Detox – Entschlackung für den Geldbeutel?

detox

Der „Vegan for fit“-Hype hielt nicht sonderlich lange an; da hatten andere Trends schon größeres Durchhaltevermögen. Aktuell heißt es „Detox“. Der Saft für mehr Kraft, die Süppchen für’s Püppchen, Erschlacken zum Erschlanken. Jeder scheint gerade zu detoxen und sich von Wasser mit Tomaten- Gurken- und Melonenscheibchen zu ernähren. Aber was ist Detox; wofür dient es; was bringt es und gibt es Alternativen?

Detox is the new star on the diet sky. Everybody seems to stop eating and start drinking water with slices of vegetables and fruits. Is Detox really good? Is it working? And are there any alternatives?

Beginnen wir mit etwas Basiswissen:

Detox-Kur heißt nichts anderes als für 3, 10, (…), 21 Tage auf jegliche feste Nahrung zu verzichten. Das bedeutet, der Speiseplan ist gefüllt mit Suppen und Säften. Alle zwei Stunden sollen die Detoxer etwas zu sich nehmen. Im Endeffekt wird der Verdauungstrakt entlastet und der Stoffwechsel angekurbelt.

Wer sich schlapp fühlt, soll durch Detox wieder zu Kräften kommen. Der Alltagsstress und unsere schlechte Ernährung belasten den Körper; Detox bringt das wieder in’s Lot. Die Gewichtsreduzierung ist in der Werbung das Hauptziel, eigentlich aber nur ein positiver Nebeneffekt.

Warum funktioniert es?

Der Körper, besonders die Nieren, werden durch die erhöhte Flüssigkeitsaufnahme mal richtig durchgespült. Der Darm vollständig entleert und der Verzicht auf Zucker, Fett und ähnlichem Gedöns sowie Nikotin und Alkohol tut sein übriges. Die Tage sind geprägt von viel Entspannung, Sport und sehr kalorienarmer, fettarmer und kohlenhydratarmer Ernährung – dass die Pfunde da purzeln ist absolut logisch.

Diese geheimnisvolle „Schlacke“ ist eigentlich ein Märchen. Es gibt nirgends kleine Pfützen mit dickflüssiger Ansammlung unseres zu uns genommenen Mülls im Körper. Ein gesunder Mensch scheidet schlechte Stoffe von ganz alleine aus; ein kranker Mensch wird von Detox nicht gesünder. Wenn man es nun aber etwas ausweitet, kann man die ganze psychische Belastung als Schlacke bezeichnen. Wer eine Detox-Kur macht schafft sich viel mehr Raum und Zeit für sich, für Ruhe und Entspannung. Wem Abschalten sonst schwer fällt, kann mit Detox ein Mittel finden, sich wenigstens ab und zu von seinen Lasten zu befreien. Und genau das ist es, was dem Körper gut tut. Das hilft ihm, sich mal wieder ordentlich zu regenerieren. Wer sich Zeit für sich und seinen Körper nimmt, bewusster isst und lebt, der ist stressfrei und fühlt sich leichter und ausgeglichener. Oft entstehen Kopfschmerzen, Verspannungen, Hautprobleme, Magenprobleme, etc. durch unseren Lebensstil. Ein Saft kann das nicht dadurch besser machen, weil er ein Saft ist – wir ändern in der Zeit einfach nur unseren eher kontraproduktiven Lebensstil.

Alternativen

Detox kann sehr teuer werden. Mit dieser Kur haben einfach nur findige Geschäftemacher einen Weg gefunden den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Eine 3-tägige Kur ist schon für den Schnäppchenpreis von 150 Euro zu haben.. *hust*

Früher hieß „Detox“ übrigens „Heilfasten“ – das klingt nur nicht so cool. Wer sich allerdings mal mit den verschiedenen Methoden des Heilfastens beschäftigt wird schnell preiswerte Alternativen finden – es müssen nicht die teuer vorgefertigten Säfte sein. Hildegard von Bingen, die Mayr-Kur oder Suppenfasten – es gibt viele verschiedene Methoden.

Fazit

Wer abnehmen möchte – dauerhaft, sollte sich an die seit Jahren bewährte Methode Sport halten. Wer glaubt, dauerhaft das Gewicht nach Ende der Detox-Kur halten zu können, wird es sehr schwer haben.

Wer seinem Körper hin und wieder etwas Gutes tun möchte, sollte schauen, welche Fastenkur die Richtige für ihn oder sie ist. Fasten ist einmal im Jahr, idealerweise nach dem Winter, immer eine gute Idee.

Ganz wichtig: Fasten kann gesundheitsgefährdend werden. Nicht jeder ist für eine Fastenkur und den Verzicht und feste Nahrung geeignet. Radikale Fastenkuren sollten immer ärztlich begleitet werden! Außerdem sollte man sich Zeit nehmen – nebenher fastet es sich sehr schwer. Ein verlängertes Wochenende eignet sich sehr gut für eine dreitägige Einsteigerkur; wer länger fasten möchte sollte sich dafür Urlaub nehmen und sich voll und ganz darauf konzentrieren sowie seinen Körper nicht überfordernd. Während des Fastens ist es nicht üblich sich schlapp und müde zu fühlen – das Gegenteil ist das Ziel. Sollte Euch also dabei etwas komisch vorkommen; der Körper irgendwelche Signale senden, brecht die Kur ab.

***

Basically Detox means to renounce solids for a certain time and drink juice and soups instead. As a result the alimentary canal gets relieved and the metabolism gets encouraged. Loosing weight is just a great effect beside, but not really the intended aim.

Our everyday life fills our body physically and psychologically with a lot of „bad stuff“ – Stress, fast food and other charges poison our bodies. The mystical „slag“ is not really existing; there are no pools af biologically waste the „detoxer“ tell us. But, if you think about it, our lifestyle itself is often filled with „bad mood“ which stresses us and that could be called „slag“.

Detox is a good way to relax, think over our feeding and start to take some time for ourself. After a few days outside our everyday life, everybody feels better! Detox can help us to realize those times; best once a year after winter.

The cures on the market are very expensive. Recently, detox was called therapeutic fasting – but detox sound much cooler! If you google it, you will find a lot of more versions; some hundrets of years old. They are all working and often much cheaper. But: Detox can be dangerous for your health! Not everybody can start fasting in those radically ways. Always talk to your doctor and if your body seems to tell you something, stop it immediately!

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