. Diese kunterbunten Häuser mit den Segelbooten davor lieferten ein tolles Motiv. Wir überlegten auch eine der Bootstouren zu machen, beschlossen aber, das wäre nur etwas für die Übertouris im Winter; würde im Sommer sicher viel schöner sein. Nachdem wir nahezu jede Straße ausprobiert hatten entschieden wir uns einfach eine entlangzugehen. Die Richtung würde sicher stimmen und landeten an einer schönen Allee. „Siehst du, dahinten wo die schwedische Flagge ist, da feiern wir dann!“ – Joa, die Gegend gefiel mir.

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Wir standen vor einer großen Kirche. Na wenn wir schonmal da sind, gehen wir doch auch rein. Eine Kirche halt. Altar, Orgel, Bänke – und chinesische Infoblätter. Schien wohl ein beliebter Ort für die Chinesen zu sein; andere Infoblätter fand ich jetzt nicht wirklich. 16:30 am Mittwoch sollte ein Konzert stattfinden. Ich schlug vor mit Bier hinten zu sitzen, ist doch Neujahr und uns das anzuhören – die Dänin fand den Vorschlag jetzt nicht so toll. Wir gingen also weiter an einer russischen Kirche vorbei und fanden das Schloss. Ich hatte viel mehr Touristen erwartet. „Willst du mit einem von den Guards für ein Foto posieren?“ – „Nee, danke!“. Und da waren sie wieder, die Kanadier. Sie schlichen hinter den Guards hinterher und kicherten „Werde ich jetzt erschossen?“. Waren wohl drei Carlsberg zu viel gestern. Wir spazierten durch den Schlossgarten, der im Sommer in voller Blüte sicher sehr schön ist. Eine Gruppe Kaffefartler stand vor dem Schloss und ich blieb kurz stehen um dem deutschen Guide zuzuhören. Aber er erzählte nur von Margrethe und dass alle Teile nach irgendwelchen Mitgliedern der Königsfamilie benannt wären. 2 Minuten Kultur müssen reichen. Wir liefen weiter. Unser Ziel war wiedermal die Shoppingmeile – es muss noch etwas für Neujahr gefunden werden.

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In Kopenhagen findet sich an jeder Ecke ein Hot Dog Stand. Romy suchte sich also den mit der längsten Schlange aus. Entweder heißt das, er ist wirklich gut oder einfach so gut gelegen, dass alle Touris da anhalten. Es gibt Wiener und rote Würste. Die roten seien die original dänischen nur leider vergriffen als wir dran waren. Schade. Egal, einmal Hot Dog mit allem bitte. Ich bin ja nun kein großer Würstchenfan und Hot Dogs schon gar nicht, aber der war wirklich gut! Wir liefen also durch die kleinen und großen Shops. Udsalg war das erste was ich in Dänemark gelernt habe: SALE! Um Neujahr herum fallen die Preise in Dänemark und das Shoppingherz geht auf. Tuch und Handschuhe fanden als erstes den Weg in die Tasche, schließlich war es kalt! Wir wollten die Stadt von oben sehen, aber nicht nur bei Tageslicht. Als es begann zu dämmern starteten wir den Aufstieg. Der runde Turm ist Teil einer großen Kirchen und hauptsächlich über einen tollen treppenlosen Gang in sieben Runden zu erklimmen. Der Aufstieg auf die Aussichtsplattform erfolgt dann über ein paar kleine Treppen. Der Turm bietet eine tolle Möglichkeit Kopenhagen ganzjährig von oben zu sehen. Eigentlich wollten wir einen anderen Kirchturm nehmen, der eine bessere Aussicht bieten soll, dieser ist aber im Winter geschlossen. Wir warteten am Fuß der Treppen auf der Bank unter einem Mistelzweig auf die Dunkelheit und stiegen wieder auf. Die Lichter der Stadt gingen an und so zeigte sich Kopenhagen dunkel und bunt gleichzeitig.

