{Lifestyle} Wie kann man nur..?

Ihr habt die Debatte sicher auch schon entdeckt: Darf eine Mutter sagen, dass sie die Mutterschaft bereut? Darf eine Mutter offen sagen, dass sie ihre Kinder zwar liebt, jedoch gerne die Zeit zurückdrehen und sie nicht in ihrem Leben haben würde? Ist es wirklich eine Frage von Dürfen oder doch eher sollen? Es gibt Meinungen, die uns zwar rechtlich zustehen (Art. 5 GG), jedoch moralisch niemls artikuliert werden sollten. Die Mutterschaft ist das größte Geschenk im Leben und jede Frau wird bis an’s Ende ihres Lebens unglaubliches Glück verspüren Kinder bekommen zu haben.. wirklich?

Probably you heard about the debate about the isreal studies with some women saying they are unhappy with their part being a mother. Usually the most civil codes offer us the possibility for a personal opinion according to differents fields of life, but is it really okay to decide against children and say „Becoming a mother was the worst mistake I ever made!“?

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Es gibt durchaus Stimmen, die sagen: „Ja, Mutterwerden und sein ist wunderschön und war das größte was mir je passiert ist, aber es ist nicht immer einfach und ich verspüre nicht 24/7/365 unglaubliches Glück.“ Aber dann gibt es auch jene Frauen, die ernsthaft fragen, wie man sagen kann, darin nicht Erfüllung gefunden zu haben. Wie kann man sich keine Kinder wünschen? Sie sprechen von Egoismus, Karrieregeilheit und einem Versagen der Gesellschaft.

Der Mensch entwickelt sich; er ändert sich in Person, Überzeugung, Erwartungen.. Das Leben um ihn herum verändert sich; die Umwelt, die Gesellschaft, die Umstände – einfach alles ist stetig im Wandel. „Wie kann man sich gegen Kinder entscheiden?“ kann nur eine Mutter fragen.. Es gibt ähnliche Fragen, die sich viele stellen, jedoch für andere gar nicht fraglich sind: Wie kann man sich gegen Unabhängigkeit entscheiden und einen Alleinverdiener heiraten; Zuhause bleiben und vollkommen von ihm abhängig sein? Wie kann man sich gegen Fleisch essen entscheiden; jedoch vielleicht eine Spritschleuder fahren – Tiere sind mehr wert als Umwelt? Wie kann man sich nur gegen das charmante Landleben und für die dreckige Großstadt entscheiden? Und so weiter..

Entscheidungen treffen wir jeden Tag und manchmal ist die Wahl, die wir vor 10 Jahren noch für perfekt für uns hielten, später offenbar doch die falsche gewesen – weil wir als Mensch nun einmal nicht still stehen. Es gibt Bereiche des Lebens in denen Fehlentscheidungen tragisch sein können (beispielsweise die Entscheidung für ein Kind), aber der Mensch macht nun einmal Fehler und man muss ihm das zugestehen können; machen wir alle. Würden diese Frauen unter eine klar diagnostizierten Depression leiden, würde man anders auf sie reagieren. Als geistig gesunder Mensch, scheint diese Einstellung jedoch unangebracht.

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Ich habe noch vor fünf Jahren verträumt auf Babies geschaut und mir mein Leben mit meinem Ex und den Kindern erträumt – jetzt bin ich mehr als überglücklich eben KEINE Kinder mit ihm bekommen zu haben und ich möchte auch keine mehr. Ich kann es ja manchmal kaum ertragen meine eigene Familie, bestimmte Freunde oder andere Menschen um mich herumzuhaben und so ein Kind könnte ich nicht eben mal wegschicken und sagen „Komm wieder, wenn es mir besser geht!“. Ich bin mir bewusst darüber, dass sich diese Entscheidung in den nächsten Jahren wieder ändern kann oder eben nicht.. vielleicht bleibe ich auch bei der Überzeugung, dass ein Kind in mein Leben nicht passt. Vielleicht sehne ich mich jedoch auch danach, wenn es körperlich zu spät ist – darauf bin ich jedoch jetzt mit Ende Zwanzig schon vorbereitet und weiß, dass für mich in diesem Fall ein Pflegekind oder eine Adoption in Frage kommt.

