{Sonntagskolumne} Spießertum ist unsere Rebellion

Neulich, auf dem Oktoberfest im Nachbardorfe. Die Elterngeneration so „Kommt der nun noch her?“ und ich so „Nööö?!“..
Gemeint war ein Jungpapa, der sich schon seit einer Weile nicht mehr auf den Festen der Gegend sehen lässt. Stellvertretend für eigentlich alle jungen Eltern meiner Generation. Kinderschaukeln und Couchabende sind die Wochenendbeschäftigungen; sehr zum Leidwesen meiner einer, die weder geehelicht noch reproduziert sind. Doch auch unsere Elterngeneration stört sich daran.
Ich weiß nicht mehr, ob es ein Liedtext war oder in einer Sendung, aber ich hörte letztens: Was sollen wir denn noch tun zur Rebellion, wenn Ihr doch schon alles erlebt habt?
Die Eltern haben in den 70ern und 80ern ja nun wirklich alles mitgemacht, was ihre Eltern nach den 50ern und 60ern an Rebellionspotenzial noch übrig gelassen haben. Was bleibt dann also noch um sich von den Alten abzuheben?
Schrebergärten, Kinderwagen, Partyverweigerung.. so richtig mit Schlips und Kragen. Unsere Alten hotten auf den wochenendlichen Feierlichkeiten zu Rockmusik ab und die Jugend geht drei Mal im Jahr zum Ü-30-Schlagerbums – und auch nur, um sich dann vom Ehepartner Zuhause die „Hölle Hölle Hölle!“ heiß machen zu lassen, warum er oder sie erst um 0:30 Uhr wieder heim kam.
Rauchen ist out, Komatrinken nur noch bei den „L-an der Stirn“-Losern auf dem Plan und gegessen wird vegan.
Die jungen werden die neuen Alten und die alten bleiben die Rebellen ihrer Zeit – ich wurde in die falsche Zeit geboren. Was kommt wohl nach den Spießern?

***

Recently, while the Oktoberfest in the neraby village „Is he coming or not?“ and I said „Nooo?!“…
They asked for a young father who hasn’t been seen for a longer time at the parties. In place of all young parents of my generation. Babyies swinging and night-outs in the living room are the main activities at the weekends; much to the regret of those like me, nor married or reproduced. But our parent’s generation is mad about it as well.
I don’t know if it was a song or somehing in TV, but I remember a saying: What else should we do you havent’t done before to rebel?
The parents did everything to revel in the 70’s and 80’s their prents have left from the 50’s and 60’s. What can we do to stand out of the old ones?
Allotments, buggies, party denial.. up with white shirts and ties. Our ancients rock the parties every weekend and the youth visits the over-30-slowepoke-parties – only for getting bawled out from the married partner for coming home late at 0:30 am.
Smoking is out, binge-drinking is only for „L“-Loser and everybody’s eating vegan.
The youth becomes the acients and the ancients are still the rebels from the past – I was born in the wrong time, I guess. What comes next, after out bourgoise?

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