Kleine Raupe Nimmersatt – Was tun gegen Fressattacken? / Snack attacks and what to do

Fressattacken

Es gibt diese Zeit im Monat, vor der graut es mich immer etwas. Diese eine Woche.. nicht wegen der Stimmungsschwankungen; Zicke sein kann ich immer; auch nicht wegen der Schmerzen;.. die Fressattacken sind es!

In den letzten Jahren wird es immer schlimmer. In den ersten Tage meiner Periode werde ich nicht satt und habe aber auch nicht die Stärke, mir nicht alles essbare in die Gusche zu schieben. Ich habe dann wirklich Hunger. Mit Magenknurren und Bauchweh und richtigem seit-Tagen-nichts-gegegssen-Hunger. Ich bin glücklicherweise nicht wie andere und esse dann Massen an Süßkram. Ich bin der herzhafte Typ. Süßigkeiten sind lecker, ohne Frage, aber mit einem trockenen Brötchen macht man mir eine viel größere Freude. Und so kommt es, dass es vier, fünf oder sechs Brötchen werden können, wenn sie greifbar sind. Mein Bruder guckte mich ganz entsetzt an, als ich ihn fragte, ob er das Brötchen noch isst – nein, war noch vom Frühstück. Ich biss hinein.. es war abends – ich steh auf alte Brötchen. Ob hart oder wie Gummi; alte Brötchen können mein Herz genauso erweichen wie trockene Knollen direkt aus dem Topf. „Vater’s Tochter“ sagte die Mutter. Diese Tage sind natürlich hinderlich beim Abnehmen – haben aber auch etwas gutes; der Stoffwechsel wird mal wieder etwas gefordert.. bei Leuten, wo er gut funktioniert. Glücklicherweise schlägt die Waage an diesen Tagen aber auch nicht groß aus. Der Bedarf ist da. Frauen können fast schon 500kcal Mehrbedarf haben pro Tag in dieser Zeit.

Aber, warum ist das so und was können wir gegebenenfalls dagegen machen?

Unser Körper muss in dieser Zeit stärker arbeiten. Biologisch werden Teile der Gebärmutterschleimhaut und das Blut herausgespült. Etwa 70ml Blut verliert der Körper. Klingt erst einmal nicht viel, muss aber dennoch wieder aufgearbeitet werden. Der Körper war auf eine Schwangerschaft eingestellt, die ja nun nicht stattfindet. Die hormonelle Einpendelung, eine halbe Tasse Blut und dann noch diese miese Laune; da hat der Körper ein Energiedefizit, welches durch Energiezuführung wieder ausgeglichen werden muss. In der Regel reichen unsere normalen Essgewohnheiten aus, aber was der Körper verlangen kann, verlangt er auch. Beim einen mehr, beim anderen weniger. Wer es nicht so kennt, versteht auch schlecht, wie es sein kann, nicht eben abend noch eine Stulle zu schmieren und die Tafel Schokolade zu essen. Das ist nicht ganz eigenwillig.. da bestimmt etwas anderes.

Was kann man nun also tun, wenn man sich selber Herr werden und gegen die Fressattacken ankämpfen möchte?

1. Ordentlich essen zu den Hauptmahlzeiten. Nicht versuchen Diät zu halten. Lieber ausgewogen und gesund richtig satt essen – der Körper will ja nicht ohne Grund. Wir können zumindest beeinflussen, wie nahrhaft es dann ist. Wer sich richtig satt isst, greift auch nicht so schnell wieder zu. Lange Sattmacher sollten bevorzugt werden, um den Insulinspiegel zu halten und der nächsten Heißhungerattacke etwas die Geschwindigkeit zu nehmen.

2. Ablenken hilft manchmal auch; ebenso wie Zähne putzen (dann schmeckt es nicht mehr).. so kann man zumindest bis zur nächsten planmäßigen Mahlzeit Zeit schinden und isst nicht zwischendurch.

3. Iss Dir und Deiner Umwelt zu Liebe. Es bringt nichts, sich zu zwingen, nichts zu essen. Das macht einfach nur schlechte Laune und belastet Dich und Deine Umwelt. Iss etwas, wenn Dein Körper etwas will, aber achte darauf was es ist. Nur weil die Pizza gerade ganz toll wäre, wird es der Salat auch tun. Hast Du Hunger auf süß, dann bringt herzhaft nicht viel – wenn Süßhunger, dann eben lieber ein paar Beeren, statt Keksen und Schokoladen. Miteinander, nicht gegeneinander.. Dein Körper wird Dir das Essen danken und Du hast mit „gutem“ Essen auch kein schlechtes Gewissen. Die Qualität des Essen beeinflusst übrigens auch die Laune – schlechte Nährstoffe, schlechte Laune.

4. Erstmal Laufen gehen. Sport hilft eigentlich immer ganz gut.. bei allem. Ob nun Traurigkeit, Langeweile oder eben Fressanfällen.. und wer verbraucht hat, kann auch wieder ohne schlechtes Gewissen etwas essen.

5. Nicht wiegen! Während der Regel ist Frau ohnehin schwerer und wer dann noch anfällig ist für Fressanfälle bedingt durch Enttäuschung, der kommt aus dem Futtern gar nicht mehr raus!

6. Auf den Hunger hören. Unser Körper spricht mit uns. Beispiel: Schokolade enthält viel Magnesium; Magnesium ist krampflösend.. sehen wir den Zusammenhang? 😉

Es gibt viele Tipps gegen Fressanfälle, aber man muss psychisch und physisch unterscheiden. Macht Euch das Leben während der Periode nicht zu schwer. Esst halt was mehr; Ihr verbraucht auch mehr – danach hat sich am Gewicht meist nichts verändert.

***

There are those days in a woman’s life.. one week; red days – you all know what I mean. I’m always starving and eating everything I can get. So, what to do while your period and those snack attacks? Well, first of all: eat! Your body is working a lot more than at the other days; you need more energy and that’s why he calls for food. Most grab at chocolate and stuff like that. It’s not neccessary to eat bad nutrients. Eat healthy and well chosen. Your body tells you what to eat: e.g. if you desire for chocolate – chocolate has a lot of magnesium and magnesium is anticonvulsant – Do you see the connection? If you don’t want to eat, try to do something; sports or some time wasting activities until it’s really time to eat. Often you’ll gain some weight automatically in this time; so don’t try to scale yourself. Usually the weight is balanced afterwards. Try to find a healthy way to handle those snack attacks, but don’t try to keep them under. It’s physical, not psychological.

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