Das nennt man Leben. Nur weil das Muttersein für die eine Frau die Erfüllung bedeutet, muss das nicht für alle gelten und manche Frau täte ganz gut daran ihre, wie ich finde, egoistische Einstellung ihre Meinung zur Mutterschaft ist die einzig wahre zu überdenken und Frauen die nicht das gleiche Leben führen (wollen) zu verurteilen. Wir müssen anderen Menschen andere Meinungen als unsere eigene zugestehen; in allen Bereichen des Lebens.

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The most mothers say: Becoming a mother was the best thing ever happening to me but it’s the hardest job at the same time and I am not happy 24/7/365! That’s really honest. But then, there are the women being concerned about those opinions. They cannot understand how a child can’t be the the great fulfilment in life.

Life changes and so the people do. Out life is full of decisions we have to make and sometimes we choose the wrong way / possibility / option. Some mistakes are okay and some are a kind of tragedy, e.g. if it might be the own children. But asking how it is possible to decide against children is similar to asking „How to decide against eating meat? How to decide against the village life? How to decide becoming a housewife and being absolutly dependend from a guy? If those women would have a kind of depression, it wouldn’t be that bad, but a good mind shouldn’t decide against society habits.

A few years ago I was dreaming about a life with my now exboyfriends and out children – now I am more than happy about having no children and I don’t even want to have children! I know, that my mind could change in the next years again and maybe it’s too late then to become children – but I know that now with nearly 30 and it’s totally clear for me now, that an adoption will be an option in future.

That’s just life! Everything changes and so out minds, out lifes, out habit, our environment, etc. – the world is running the whole time and we are not able to stop it. Some decision are just bad ones but people should be able to make mistakes without being sentenced. We should be more open minded to other opinions and accept them although it’s not ours – in all aspects!

7 Gedanken zu “{Lifestyle} Wie kann man nur..?

  1. Hey… ich bin ja nun relativ frisch gebackene Mama und bisher auch ganz zufrieden mit dem Nachwuchs😉 Ich kenne in meinem Umkreis Frauen die auf keinen Fall Kinder haben wollen und welche die alles versuchen um endlich Mama zu werden. Ich respektiere beide Seiten…
    Auch ich habe lange mit mir gehadert, denn so ein kleiner Wurm verändert nun mal alles – und ich mochte mein „altes Leben“ eigentlich sehr gerne. Aber ich bereue nichts, was aber auch daran liegt, dass ich mein altes Leben nicht komplett aufgegeben habe – denn nur als Mama wäre ich nicht glücklich. Mir sind meine Arbeit, meine Freunde, Beauty und Klamotten nach wie vor wichtig – da muss man wahrscheinlich auch etwas egoistisch sein (und einen tollen Partner haben der einen unterstützt da er seine Frau nach wie vor haben will und nicht nur eine Mutti *g*)
    Kommt wie bei allem im Leben auf die richtige Balance an…
    Und mit Ende zwanzig stehen dir ja auch noch alle Türen offen, egal ob du mal Kinder möchtest oder lieber doch nicht.

