„Die hat’s richtig gemacht!“ / „She has done everything correctly!“

hochzeit_kinder_haus

Das sagt die Frau Braut aka. Madame C. sehr oft.. wenn es um andere geht; ehemalige Freunde/Bekannte/Klassenkameradinnen.. „Die hat’s richtig gemacht!“. Da dreht sich mir immer stark der Magen um. Denn im Umkehrschluss mache ich gerade alles falsch. Sie ist mit dieser Meinung nicht alleine.

„Die hat’s richtig gemacht!“ meint: früh einen reichen oder gut verdienenden Mann genommen, ein Kind bekommen, evtl. geheiratet und ein Haus gebaut/gekauft. So scheint es nicht nur in ihrer Auffassung richtig. Die Gesellschaft macht es uns vor. Ich saß mit etwa 24 vor meinem Frauenarzt und er eröffnete mir, wir müssten nun damit beginnen meine Impfungen aufzufrischen. Die Kinderkrankheiten. Warum? Weil wir damit rechnen müssen, dass ich demnächst schwanger werde und da sollten die Impfungen aufgefrischt sein. Durchaus richtig. Ich eröffnete ihm, das müsse noch nicht sein. Ja, doch.. in meinem Alter müssen wir damit rechnen. Nein, ich weiß das zu verhindern – Sie sorgen dafür; monatlich, für viel Geld. Er hat es nicht akzeptiert. Es sei doch bei allen so und man weiß ja nie wie schnell das geht. Soll er halt impfen und mich dann in Ruhe lassen.

Meine Großeltern wünschen sich nichts sehnlicher als ein Urenkelkind und daraus machen sie auch kein Geheimnis. Vielleicht würden sie das ja noch erleben, fiel letztens; ich habe es gehört und dazu dieses verschmitze Grinsen und das mitfühlende Nicken und dieses „Mhh, joa…“ wie bei kleinen Kindern die gerade etwas toll gemacht haben und man ganz stolz auf sie ist und ich dann sagen würde: War ’nen Scherz! Bevor ihr sterbt rennen hier drei kleine Minimes herum. Es ist ja nicht so als gäbe es nicht eine Enkeltochter mit festem Freund und Haus, Job, und festen Bindungsambitionen – soll die doch ’nen Kind kriegen! Die Eltern haben es mittlerweile aufgegeben regelmäßig irgendwelche Sprüche zu dem Thema fallen zu lassen; es gibt genug Frischlinge im Bekanntenkreis; sollen sie sich doch da eines ausleihen, wenn sie Babys schaukeln wollen. Und auch als ein Bekannter nur die neuen Sommerreifen auf die Felgen ziehen sollte (stolzer frischer Zwillingspapa; ein Jahr jünger als ich) konnte er sich nicht die Frage verkneifen, ob ich den Eltern schon einen neuen Freund präsentiert und meinen Eierstock auf Babyproduktion getrimmt habe. Und wehe gleichaltrige Töchter Bekannter sind schwanger oder wollen heiraten – und Eure? Ja, nee, die will nicht.

Ja, nee.. ich will nicht! Aber das könne ich doch so nicht sagen! Ich könne doch nicht wissen, dass ich das nicht will. (Meine Kollegin, erst letzte Woche wieder gehört; Standardreaktion auf „Nee, ich will jetzt keine Kinder!“). Ich sage ja auch nicht „nie“. Ich sage nur ganz klar: Ich finde nicht, dass eine Frau Mitte Zwanzig mit einem Ehemann und einem Baby im Einfamilienhaus alles richtig gemacht hätte. So.. da ist es. Ich finde, das ist nicht richtig. Nicht richtig für mich! Natürlich gibt es viele, den Großteil, die Erfüllung darin finden sich mit Anfang/Mitte Zwanzig schwängern zu lassen und sich an einen Mann zu binden. Meine Favoriten dabei: man könne sich ja scheiden lassen. Bombenidee! Vor Allem für die Kinder!

