Copenhagen – Cigares, Champagne and Jumps

Mein dritter Tag in Dänemark war der Tag weswegen ich eigentlich gekommen bin: Silvester! Nach dem Frühstück gingen wir in das Einkaufzentrum nahe ihrer Wohnung um einen dritten Versuch zu starten etwas für die Party zu finden. Ein Kleid hier, eine Bluse dort, ein anderes Kleid.. in Kopenhagen lässt sich gut shoppen, vor Allem mit etwas größeres Größen. Die Auswahl scheint viel besser als in Deutschland und auch günstiger. Auch wenn mt 25% Mehrwertsteuer die Preise etwas höher sind, sind die Teile für größere Größen nicht so viel teurer. In Deutschland ist man ja gerne dazu geneigt gleich mal 200% mehr für ein Teil zu verlangen.

Wir waren uns aber auch nicht immer einig: „Ich find das toll an dir!“, die Dänin. „Ich weiß, ich aber nicht“, ich. Ich hatte in Dänemark extreme Probleme mit meinem Bauch und so aufgebläht fand ich einfach nichts in dem ich mich wohlfühlen konnte. Ich hatte am Ende die Wahl zwischen einem Kleid, das wirklich gut war, kaschierte und nur umgerechnet 26 Euro gekostet hätte und einer Bluse mit Rüschen zum selben Preis. Ich entschied mich für die Bluse, sie kaschierte doch noch mehr und wird wohl eher wieder getragen werden als das Kleid.  Als letzte Amtshandlung besorgten wir noch ein Geschenk für die Gastgeber. Es wurde Zeit fertig zu werden.

The third day in denmark was the day of new years party – the reason for my visit. After breakfast we went to the shopping mall near her apartment starting a thirtd try to find a dress. I tried dresses, blouses, dresses, … denmark is great for shopping, especially in bigger sizes. They seem to have wide choices without that huge price gap. In Germany the shops love to raise the prices just because of a bigger size.

Me and her, we never had the same opinion. I had a lot of problems with my belly these days and it was that swollen, I felt very uncompfortable in everything. At least I found a dress which was really good looking, concealing and with only round about 26 Euro well suitable. At the end I decided to take a blouse with ruffles, which concealed much more and would be worn more often than the dress in the future. After that we bought a present for our hosts. It was time to get dressed up.

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Wir machten ein kleines Nickerchen und dann ging die Arbeit für mich erst richtig los. Ich machte ihre Haare und ihr Make Up, meine Haare und mein Make Up. Sie wollten etwas mit Flechtung und einen Dutt an der Seite und unbedingt Cat Eye Eyeliner. Dafür kauften wir extra Gelliner und ein Duttkissen. Also sollte sie bekommen was sie wollte. Wir mussten uns beeilen und ich hatte nicht mehr so viel Zeit – ich vergaß also so ein wichtiges Ding im Bad und das hieß, Lederjacke nicht ausziehen, die Bluse ist ärmellos und das geht nun gar nicht..

Wir packten schnell ein was wir brauchten; Geschenke, Flaschen, High Heels, zogen unsere flachen Schuhe an und sprinteten zur Bahn. In der Bahn fielen uns dann alle Sachen ein die wir vergessen hatten. Unter anderem auch Limetten für die Cocktails. Wir unterhielten uns darüber und die Dänin meinte irgendwann „Lass uns doch einfach nur aus Spaß mal beim Seven Eleven gucken ob die welche da haben auf dem Weg“. Unsere Sitznachbarn waren so lieb, uns auf einmal zwei Limetten zuzuwerfen – so hätten wir wenigstens etwas. Toll, oder?

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Die Dänin fragte mich „Springt ihr um Mitternacht von der Couch?“ – und ich guckte sie entgeistert an „Warum sollten wir das tun?“ – die Nachbarn lachten und sie erklärte mir den Brauch. An der Bahnstation mit dem weißen Haus mit der hübschen Weihnachtsdeko trafen wir drei Freunde von ihr und gingen gemeinsam zur schwedischen Botschaft. Die Gastgeber sind schwedische Diplomaten und haben eine Wohnung im Gebäude. Eine wirklich tolle Altbauwohnung! Die Gäste waren alle etwas in meinem Alter, die Dänin war die jüngste. Sie waren alle sehr elegant gekleidet – was sich aber später als typisch herausstellte. Selbst in der letzten Spilunke trugen die dänischen Männer Fliege – scheint sehr Mode zu sein dort. Wir waren 13 Gäste (schwedisch, dänisch, deutsch und finnisch). Es gab ein sehr gutes Dinner vom Caterer welches in Gemeinschaftsarbeit nach Anleitung des Caterers fertigestellt und serviert wurde. Für solche Feiern braucht das Diplomatenpaar unbedingt einen größeren Tisch, aber so waren wir auch alle gezwungen unbekannterweise miteinander zu interagieren und uns zu unterhalten.

