Alles neu macht der.. April? / DIY New Old Kitchen

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Endlich war es soweit – die Sägen wurden angesetzt. Als ich von meiner alten Wohnung in die neue zog nahm ich logischerweise auch meine Küche mit. Schlaue Kinder messen hier und da auch mal die Höhen bestimmter Dinge, nicht nur Breiten und Tiefen.. bis auf diesen einen kleinen Bereich tat ich das auch in der ganzen Wohnung.. nur in der Küche irgendwie nicht. So kam es also, dass die alte Küche nicht hineinpasste; die Spüle zu hoch war und das Fenster sich nicht öffnen ließ; die alten Wände die Hängeschränke nicht einfch so tragen wollten; und und und. Gut, das Haus ist beinahe 100 Jahre alt; ich habe ihm seine Wände eingerissen und hier und da etwas kaputt gemacht – die Rache sei ihm also gegönnt.

Wie macht man also nun aus alt neu ohne Geld?

Finally, we started to change my old kitchen into a newer, better version. The kitchen from my old appartment didn’t fit into the new and I needed to wait nearly two years till I could start the make over. So, how can you accomplish this old-to-new-thing without money?

Als erstes habe ich einen Plan gemacht – ganz klassisch. Maße hier, Maße dort, Schrank hier, Schrank dort.. dann stellte ich den Plan meinem Bruderherz vor und er nickte ab.

Weiter fingen wir an die bestehenden Schränke teils abzusägen, teils zu zersägen. Der alte Spülschrank ist nun auf gleicher Höhe mit dem Fensterbrett; der metallische Spülteil wurde entsorgt. Der hohe Schrank wurde in zwei Teile zersägt und so zu zwei einzelnen Schränken, die weiteren neuen Stauraum bieten und als Unterbau für die neue Arbeitsplatte dienen.

Der niedrigere Schrank, vorher neben der Spüle, war eine Maßanfertigung meines Bruders für die alte Wohnung – sieht zwar oberflächlich betrachtet aus wie die anderen Schränke, wird aber vermutlich noch 200 Jahre halten und wiegt alleine mehr als alle anderen Schränke zusammen – echte Tischlerwertarbeit 😀 Dieser sollte ebenfalls als Unterbau dienen und erhielt einen Aufbau aus Klötzchen um die Arbeitsplatte auf gleiche Höhe zu bringen. Mein Bruderherz wollte ursprünglich aufbocken; ich erklärte ihm, ich möchte die Klötzchen auf dem Schrank haben – so entstand ein weiterer Stauraum für Auflaufformen und Pfannen. In der alten Wohnung hatte ich einen Tresen in der Küche (natürlich Eigenbau) und die Klötzchen sägten wir aus den ehemaligen Beinen, da sie bereits mit weißer Folie bezogen waren.

Die Arbeitsplatte ist preiswert als schmale und unbehandelte Version im Baumarkt in verschiedenen Größen zu erhalten (hier für 4 Meter etwa 60 Euro). Kurz angeschliffen und mit Klarlack lackiert (8,00 Euro für m²) wird sie so preiswert zur Alternative zu den sehr teuren Küchenarbeitsplatten. Für die Fensterseite entschieden wir uns für eine Tiefe von 0,60m – eine angenehme Tiefe für ausschweifende Arbeiten und genug Ablagefläche beim Abwaschen und für die anderen Seiten eine Tiefe von 0,40m – so tief ist auch der Schrank (nun neben dem Herd) und es entsteht ein bündiger Abschluss. Der kleine Schrank neben dem Kühlschrank erhielt einfach nur die neue Platte.  Spülbecken und Wasserhahn habe ich für insgesamt 30 Euro bei Ikea gekauft; für mich als Single vollkommen ausreichend.

Die Hängeschränke fanden endlich den Weg an die Wände und da ich keine Fronten für die sebstgebauten Unterbauten am Fenster hatte und auch nicht bauen wollte, kaufte ich eine Gardinenstange (2 Euro) und zwei Halterungen (weitere 4 Euro), sowie ein Stück Stoff (7,50 Euro). Auf Facebook und Instagram konntet Ihr ja meinen Näherfolge verfolgen. Man muss nicht Nähen können – ich entschied mich eben aus diesem Grund auch für einen unifarbenen Stoff. Gerne hätte ich auch einen Musterstoff genommen; mangels Nähkenntnisses wäre die Herausforderung auch auf das Muster achten zu müssen jedoch nur unnötige Arbeit gewesen. Es reichte, dass ich von Hand genäht habe. Die Seiten säumen, oben einen breiten und hohlen Saum für die Gardinenstange einnähen und unten zum Abschluss das gleiche. Ich war zu faul die gesamten 4 Meter oben und unten komplett zu nähen und habe nur die Seiten rechts und linkt etwa 5 cm eng und stark zusammengenäht und dazwischen etwa alle 5 cm einfach nur ein etwa 1x1cm großes Kreuz als Fixierung gesetzt. Auf Kreuselband habe ich bewusst verzichtet; das ist ein Küchenvorhang, nicht Omas Gardine.