Für mich steht fest: Ich will keine Kinder! Nicht in den nächsten Jahren. Ich weiß, dass sich diese Meinung mit dem richtigen Mann ganz schnell ändern kann. Ich saß des Öfteren in der U-Bahn und schaute wehmütig auf die Kinderwagen der jungen, gerade zugestiegenen Mütter, mit ihren laufenden Metern und ihren großen Kulleraugen, den dicken rosa Bäckchen und der Rotze an der Nase. Mir blutete in dem Moment das Herz, weil ich wusste, dass ich mit meinem damaligen Freund zwar offen über Kinder gesprochen habe – zwei möchte er; einen Jungen und ein Mädchen – aber ich durchaus wusste, dass unsere Beziehung keine Kinder zulassen wird; nicht demnächst, auch wenn sie schon ein paar Jahre dauert. Ich träumte nachts von diesem Kleid; aus Spitze, lange schmale Ärmel, großer mit Spitze besetzter Ausschnitt, eng anliegend und kleiner Schleppe. Die Haare zu einer Seite, große Wellen und ein Oldtimer im gleichen champagnerfarbenen Ton wie das Kleid. Mein Freund im braunen Anzug, mit Fliege und champagnerfarbener Weste und einem Tränchen im Auge. Meine Mutter eröffnete mir, wenn ich von meinem Brautkleid träume, dann bin ich soweit. Damals wollte ich auch nie weg. Ich konnte mir nie vorstellen meine Heimat wirklich zu verlassen. Ich hätte gerne so ein Häuschen auf dem Dorf gehabt; Stadt war noch nie mein Ding.

Ich war totunglücklich!

Aber nicht, weil wir nicht verheiratet waren, mit Nachwuchs und Eigenheim. Hätte ich alles richtig gemacht und mit diesem Mann ein Haus gekauft und ein Kind bekommen und vielleicht geheiratet.. ich wäre vermutlich immer noch totunglücklich. Ich habe mich von ihm getrennt. Ich habe in den letzten zwei Jahren schwer damit zu kämpfen gehabt ihn von mir fernzuhalten – you know – meine Entscheidung war nicht seine Entscheidung und diese Trennung war zwar vermutlich eine der schwersten Entscheidungen in meinem bisher noch jungen Leben, aber auch die einschneidenste. Ich flüchtete mich in ein Leben, dass ich eigentlich nicht wollte. Ich dachte zumindest, dass ich es nicht wollte. Ich floh und entdeckte wie es wirklich „richtig“ ist.

Im Forum von silk&salt fragte letztens eine Bloggerin nach Vor- und Nachteilen des Singlelebens. Bisher stehe ich mit meiner Meinung alleine da:

(…) prinzipiell sehe ich in einer beziehung für mich aber nur nachteile – ich denke, das ist immer situationsabhängig; wo stehe ich gerade im leben und wo will ich hin und welche rolle würde da ein partner spielen?

für mich würde ein freund einfach nur ein hindernis darstellen. ich möchte nicht auf jemanden achten müssen bei meinen entscheidungen; ich möchte mich nicht regelmäßig bei jemandem melden müssen; ich will mich frei bewegen können (international); ich möchte mit niemandem sinnlose diskussionen führen müssen wann ich was, wo, wann und warum mache oder nicht und was ich tun sollte, weil es zu einer beziehung gehört; ich habe keine lust darauf ständig jemanden in meiner nähe zu haben; ich will nicht einmal zu meiner eigenen familie – dann erst recht nicht zu einer fremden; ich will nicht zu feiern gehen müssen von leuten die ich evtl. nicht mag nur weil es seine freunde/kollegen sind; ich habe keine lust eifersüchtig zu werden oder dass er eifersüchtig wird; ich will kommen und gehen können wann ich will – im wahrsten sinne, nicht nur nach hause (zurück nach china, nach australien, nach irgendwo, im fremden bett.. ); ich will keine diskussionen á la “wie wird unsere zukunft aussehen / kinder / haus / wo in den urlaub / gemeinsames konto / wir sind doch langsam in dem alter / hochzeit / bla bla bla”; ich will wie der letzte assi in jogginghosen und bekleckertem shirt fernsehen können am sonntag ohne angst haben zu müssen, nicht hübsch genug für meinen neuen freund zu sein; ich habe keine lust auf dieses ausgleichspielchen (wer zahlt, wer fährt, immer ich, nie du..); ich habe keine lust kritisiert zu werden wegen kleinigkeiten nur weil ihm die kleinen macken nicht passen; ich will auf meinen wegen machen können was ich will (netter typ.. nehmen wa mit) – treue ist nichts was ich grad will, betrügen möchte ich aber auch keinen; ich habe keine lust auf kleine notlügen; ich will mich nicht über kleine geschenke freuen müssen weil ich ihm am anfang noch nicht an den kopf werfen will, dass ich mit dem romantischen gedöns rosen, wein, pralinen, etc. nichts anfangen kann…