    LG Kerstin

  2. Schön geschrieben.
    Und wenn man so ein wirklich missratenes Kind sein eigen nennt (und damit meine ich nicht mal Schule schwänzen oder den Brokkoli verweigern, sondern massiv gewalttätig, etc.) warum soll man dann nicht sagen dürfen, dass man die ganze Geschichte bedauert. Jeder Außenstehende sagt da doch auch, dass er nie im Leben so ein Kind wollen würde. Mit dem Thema #regrettingmotherhood habe ich mich allerdings nicht beschäftigt, aus welchen Gründen genau man die Nachkommen bedauert.
    Außerdem finde ich grundsätzlich, dass jeder das Recht haben sollte zu sagen, dass er keine Kinder (bekommen) mag. Und zwar, ohne dass derjenige schrägt angeguckt wird. Wenn ich sonntags ausschlafe, dann den Tag über gemütlich koche, auf dem Balkon sitze, ein Buch lese, abends in Ruhe einen Film gucke, frage ich mich auch: willst du dieses Leben wirklich aufgeben für ein Kind? Meine Kollegin hat heute erzählt, dass sie sich gestern mit ihrem Mann überlegt hat, was sie in dem Moment machen würden, wären keine Kinder da. Und das, wo sie sehr glücklich mit ihren Kindern sind. Aber einfach das Gedankenspiel was wäre wenn.
    Ich kann eine Freundin verstehen, die sehr traurig darüber ist, dass sie weder Mann noch Kind hat, obwohl sie beides gerne hätte, genau wie ich eine Freundin verstehen kann, die kein Verlangen nach Mann und Kind hat, sondern ihre Freiheit genießt, tun und lassen zu können, was sie möchte. Je nach persönlicher Stimmung kann ich mal die eine, mal die andere besser verstehen…
    Seltsamerweise versuchen die ohne Kinderwunsch einem nicht ihre eigene Lebensphilosophie aufzudrücken, sondern doch eher die glücklichen (?) Familienmenschen.
    Am End muss jeder für sich den richtigen Weg wählen. Und ob es der richtige war, stellt sich eh nicht mit 20 oder 30 oder 40 raus…
    Liebe Grüße, Katha

    • da hast du vollkommen recht – mit einem wunderkind, brav und gut geraten lässt es sich leicht sagen es sei das größte glück – vermutlich auch mit einem starken partner an der seite. eine alleinerziehende, mit einem AK sieht die sache gleich ganz anders.. und darf es nicht ausprechen. manchmal sehe ich auch leute und denke mir: ihr könnt so nicht glücklich sein; auch wenn ihr es versucht so zu drehen und aussehen zu lassen.. ich kenne jemanden, der mich anfeindet und nicht mag, weil die ehemalige „keine kind meinung“ aus irgendwelchen gründen doch in einen laufenden meter an der hand geändert wurde und diese frau ist nicht merh die selbe; absolut unangenehm und man sieht ihr diesen neidvollen „du hast mein leben-hass“ richtig in den augen an.. manchmal ist der gesellschaftliche druck nach familie größer als der eigene wunsch vielleicht keine kinder zu bekommen..

      • Und das ist doch richtig kacke. Andere anzufeinden wegen deren Ansicht vom Leben. Dann doch bitte das eigene geregelt bekommen, zu seiner Meinung stehen. Ist ja schön, wenn die Eltern Großeltern werden wollen. Dumm gelaufen für sie, wenn die Kinder keine Kinder wollen. Besonders hart finde ich es, wenn Leute immer wieder auf Kinder angesprochen werden und es einfach nicht klappen will. Aber wenn ich mich da bewusst für entscheide, dann kann der Rest der Welt mich da einfach mal herzlich am A*** lecken. Und wenn ich mich für Kinder entscheide, dann will ich mich auch über sie beschweren können. Wie oft beschwert man sich bitte über die eigenen Eltern im Laufe seines Lebens…
        Das war dann mein Wort zum Montag, jetzt gehts gemütlich auf die Couch. Kinder ins Bett bringen müssen kann ich dann irgendwann in unbestimmter Zeit vlt. auch mal machen🙂

  3. ach wie schön, das Du darüber schreibst!!

    ich habe über #regrettingmotherhood gelesen und gedacht „ENDLICH!!“. Dabei möchte ich noch immer Vater-Mutter-Kind spielen. Irgendwann. Dennoch sehe ich auch im weiteren Bekanntenkreis, dass Muttersein manchmal auch für die Mutter gar nicht so schön ist. Und das die Probleme nur noch verstärkt wurden, weil es absolut unmöglich ist, darüber zu sprechen, dass die Welt nicht in rosarot und Goldstaub getaucht wurde, sobald das „Scheißerle“ mal auf der Welt war. Ein Kommentator zum Thema schrieb, dass es ein wichtiger Schritt für die Emanzipation sei, das Thema endlich von 2 Seiten zu beleuchten. true words!🙂

    • auf jeden fall.. ich denke, das ist ein thema, was schon lange überfällig war und es sollte jeder frau zustehen, offen darüber reden zu dürfen, dass es sie eben nicht so erfüllt, wie die gesellschaft es gerne hätte..

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