{Lifestyle} Me, Myselfie And The Duckface

selfieheader

„Selfies sind keine Sucht, sondern eine Persönlichkeitsstörung – daher starten wir einen neuen Trend: die Fremdies. Ihr seht genauso toll aus, aber es ist klar erkennbar, dass jemand anderer das Foto gemacht hat!“ – schallte es mir eines Morgens diese Woche aus dem Radiowecker entgegen.

„Selfie“ hat sogar eine Auszeichnung: Wort des Jahres 2013. Dabei sind Selfies ja gar nicht so neu.. man machte sie schon damals, mit diesen kleinen Kästen; Film eingelegt und aufgedreht, Arm ausgestreckt und gehofft, es ist was geworden.. dank der Digitatechnik können wir das Ergebnis sofort bewundern; früher musste man 3,50 Mark investieren und eine Woche warten.

Selfies sind solange in Ordnung, wie es sich um Ausnahmen handelt. Manche Menschen entwickeln im Rahmen ihrer narzisstischen Persönlichkeitsstörung allerdings eine richtige Sucht – ihr gesamter Alltag richtet sich um die selbstgeschossenen Fotos aus größtmöglicher armlanger Entfernung. Es finden sich Berichte über junge Männer und Frauen, die ihr schulisches und berufliches Leben aufgeben, ihr Aussehen massiv verändern und kaum noch soziale Kontakte pflegen. 200 Selfies am Tag bedürfen einiger Stunden Arbeit.. und massiver Armmuskulatur.

Doch woher kommt diese Sucht? Warum haben Selfies so überhandgenommen? Und was sagen sie über ihr Motiv aus?

One morning, the radio show I’m getting up with started a new trend: strangies. Selfies are not only an addiction; they can become a personality disorder. „Strangies“ can make you look same great, but it’s ocvious another person made them.

„Selfie“ was word of the year 2013, even it’s not a new thing. They were made in the past with those hard little boxes; filled in a film, twist it, stretch the arm as much as possible and hope it’s gone well.. thanks to the digital technique, you can see the result immediatly now.. back then you had to invest 3,50 bucks and wait a week.

Selfies are o.k. as long as they are exceptional. Some people really come up with a personality disorder as part of a narcisstic personality. People, who are addicted to selfies, are focused on selfmade pictures. You can find reports of people, who quit with school and job, changed their whole looking and social contacts. 200 selfies a day need hours.. and a very well arm muscles.

But the main question is, why is a selfie addiction existing? Why did they become that big and do the pictures tell us about the person?

Seit den Anfängen der Fotografie

Das Selfie hat mittlerweile sogar eine eigene Definitionsseite bei Wikipedia – Gott sei Dank; so berichtet Wikipedia schon von den frühen Anfängen im 19. Jahrhundert. Ich finde, nichts ist wichtiger, als die Geschichte des Selfies zu kennen. Der Mensch möchte seit jeher perfekt aussehen und auch auf seinen Fotos so wirken. Selfies haben den primären Zweck als Profilbild zu dienen. Mit Zunahme der sozialen Netzwerke stieg auch das Selfievolumen stark an. Viele ändern alle paar Tage ihr Profilbild. Auf dem Selfie können wir selbst entscheiden, wie wir aussehen. Aus welcher Perspektive? Mit welchem Licht? Filter oder nicht Filter? Wir müssen uns nicht um einen Fotografen bemühen und auch mit ihm nicht diskutieren – ihm weder sagen, was wir möchten, noch seine Arbeit korregieren oder bewerten. Wir können solange Selfies von uns machen, wie wir möchten.

Vereinsamung?

Da stellt sich mir nun die Frage: Menschen, die übermäßig Selfies von sich machen oder deren Profilbilder eigentlich nur Selfies sind; haben die denn noch Freunde? Bei Gruppenselfies ist diese Frage natürlich überflüssig. Besonders bei Tinder ist mir aufgefallen, dass viele Männer kein einziges Foto im Profil haben, auf dem sie im Urlaub sind, auf einer Feier, beim Sport oder mit Freunden. Es sind ausschließlich Selfies. Aus dem eigenen Arm geschossen; posierend vor dem Spiegel.. 10 Fotos, 10 Selfies.. alle sehen gleich aus. Angeblich sind sie sehr umgänglich und unternehmungslustig, aber wann unternehmen die denn was? Mit wem haben die denn Umgang?

