{Sonntagskolumne} Vom Älterwerden und Lichtermeeren

Neulich, bei einem Geburtstag. Die Gastgeber so „Feierst du nächstes Wochenende?“ und ich so „Nööö?!“..
Hat nicht viel geholfen. Ich musste dennoch feiern. Eigentlich wollte ich an meinem Geburtstag gar nicht da sein. Ich wollte mir zwei, drei Euro zusammensuchen und wegfahren. Gerade im goldenen Herbst gibt es Städte, die einfach besucht werden müssen.. so ein Prag zum Beispiel und auch eine Barcelona soll wohl sehr schön sein mit bunten Blättern und kühlen Lüftchen. Das Deppenpotenzial der Gegend um Berlin bescherrte mir jedoch einen Kostenvoranschlag von 2 Riesen und ein großes Loch im Stoffdach; die Städte sind auch später noch da. Ich war also Zuhause und gab eine Feier.
28 bin ich nun, falls es jemanden interessiert. Ein Jahr älter, kein Jahr reifer. Je schneller sich die Dreißig nähert, desto häufiger stellen sich Fragen nach Kindern, Freund und all dem Alte-Leute-Geplänkel. Ein Jahr älter müsste sie doch endlich zur Vernunft kommen. Irgendwann muss sie doch Enkel/Urenkel pressen.. „Ob wir das noch erleben..? [Die Großeltern]
Ob ich noch erlebe, was ich so erleben möchte, ist doch die größere Frage. Ich feierte also am Freitag und traf mich mit Tinchen am Samstag. Berlin hat extra für mich alle seine Wahrzeichen bunt beleuchtet – Vielen Dank, Berlin.. das wäre doch nicht nötig gewesen. Und auch die Menschenmassen, die du für mich eingeladen hast, hätten nicht sein müssen.
Berlin hat nun einmal einen Hang zur Übertreibung, erleuchtete das Brandenburger Tor für mich mit Herzen und Getränke und Bratwurst standen auch am Straßenrand bereit. Und als sei es nicht genug trifft sich an den Ecken das DJ-Team mit bunt leuchtendem Bollerwagen und den aktuellen Electro-Hits.. nur für mich!
Nun dauert es wieder ein Jahr indem ich weiterhin antireproduktiv leben, einkommenslos und unbelehrbar sein werde. Na, wenn’s weiter nix is‘ – der jugendliche Leichtsinn packt das schon!

***

Recently, at a birthday party, the hosts asked „Are you going to have a party next weekend?“ and I said „Nooo?!“…
Didn’t work. I had to give a party. Actually, I planned travelling for my birthday. I wanted to take two, three Euro und visit some nice places you should see during fall. Nice Prague or beautiful Barcelona, e.g. But there is this big jerk potential around Berlin which brought me an estimate about 2 k and a big hole in my top.
28, my age now; if youre interested. One year older, no year mature. As fast the big thirty grows, as much questions about children and boyfriend and all that old-guys-stuff you get. One year older she has to become sensible and give birth to grandchildren and great-grandchildren.. „If we ever witness..“ [The grandparents]
If I ever witness whatever I want to experience, is the main question. I had my party on friday and met Tinchen on saturday. Berlin showed its buildings in nice bright colours just for me – Thanks for that, Berlin.. You shoudn’t have!
And all the masses, you invited for me.. Berlin has this small propensity to exaggerate, lightened the Brandenburger Tor with hearts and ordered drinks and Bratwurst on the streets. And on the top the best DJs in town escort us with their lightend handcart and top modern music.. just for me!
Okay, so it’s another year now to the next birthday and I’m still antireproductive, low-income and unteachable. Hey, if it’s all – youth carelessness makes it!

6 Gedanken zu “{Sonntagskolumne} Vom Älterwerden und Lichtermeeren

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