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Eigentlich stand noch Tivoli auf dem Plan – gerade Nachts wegen der vielen Lichter sehenswert, auch wenn man wie ich zu feige ist um die Fahrgeschäfte zu nutzen. Eine kostenfreie Variante für Freizeitparkfans wäre Bakken etwas weiter am Stadtrand, jedoch auch im Winter geschlossen. Die Füße schmerzten wieder enorm und so gönnten wir uns lieber noch ein Stückchen Torte. Nach dem letzten Versuch etwas schönes in den Läden zu finden traten wir die Heimreise an. Wir kauften Bier und Faxe Kondi (dänische Sprite) – ich hatte bei einer Party vor meiner Abreise Karlsberg Radler getrunken und so sollte sie ihr erstes Radler probieren. Es schmeckte ihr nicht – warum wohl? Wir bestellten indisches Essen und machten es uns wieder mit Sex and the City, diesmal Part 2, gemütlich. Nach etwa einer halben Stunde rief der Lieferservice an; eine Panne. Wir bestellten also Pizza.. Bier, Pizza und noch ein dänischer Film. Unsere Füße dankten es uns. Die Dänin hatte eine App und so sahen wir, dass wir an diesem Tag 13.000 Schritte und etwa 10 Kilometer hinter uns gebrachte hatten.

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We started our little tourists tour with Amalienborg, the winter residence of the royal family. The architecture in the inner city in Copenhagen is fantastic! I had to stop every few meters to take some photos. The danish girl hated me for that. We tried to find the castle via her GPS and endet up at Nyhavn. The colored houses with the sailboats offered me a great view. We decided not to take one of the guided boats tours – in summer its maybe great, but we are not that much tourists to do that in winter. A few streets further she showed me the place for our New Years Party – „Over there, can you see the swedish flag, thats the location!“ – Great! Nice area.

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On our way to the castle we entered a church. Why not; if its there, lets go in have a short look. The special: chinese flyers. Seems to be a favorite for chinese tourists. There shall be a concert at new years at 4:30pm; I suggested to listen with a few beers in the back of the curch while our hangover, but the danish girl said no. The castle is huge but I expected much more tourists. We saw our canadian tourists again and there were so stereotype.. walking behind the guard asking „Will I be shot now??“.. Please! The danish girl asked me if I would like to pose with one of the guards. Sorry, its like the boots tour – I am not tourist enough for that! We had a walk in the castle garden which may be really nice in summer. There was a group of older german people and we stopped there for a few minutes listening to the guide – that was my chance to translate for the danish girl. Two minutes later wie had enough culture and walked back to the shopping street. There is still nothing to wear for the party..

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The first danish word I learned was „Udsalg“ – SALE! If you want to buy great clothes for cheap prices visit Copenhagen while sale. I bought a scarf and gloves. We wanted to see the city from above and startet to climb the round tower while it was getting dark. We had the opportunity to see the view while daylight and in the night without paying twice or wait that long. After seven rounds we stopped at the bank where the stairs start and waited there later for the night. It was too cold and windy on the top. Copenhagen offers a great view – its dark and colored at the same time, with the lights and christmas decoration pretty to watch.

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Tivoli was standing on our list as well, but our feet hurted that much, that we decided not to go there. We only wanted to see the lights, not taking the rides. I am too scared for the rides. But if you like amusement parks, Bakken may be an alternative for free – but only opened in summer. We granted us another piece of cake and made window shopping till the shops closed. We bought beer and Faxe Kondi (kind of Sprite) and went home. I had Karlsberg Radler on the last party in Germany before my holiday and she wanted to try some Radler. She didn’t liked it. Seriously, I have no idea why. If you want to try: mix beer and Sprite half/half. We ordered indian food and pizza after the indian food wasn’t delivered. Beer, pizza and Sex and the City Part 2 for the end of the second day. The danish girl showed me an app – 13.000 steps and 10 kilometer on this day – of course, our feet hurted!

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2 Gedanken zu “Copenhagen – 13.000 steps to go

    • Hey, du meinst wo ich die Fotos von oben gemacht habe? Das ist der runde Turm; mittlerweile ein Observatorium. Sehr schön soll aber auch der Ausblick von der Frelsers Kirke sein; die Plattform ist aber im Winter nicht geöffnet.

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