Die künstlerischen Möglichkeit beim Selfie sind begrenzt. In der Regel handelt es sich um eine Gesichtshälfte, von oben fotografiert, bei jungen Damen vornehmlich noch in den Ausschnitt hinein und bei Männern mit Oberarm. Ab und zu finden sich auch noch Frontalselfies. Prinzipiell sind die Grenzen der Kreativität dort sehr schnell erreicht. Außer in Farbgebung und Qualität ändern sich die Motive kaum. Der Selfiefotograf sieht jedoch enorme Unterschiede. Ihm fallen diese kleinen Makel auf; jene, die es im nächsten Bild auszugleichen gilt und das solange, bis das vermeintlich perfekte Selfie geschossen wurde. So wie ich mich sehen möchte..

Da haben Freunde keinen Platz. Sie würden höchstens für ein oder zwei Fotos zur Verfügung stehen; alle Bilder toll finden und hätten keine Geduld das Bild so oft zu wiederholen, bis wir uns selber toll darauf finden.. und alle anderen auch. Was nutzt ein Bild auf dem wir toll aussehen, aber alle anderen total stulle?

Das Duckfacemysterium

Nun zeigt sich dabei besonders bei Frauen in Puncto Posing ein ganz klarer Trend: the duckface. Duckface, Kussmund, Schnute, Assilippe.. wie auch immer Ihr es nennen wollt, es hat einen Sinn! Ja, es ist schwer zu glauben, aber der Kussmund hat einen tieferen Hintergrund.

Die Lippen sehen zum einen verführerischer aus; bekommen diese schöne Kussmundform, dazu wirken sie voller und geradezu einladend. Die Wangennochen werden hervorgehoben, die Wangen etwas zurückgenommen; das Gesicht bekommt etwas mehr Kontur. Bei vielen bilden sich beim Kussmund auch kleine Grübchen heraus.. wer kann bei Grübchen widerstehen? Die Gesichtshaut wird gespannt, kleinere Fältchen so ausgeglichen und auch das Doppelkinn kann beim Duckface etwas zurückgenommen werden. Oft heben sich die Augenbrauen dazu, was den Blick öffnet und freundlicher aussieht. Insgesamt wirkt das Gesicht verpielter, süßer, jünger, offen.

Nicht jeder mag sein Lächeln. Ich finde zum Beispiel, dass mein Lächeln soetwas dümmliches hat. Andere mögen ihre Zähne nicht oder man sieht die Zähne gar nicht so wirklich; wieder andere mögen die Falten dabei nicht oder dass die ohnehin schon schmalen Lippen vollständig verschwinden. Es gibt viele Gründe und so ein Duckface kann dann um das ungeliebte Lächeln herumhelfen.

Weiter ist es schwierig in einem Selfie zu Posen. Das sieht kein Mensch; passt doch nur das Gesicht drauf. So wie für viele eine bestimmte Pose bei Fotos üblich ist, hat sich bei anderen das Duckface herausgearbeitet. Und manchmal ist wirklich nur der Kuss gemeint. Ein Bild, das einen Bussi an den Betrachter übermitteln soll – eine schlichte, nette Geste.

Die große Kunst

Es gibt Menschen, die haben Selfies perfektioniert. Es gibt tatsache Selfies, denen man nicht ansieht, dass sie Selfies sind. Auch ich habe schon ein „Wie, das ist ein Seflie??“ geerntet. Wer es clever anstellt kann den Arm verdecken; die typische vorgeschobene Schulter vermeiden und den Winkel etwas ändern. Das funktioniert entweder mit einem sehr gut geputzten Spiegel oder dem richtigen Posing. Schultern zurück, einen ordentlichen Winkel gewählt, Kamera statt Handy, Portraitfunktion eingestellt und am Ende noch einmal bearbeitet und schon kommen passbildähnliche Fotos dabei heraus.

