{Food} Was ist eigentlich der Unterschied – Teesorten

Tee ist nicht nur für Kranke oder Kaffeeverweigerer – überall auf der Welt gibt es verschiedene Teekulturen und nicht umsonst, bekommt man ihn in vielen verschiedenen Sorten. Dabei haben die verwendeten Kräuter auch ihre ganz speziellen Eigenschaften und der Tee eine besondere Wirkung. Welche Sorte sollte man den nun wirklich bei Bauchweh wählen? Tee an heißen Tagen zur Erfrischung – das soll funktionieren? Und womit mache ich eigentlich einen super Eistee?

Weißer Tee

Er wird aus der gleichen Pflanze gewonnen, wie grüner und schwarzer Tee; jedoch schonender verarbeitet. Weißer Tee soll durch seine Inhaltsstoffe eine gute Wirkung auf das Immunsystem haben. Zudem wird bei Bluthochdruck oder hohem Blutzuckerspiegel ein guter weißer Tee empfohlen. Ein großes Plus erhält weißer Tee bei allen Abnehmwilligen, da seine Inhaltsstoffe die Fettzellen am Einlagern hindern. Er sollte nicht mit kochendem Wasser aufgegossen werden, sondern lediglich heißem Wasser (ca. 75 Grad) und je nach Geschmack ziehen. Durch seinen Geschmack eignet er sich hervorragend als Grundlage für leckere Teemischgetränke.

Grüner Tee

Ist nicht jedermanns Sache. Ich bin auch nur in Maßen Grünteetrinker. Er ist jedoch der gut um den Stoffwechsel anzukurbeln und gut für das Herz/Kreislaufsystem. Der grüne Tee heißt so, weil er im Gegensatz zum schwarzen Tee nicht so lange oxidiert (fermentiert) wird und die Blätter grün bleiben. Er ist milder im Geschmack und behält durch die Verarbeitung nahezu alle guten Inhaltsstoffe. Grüner Tee sollte nicht lange ziehen; i.d.R. etwa zwei Minuten. Man kann ihn sehr gut als Grundlage für Teemischgetränke im Sommer nutzen.

Schwarzer Tee

Bei längerer Verarbeitung wird aus dem grünen Tee schwarzer Tee – der Klassiker der englischen Teekultur und gerne als Ersatz für Kaffee genutzt. Er wirkt allgemein anregend auf den Körper; egal ob Kreislauf, Stoffwechsel oder Verdauung. Schwarzer Tee wird oft als Ersatz für Kaffee durch seinen Koffeingehalt (bzw. hier Teein) genutzt. Je länger er zieht, desto herber wird er: höchstens fünf Minuten für einen guten Geschmack.

Kräutertee

Kräutertees sind Alleskönner – je nachdem, welche Kräuter man nutzt. Die Liste ist lang und man kann nahezu alles was grün ist und blätter oder Blüten hat zu Tee verarbeiten. Frisch sind die Kräuter mit keinem Teebeutel zu ersetzen! Eine schöne Übersicht über die Anwendungsgebiete gibt es auf naturheilkunde-aktuell.de:

Anistee Magenbeschwerden
Baldriantee Schlafstörungen
Beifusstee Muskelschmerzen
Borretschtee Heiserkeit
Fencheltee Blähungen
Magenbeschwerden
Grüner Tee stoffwechselanregend
Herz-Kreislaufsystem anregend
senkt Kariesrisiko
Ingwertee Magenprobleme
Erkältung
Kamillentee Sodbrennen
Erkältungen
Lindenblütentee Fieber
grippaler Infekt / Erkältung
Lorbeertee appetitanregend
Oreganotee Unterleibsschmerzen
Keuchhusten
Pfefferminztee Magenbeschwerden
Rosmarintee nervöse Kopfschmerzen
Salbeitee Husten
Halsentzündung
Schafgarbentee Menstruationsbeschwerden
Schwarzer Tee Verdauungsbeschwerden
stoffwechselanregend
Kreislaufbeschwerden
Weinrautentee Rheumaschmerzen
Weißdorntee blutdrucksenkend

Früchtetee

Tees aus Früchten oder mit Fruchtmischungen werden gerne für all jene genutzt, die eigentlich keinen Tee mögen. Hier gibt es eine große Auswahl an besonders Trendvarianten. Ich persönlich halte nicht sonderlich viel von Früchtetee; Vitamine bieten die Früchte frisch mehr und er schmeckt auch meistens nicht oder ist viel zu stark im Geschmack. Früchtetees eignen sich jedoch sehr gut als Grundlage für Eistee oder eine frische Fruchtbowle im Sommer.

Heißer Tee im Sommer – warum macht man sowas denn?