und ich könnte ewig so weiter machen. ich denke, es kommt darauf an, wo man hin will. ich habe klare ziele für die nächsten monate und ich sehe aber auch bei meinen freunden wie es ist zu heiraten und kinder zu bekommen, eine lange beziehung zu haben.. ich habe keine geduld für diese ganzen kleinen typischen beziehungskabbeleien die unweigerlich kommen und wurzelnschlagen; ich will keine kinder, kein haus und schon gar keine bindung an ort und person.

ich kann klar sagen die große liebe schon gefunden zu haben und ich habe es auch 5 jahre mit ihm probiert, aber ich bin dafür einfach nicht gemacht. noch nicht; ich denke nicht, dass sowas ein dauerzustand ist – aber meine teeniezeit war singlezeit, anfang zwanzig als single kann ich nur jedem empfehlen und auch die endzwanziger werden singlezeit bleiben und wenn alles gut läuft auch die dreißiger und ich könnte beim gedanken daran schon breit grinsen..

Wenn ich es endlich geschafft habe mich zu entscheiden was ich als erstes anpacke und wo es mich hinführen wird, dann habe ich alles richtig gemacht! Wenn ich international da war wo ich hin wollte – beruflich, wie privat – wenn ich endlich wieder dieses freie Gefühl wie in China habe und nicht das Gefühl eingeperrt zu sein durch Verpflichtungen wie jetzt gerade, dann habe ich alles richtig gemacht.

Und wenn ich soweit bin mich an Ort und Person zu binden, dann kann es ein reicher Mann sein, muss es aber nicht. Denn wenn ich alles richtig gemacht habe, kann es mir vollkommen egal sein, wie viel Geld der Mann hat. Ich werde so verdienen, dass ich keinen Mann brauche. Ich werde kein Kind bekommen müssen, dass mir nach der Trennung einen gewissen Unterhalt sichert. Ich werde kein Haus brauchen, was er mir bei der Scheidung überlassen muss. Ich werde vermutlich nie ein Haus haben; zumindest keine Dauerunterkunft und ich werde vermutlich diejenige sein, die dann Unterhalt zahlen muss; so what..? Ich hatte mit dem Ex eine kurze aber intensive Diskussion über gemeinsame Konten – Nein, will ich nicht – verstand er nicht. Er kennt es von seinen Eltern nicht anders; für ihn wird es normal sein seine Frau zu finanzieren, was ihn auch daran hindert sich teilweise wirklich auf jemanden einzulassen, da ist er einfach noch nicht bereit zu.

Liebe Männer, es gibt noch Frauen, die alleine leben können – die alleine bezahlen können – die Euch nicht brauchen; finanziell. Sie brauchen Euch um euretwegen; als Mann an der Seite; als Freund; als Partner – nicht als Geldbörse. Nicht als Sparschwein. Nicht als Unterhalt.