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Wir schauten gemeinsam die Ansprache der Königin. Kurz vor Mitternacht dann eine Diskussion: das Ding mit dem von der Couch hüpfen flammte wieder auf. Es ist Brauch in Dänemark um Mitternacht gemeinsam von der Couch ins neue Jahr zu springen. „Nicht von meiner neuen Couch!“, so der Diplomat. In Schweden würde man sich einfach küssen, das reiche doch. Wir waren aber nicht in Schweden! Wir einigten uns darauf: kein Wein in der Hand, keine Schuhe an und alles was kaputtgehen oder umkippen kann weit weg. Und so standen wir auf Couch uns Stühlen im Halbkreis um den Fernseher, hielten uns an den Händen und machten einmal „hopps..“ ins neue Jahr. Die Champagnerkorken flogen durch die Wohnung, der Neujahrskuchen wurde aufgeteilt und das typische „Frohes Neues“ wurde verkündet. Schuhe wieder an und raus ins erleuchtete Kopenhagen. Die Feuerwerke waren viel schöner als die in Deutschland, viel größer; die nervigen Böller offenbar unbekannt und unser Standort perfekt. Und so standen wir am Wasser mit Champagner und Zigarre und konnten um uns herum ohne Häuser im Blickfeld die Feuerwerke genießen.

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Die Dänin und ich zogen mit zwei der schwedischen Herren los. Sie wollten nach Hause, wir noch in eine Bar – so blieben am Ende nur noch die Dänin und ich, aber nicht lange. Die Bars begannen irgendwann zu schließen und gegen acht Uhr war ich dann auch im Bettchen. Ich gestehe: ich hatte noch nie so einen Kater wie am Tag danach. Nie.. Frühstück? Klar.. ich machte die Eier, kämpfte dabei mit mir und legte mich nach zwei Bissen wieder ins Bett – das Frühstück ist auch später noch gut und gegen sieben war ich dann in der Lage auch etwas zu essen. Wir machten einen Spaziergang zum Seven Eleven, kauften Softdrinkt, chinesische Nudelsuppe, Chips und Süßigkeiten und zelebrierten unseren Kater mit weiteren Filmen. Immer noch kränkelnd trat ich dann am zweiten Januar nachmittags die Heimreise an.

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After a little nap we started dressing up for the party. I had to make her hair style and make up and mine. She wanted to something braided and an updo at the side and cat eye make up.. if she wants it, she’ll get it. We packed the gift, our heels and the champagne into a big bag and run to the train.

Inside we talked about the things we’ve forgotten – shaving under the arms, so I had to wear my jacket the whole time; my gift for the hosts; lime for the cocktails.. she said „Lets stop at the Seven Eleven to see if they have some limes there, just for fun“ – a couple sitting next to us recognized that and gave us some. Great! She asked me „Do you guys jump from the couch at midnight?“ – I were confused and aked her „Why should we do that?“; the couple laughed and she explained the convention to me.

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We met some friends of her at the metro station with the nice decorated hotel and went to the embassy of sweden. The hosts are diplomats and living in the building of the embassy. They have a really nice old apartment! The danish girl was the youngests; the other guests were in my age. They were all dressed very nice and later I recognized that the danish men, even in the fucked up pub, were wearing bow ties – that’s great! I like that! We were 13 guests – swedish, danish, german and finnish. We prepared the dinner and served it all together. The table was a little bit too small but perfect for us to get in touch.

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We watched the queens speech and after that the jumping-discussion started again. The diplomat said „You will not jump from my new couch! In sweden a simple kiss is enough!“ – after compromising: without wine, shoes and nothing in the near its ok. We were standing there on the chairs and couch half around the TV and at midnight we really jumped into the new year. The bottles popped, the new years cake was shared and the whole „Happy New Years“-hugs-thing went on.. we went outside to watch the fireworks. The location was great. We were standing there at the water without houses in our field of view, having champagne and cigarres and celebration new years.

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The danish girl and me left the party with two swedish guys willing to stop at some bars. The guys were tired and left us, so it was just us two.. but not that long. We left the bars after they closed and at 8am I were lying in the bed.. waiting for hangover. Seriously, I never felt that bad! It was the hangover of my life; i couldn’t eat up to 7pm. We went to the Seven Eleven at the corner, bought some soft drinks, chinese soup, chips and sweets and watched films again.. I left at the 2nd of January, in the afternoon, still feeling sick.. it was a great party.

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2 Gedanken zu “Copenhagen – Cigares, Champagne and Jumps

  1. Oh man, jetzt muss ich Kopenhagen auf meiner Städtereise-Wunschliste vlt. doch ein bisschen nach oben schieben😉
    Die Bilder sind mal wieder toll geworden und es hört sich an, als hättet ihr eine gute Zeit gehabt da oben. Ein ‚frohes Neues‘ übrigens noch…
    Liebe Grüße, Katha

    • danke dir auch – ja, musst du auf jeden fall mal hinfahren😀 vielleicht nicht grad im winter, weil echt vieles geschlossen ist, aber hat auch seinen charme…

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