So ein Selfie muss, meiner Meinung nach, allerdings irgendwie eine schlechte Qualität haben. Es muss leicht verwackelt sein, mies ausgeleuchtet und hauptsache mit Filter. Mein letztes Handy hatte den Fotoauslöser an perfekter Selfiestelle, aber eine grottenschlechte Kamera; jetzt, bessere Kamera, aber hat den Auslöser mitten auf dem Display, an der wohl ungünstigsten Stelle. Ein qualitativ hervorragendes Selfie ohne Duckface, Möpsen und Schulter ist doch auch irgendwie Verarsche.. könnte auch ein Fremdie sein.

Meine Selfies im Laufe der Zeit 😀

Wie steht es mit Euch? Selfie: totaler Quatsch? Hin und wieder nützlich? Ein absolutes Muss; ohne vorheriges Selfie verlasse ich nicht das Haus?

Vom zweites, das erste Bild hat es übrigens sogar auf meine Gesundheitskarte geschafft; gegen jede Regel der Krankenkasse, macht sich trotzdem gut und das letzte ist in schwarz-weiß mein Profilbild bei Xing und auf inoffiziellen Lebensläufen 😀

The photography beggining

You can find „selfie“ in Wikipedia, thanks god and it tells us about the first selfies in the 19th century. People always wanted to look perfect, especially in pictures living longer than us. Most selfies are used as profile pictures in social networks – with the growing of the networks, the selfies become more powerful. Some people change their profile pics every few days. It’s that famous, because of our power over it – we decide how it looks like; which colours; which light, etc. without any discussion with another photographer.

Isolation

What Im wondering now: Do they have no friends? Groupselfies excepted. Especially on Tinder I saw masses of profiles with 10 or more pictures; every pic a selfie – no photos from vacation, parties or sports.. they want to be social and adventurous, but with whom?

The variation possibilities are limited: women often choose the typical duckface pose, photographed from side ahead, at the best with a little bit dekolette. Guys often show their muscles. The details are limited to face, maybe a little bit shoulder and less background. A good selfie is never the first one; that’s why most are not made with groups. Friends often want to have a good time and not a photoshooting. If you want to be sure you’re looking fantastic, you have to do it more often and by yourself.

The duckface mystery

Women often choose the duckface for selfies. But why? It’s quite easy: the kissing mouth makes them look seductive; seem to be more voluminous. The kissing mouth highlights the knucklebones and makes the cheeks smaller; the face becomes more outlined and nearly everybody becomes nice dimples – who can resist dimples? As a plus, the skin becomes streched and little winkles are covered; same with a double chin. The eyebrows are liftet up and the eyes are more opened. All in all, the duckface can make you look younger, cuter and seductive to guys – but often it’s just too much.

Not everybody likes the own smile and some people want to do th duckface just to pose without the need to smile. And sometimes, the little kiss is really a kiss for the viewer – not more, not less, only a nice gesture.

The great art

Some people are able to perfectionize selfies the way they’re no longer looking like sefies. If you find the right pose, cover shoulder and arm and use the right light, the selfie could look like a simple portrait. In my opinion, selfies need to be in bad quality anyway. If it looks perfect, the right light, angle and pose, without boobs and movement, it’s not a real selfie – it also could be a strangie.

My selfies in timeline

What’s about you: selfies – hot or not? Do you need to take selfies or is it just nonsense to you? Where is the addiction limit?

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2 Gedanken zu “{Lifestyle} Me, Myselfie And The Duckface

  1. Du bist echt lustig 😉 so viele schöne Selfies….!
    Ich kann diesen Trend leider absolut nicht verstehen, ich schaue auf Selfies auch immer total dämlich… Mein Handy hat eine grottenschlechte Frontkamera und wenn ich das Handy umdrehe fotografiere ich meistens alles nur mich nicht 😀
    Aber man muss ja zum Glück auch nicht jeden Trend mitmachen – ach und außerdem hab ich Freunde und Familie ;-P

    • hahaha.. freunde und familie werden vermutlich die selfie-sache automatisch verringern; ich kenne aber auch leute mit relativ großem freundeskreis die absolute selfie-könige sind 😀

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