Ich finde – und schlagt mich ruhig, die Schläge stecke ich mit einem Grinsen ein – ich finde nicht, dass Frauen, die sich zeitig schwängern lassen und sich an einen Mann binden, weil er sie gut unterhalten kann, etwas richtig gemacht haben. Frauen, die sich dafür entscheiden Mutter und Hausfrau zu sein, weil es finanziell kein Problem ist, bitteschön – sofern sie es nicht machen, weil sie zu nichts anderem taugen; weil sie beruflich nie etwas sinnvolles gemacht haben. Es gibt Frauen, die freiwillig Teilzeit arbeiten und freiwillig Vollzeitmama sind; die aber ohne Mann und Kind durchaus ein selbstständiges Leben hätten. Es gibt aber leider auch viele Frauen, die eben das nicht hätten – die vermutlich irgendeinen schlechten Job machen würden, wenn sie denn einen Job hätten, bei dem sie nicht viel verdienen und unglücklich sind, nur weil sie nicht genug Hummeln im Arsch hatten sich selber voranzutreiben und ihnen von der Gesellschaft dieses unglaublich schlimme Bild der vom Mann unterhaltenen Mutter eingebläut wurde. [Ist rausgekommen, dass ich nicht alle Hausfrauen und Vollzeitmütter verurteile?]

Ich finde auch nicht, dass diese Familien vor Glück strotzen.. wenn ich manchmal sehe, wie die Paare miteinander umgehen und leben, würden sie ohne Kinder vermutlich gar nicht mehr zusammen sein. Sehr schön finde ich auch immer „Ich will mich von ihr trennen…“ – „Und, schon Schluss gemacht?“ – „Wir heiraten im Sommer; sie ist schwanger..“ – Ja, super! Wenn das nicht „alles richtig gemacht“ ist! Laut Definition hat sie jedenfalls alles richtig gemacht: Mann gebunden, Gesellschaftsschuld für den Generationenvertrag erfüllt, Unterhalt gesichert.

Meine Definition von „alles richtig gemacht“ ist folgende: Sie hat ihr Leben gelebt, wie sie es für richtig hielt; hat Kinder bekommen, als sie sie wirklich wollte; mit dem Mann den sie wirklich liebte; an dem Ort, an dem sie glücklich war und ist mit einem Lächeln und ohne das Gefühl etwas verpasst zu haben gestorben. Ich habe unglaubliche Angst vor dem Älterwerden und dem Tod und genau so will ich sterben, wenn ich schon sterben muss.. vielleicht ledig, kinderlos und ohne Wohneigentum, aber erfüllt, auch wenn das bedeutet Eurer Meinung nach alles falsch gemacht zu haben. Solltet Ihr so einschlafen, mit Kindern etwa 25 Jahre jünger als ihr, einem (Ex-)Ehemann, im eigenen, seit 50 Jahren bewohnten Eigenheim; dann habt Ihr auch alles richtig gemacht. Aber akzeptiert, dass es nicht „falsch“ ist, es anders zu machen.

Ms. Bride aka. Madame C. is often saying this sentence: I hate it. She means: getting pregnant early; marrying a rich man and buyin a house. If you have done it in this way, you have done everything correctly. She is not alone; everybody seems to think in that way. I am 27 now and the discussion about marriage and children is onipresent. My gynecologist, my grand parents, my parents, friends, colleagues, everybody askes several times a month /sometimes weekly about boyfriend and children and stuff like that.

Attention, please! I don’t think so! I don’t think getting pregnant early, marrying and building houses is the right way. I was dreaming about children and marriage before I broke up with my exboyfriend and I was extremely unhappy. And I would be, if I wouldn’t have changed my life into a life I thought I don’t want before! Babys and relationships and staying at one place for the rest of my life seems to be the worst idea I could have! I loved my boyfriend, but I hated this relationship-thing! I hated everything what happens between to people, together; these little fights and discussions and all the obligations.

I want to see so much, explore the world, do whatever I want to do, where I want to and with whom I want it to! I’m not sure if all the women, who „made it correctly“ really made it correctly.. the most young women don’t seem to be as happy as they could be if they would have chosen their own way and the one the society wanted for them.