Die Gartenbank stand schon immer in meiner Küche – die ist ursprünglich von meinem alten Balkon; schlicht weiß gestrichen. Durch die neu gewonnene Fläche finden auch die Elektrogeräte, die vorher alle auf dem Kühlschrank standen mehr Platz und das Bild lockert sich auf.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Es zeigt, dass der Tausch einer Arbeitsplatte (oder überhaupt Einbau) schon viel im Gesamtbild ausmachen kann. Wenn Euch die Farbe Eurer Küche nicht mehr gefällt, könnt Ihr sie auch streichen oder mit Folie bekleben, neue Griffe einsetzen und schon habt Ihr Euch mit wenig Geld neue Fronten geschaffen. Mich stört einzig die Höhe der Küche. Die alte war mit bereits zu niedrig; die neue ist nun mit eine Arbeitshöhe von etwa 82 cm auch nicht besser. Bei meiner Körpergröße von 1,73m sollte sie bei etwa 95 cm liegen um eine rückenschonende Umgebung zu schaffen – ich kann nun aber das Fenster nicht versetzen und drumherumbauen.. mein Bruderherz hätte mich erschlagen. Vorteil der niedrigen Höhe: um nicht zu lange in der niedrigen Spüle abwaschen zu müssen, sollte ich mir angewöhnen keinen Abwasch stehen zu lassen.. mal sehen, ob das klappt.

Für die leere Wand (Herdseite) möchte ich noch ein Regal bauen – mit Brett und Haken, zum draufstellen und anhängen.

First of all I presented my plan to my baby brother and he agreed – the beginning was made. We made the sink shorter to bring it at one high to the window. The high cupboard was cutted into two halfes to create two new cupboards beside the sink as substuction for the new countertop. The smaller cupboard was made by my baby brother for my old flat – with some small blocks we created new stowage and brought it as high as the other cupboards. All in all the materials were very cheap – we used material we had, cupboards we had and new material was bought for less prices. The countertop, e.g., was laquered by myself and cost all in all for 4 meters round about 70 Euro/95 $).
New space was created for the electrical appliances and everything looks much tidy than before. I have to build a rack for the empty wall; something to put sth. on the top and to hang sth. up.
Actually the working high is too small with 82cm for me (1,73m tall) – I should have 95cm but the window is just to low. I should do the washing up now much earlier for a shorter time in that high; could be a benefit.

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schon ausgeräumt

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4 Gedanken zu “Alles neu macht der.. April? / DIY New Old Kitchen

  1. wow, super Ergebnis, und super viel Geduld sicher auch… Habt ihr toll gemacht! Ich bin so faul, ich hätte wohl so lange mit geschlossenem Fenster gewartet, bis ich mir eine neue Küche leisten konnte 😀 Ich möchte manchmal auch so sein!! War ich früher auch eher so… Je mehr Zeit vergeht desto fauler werde ich 😛

  2. auf diesen Post war ich nach den ganzen facbeook-Meldungen ja schon gespannt, da bei mir bis ende des Jahres ein komplettes Wohnungs-Make-Over ansteht und ich es immer spannend zu sehen finde, wie andere, solche Dinge lösen.

    die Idee mit den Klötzchen auf den Schränken finde ich super – da weiß man endlich wohin mit Pfannen und Co.

    sehr schön geworden!!

    wenn Du mal keine Projekte mehr für Deinen Bruder hast… ich hätte da noch ein paar Ideen 😉

    • haha danke, aber an ideen mangelt es mir bei weitem nicht 😀

      leider musste ich mir von meinem bruder auf das bestimmte zehnte mal „ich will auch mal was machen!“ sagen lassen: „nein! ich mach das; ich vertrau nur darauf wenn ich das mache!“ – über das regal informiere ich ihn gar nicht erst – das baue ich alleine! 😀

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