My definition of „done everything correctly“ is: She lived her life the way she wanted it, had children when she really desired them, with the man she really loved, at the place where she was really happy and died with the feeling to have done everything right and haven’t missed anything! I am extremely scared in dying and that’s how I want to die – even it means to disappoint you all and doing everything wrong! If you fall asleep forever like that, with children 25 years younger than you, an (ex-)husband, a house you lived in for the last 50 years, then you really have done everything right! But, please, accept the fact, doing it „wrong“ is not always wrong.

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8 Gedanken zu “„Die hat’s richtig gemacht!“ / „She has done everything correctly!“

  1. Grandios! Ich kann dich so gut verstehen! Ich war letzt zum Beispiel auf der Hochzeit von Freunden und bin mit meinem Freund schon seit 5 Jahren zusammen.. Da kam auch alle Nase lang einer „Uuuuund, wann isses bei euch endlich soweit?!“ … Keine Ahnung? Wenn WIR Bock drauf haben?! Wir wohnen auch erst jetzt seit einem halben Jahr zusammen. Vorher hatte er seine eigene Wohnung, ich meine. Ging prima.
    Und das Thema mit der Selbstverwirklichung kenne ich auch. Ich habe eine Ausbildung gemacht, arbeite jetzt im 3. Jahr in dem Beruf und will nun ab Oktober (so Gott will) noch einmal alles umschmeißen und 5-6 Jahre studieren gehen.. Da haben wir kein Geld für Hochzeit, Haus, geschweigedenn Kinder… Ich finde es vollkommen okay mit 32 oder so zum ersten Mal Mama zu werden.. Es ist wichtig, dass ein Mensch individuell seinen eigenen Weg gehen kann und wer mir mit gesellschaftlichen Normen oder Traditionen kommt, der kann mich gleich mal am … und so 😀 Ich lasse mir nicht aufzwängen, nur weil es „jeder“ so macht.. Sollen „alle“ das so machen, ich nicht! Stimme dir also vollends zu.
    Sollen die Leute reden und mich für komisch oder egoistisch oder sonstwas halten, bitte. Habe ich kein Problem mit 🙂
    Wir verstehen uns 😉

    Liebe Grüße,
    Amelie

  2. Mal wieder super geschrieben.
    Bin seit 15 Jahren mit meinem Männel zusammen. Nicht verheiratet, kein Haus, keine Kinder. Um uns rum sprießen die Nachkömmlinge, dasses nur so kracht. Ständig die Frage, wann wir uns auch vermehren, warum wir nicht heiraten, etc. Beim Einzug in die größere Wohnung Anfang diesen Jahres war die meistgestellte Frage: hat das dritte Zimmer einen Grund? Antwort: ja, wir wollen mehr Platz. Mein Männel nimmts locker, mich nervts. Es werden alle rechtzeitig erfahren, wenns so weit ist. Es war noch nie mein erklärtes Ziel, mit 30 Mann, Kind und Hof zu besitzen. Für die, die das so wollen und auch so erreicht haben ist das doch prima, für mich ist es aber so passend, wie ich das mache und das ist bitteschön auch zu tolerieren.
    Viele liebe Grüße, Katha

    • haha.. ich kann mir vorstellen, dass es in einer (vor allem langen) beziehung noch viel schlimmer ist. heirat halte ich ohnehin für unnötig; früher gab es mal andere gründe warum eine heirat sinnvoll ist; heute ist es ja eigentlich wirklich nur noch rein aus liebe und die braucht meines erachtens nach keinen trauschein.
      halte durch sis; dein uterus – deine entscheidung 😀

  3. Ich finde zu diesem Thema sollte jeder seine eigene Meinung haben. Ich sage nur eins: Meine Nachbarn hatten ALLES was sie erreichen wollten ( Geld ohne Ende, sind überall gewesen und haben sich in allem verwirklichen können). Als sie Kinder wollten, konnten sie keine bekommen. Im Endeffekt hat ihre Beziehung sehr darunter gelitten. Ich denke wenn man in dieser oder jener Situation steckt (sei es Single oder Partnerschaft), will man immer das was man nicht haben kann und muss leider Gottes auch mit Konsequenzen rechnen. Eine Karriere wird Abends nicht auf dich warten und dich in den Arm nehmen.
    Ich persönlich, habe sehr früh den richtigen Mann gefunden (mit 22) und ich habe nicht das Gefühl, dass ich was verpasst hätte.Denn das Wichtigste ist immer noch sich die Freiheit zu lassen auch Sachen alleine machen zu können. Ach ja, ich habe 3 Kinder, bin verheiratet und baue nun zum 2. mal -gewollt habe ich das irgendwann mal. Ist aber alles anders gekommen und im Endeffekt bin ich froh darum. Ich weiß halt dass ich mich auf meinen Partner verlassen kann sowie er auch auf mich. So haben wir auch , trotz Kinder, ein halbes Jahr in England gelebt und 3 Monate in Amerika. Ich denke es ist auch eine gewissen Einstellungssache. Wie gesagt es gibt in allem Vor- und Nachteile, man muss sich nur damit Wohlfühlen für was man sich im Endeffekt entscheidet. Aber ein toller Beitrag und ich denke du stehst auch nicht alleine da.
    LG
    Katharina

    • wie du es sagst; jeder sollte das selber entscheiden und machen wie er es für richtig hält – wenn man es allerdings nicht so macht, wie es gesellschaftlich ideal ist, muss man sich permanent rechtfertigen, auf diskussionen einlassen, sich belehren lassen und und und.. und das ist so tierisch anstrengend. wenn man als frau mit ende zwanzig noch kein kind hat und erst recht keinen partner, hat man irgendwie ein fadenkreuz auf der stirn für menschen, die einem erstmal die welt erklären.müssen.

      • Naja andersrum ist es auch furchtbar. Da wird man schon schief angeschaut wenn man jung ist und schon Kinder hat. In Berlin wurde ich sogar als „Asozial“ beschimpft. Das fand ich dann so gar nicht nett, vor allem ich lebe in München und habe da auch ein Haus, meine Kinder sind super gepflegt und auch mein Mann und ich sind „vorzeigbar“ 😀 , wir haben beide Berufe und sind berufstätig (von Asozial bin ich weiiiit weg entfernt). Und dann wird einem noch unterstellt, dass man bestimmt auch nichts gelernt hat. Was bei mir definitiv nicht so ist. Aber deinen Standpunkt kann ich auch voll und ganz nachvollziehen. Ich habe eine Freundin und bei ihr wird auch ständig nachgefragt ,“warum sie keinen Freund hat“ „will sie überhaupt Kinder“…etc. Die selbe Leier. Warum lässt man Menschen nicht einfach so sein wie sie sind. Leben und leben lassen :).So das war nun das Wort zum Wochenende *lach* (eigentlich wollte ich nicht so viel schreiben *hahaha*).
        LG Katharina

      • haha immer schreib – ich les das gerne 😀

        naja, in berlin sind 30% single und gefühlte 180% wirklich assi.. vermutlich daher 😀 aber wie mans macht, machts mans nie richtig: machst du karriere und bist mutter, bist du eine rabenmutter; gehst du nicht arbeiten, bist du assozial; hast du keine kinder, bist du egoistisch; hast du keinen partner ab einem bestimmten alter oder seit einer gewissen zeit, bist du homosexuell und traust dich nur nich es zu sagen.. ich denke, wie gesagt, wenn jeder am ende seines lebens sagen kann, er bereut nichts (wesentliches), war es genau so richtig und um fehler zu korregieren haben wir nun wirklich genug zeit und möglichkeiten, wenn mal was schief lief 😀

        ein schönes sonniges wochenende wünsche ich dir!

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