Wer schon einmal in besonders heißen Ländern Urlaub gemacht hat, wird bemerkt haben, dass dort viel Tee getrunken wird; frisch aufgebrüht und kein Eistee. Heiße Getränke an heißen Tagen sind vielen ein Graus, doch es ist durchaus sinnvoll! Es gibt wärmende und kühlende Tees und eigentlich ist es ganz einfach.

Friert Ihr im Winter enorm, kocht Euch am besten einen guten Fencheltee, Salbei, Rosmarin, Ingwer, Kümmel, Kamille, Thymian oder Anis. Diese Tees wärmen und sind teils sogar schweißtreibend. Dahingegen gibt es auch die kühlenden Sorten, welche besonders im Sommer getrunken werden sollten: Salbei, Brennessel, Melisse, Lavendel oder Minze gehören hier dazu.

Leckere Rezeptidee von Essen-und-Trinken.de

Pfirsich Eistee

4 Aufgussbeutel schwarzen Tee mit 400 ml kochend heißem Wasser überbrühen und 5 Min. ziehen lassen. Beutel ausdrücken und entfernen. Heißen Tee mit 300 g Eiswürfeln in einem Topf mischen. 300 ml Pfirsichsaft oder -nektar zugeben und den Tee mit 3-4 El Zitronensaft und 8-10 El Agavendicksaft (bei Nektar 6-7 El Dicksaft) abschmecken. Mindestens 1 Std. kalt stellen.

***

Teelikör

1. 2 Flaschen von 3/4 l Inhalt 20 Minuten bei 170 Grad (Gas 1-2, Umluft 160 Grad) im Backofen sterilisieren. Teeblätter mit 400 ml kochendem Wasser aufgießen und 6 Minuten ziehen lassen. Durch ein feines Sieb gießen, 1/4 l Tee abmessen.

2. Kandis mit 1/4 l Wasser 12 Minuten sprudelnd kochen lassen. In der letzten Minute Zimt und Nelken dazugeben.

3. Zimt und Nelken in die Flaschen geben. Tee, Kandissirup und Weinbrand verrühren und in die Flaschen füllen. Die Flaschen gut verschließen und kühl und dunkel aufbewahren. So hält sich der Likör mindestens 4 Monate.

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Tee-Pralinen

1. Kuvertüre eventuell fein hacken und über dem heißen Wasserbad schmelzen. Sahne aufkochen, Teebeutel darin 5 Minuten ziehen lassen. Teebeutel sehr gut ausdrücken (am besten mit den Händen; Vorsicht: heiß!). Sahne erneut erhitzen (nicht aufkochen!) und mit der Kuvertüre mit dem Schneebesen verrühren. Im Kühlschrank ca. 1 Stunde abkühlen, aber nicht fest werden lassen.

2. Tee-Ganache in einen Einwegspritzbeutel füllen. Vom Beutel eine sehr kleine Spitze abschneiden. Masse in die Hohlformen spritzen, dabei oben einen kleinen, ca. 1 mm dünnen Rand frei lassen. Pralinen 1 Stunde kalt stellen.

3. Zum Verschließen die Kuvertüre temperieren. Etwas Kuvertüre in einen Einwegspritzbeutel füllen und eine kleine Spitze vom Beutel abschneiden. Die Pralinenöffnungen mit der Kuvertüre verschließen, erneut 3 Minuten kalt stellen. Dann 20 Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen, bevor sie überzogen werden.

4. Restliche Kuvertüre erneut unter Rühren über dem warmen Wasserbad auf 32 Grad erwärmen. Pralinen mit einer Pralinengabel (oder Gabel) in die Kuvertüre tauchen, überschüssige Kuvertüre am Schüsselrand abstreifen. Pralinen auf 2-3 Gitter setzen. Tee aus dem Beutel lösen. 1/3 der Pralinen mit etwas Schwarztee bestreuen. 1/3 der Pralinen mit einem kleinen Pinsel mit Blattgold garnieren. Restliche Pralinen, sobald die Kuvertüre leicht fest zu werden beginnt, mit der Gabel leicht über das Gitter rollen, sodass die Kuvertüre kleine Zacken bekommt. Kuvertüre dann fest werden lassen. Die Pralinen halten in einer fest schließenden Dose an einem kühlen Ort (nicht im Kühlschrank!) 2-3 Wochen.

5 Gedanken zu “{Food} Was ist eigentlich der Unterschied – Teesorten

  1. Ich mag Tee sehr gerne! Im Büro gibt es morgens eine Kanne Kräutertee und nachmittags dann meist was fruchtiges, diesen lasse ich dann immer erst kalt werden, bevor ich ihn trinke. Das mit der Cistrose muss ich mir merken, man kann ja nie wissen…

    • Ich trinke meinen Tee auch immer kalt🙂 Egal ob in der Uni oder Zuhause oder im Büro.. der Tee bleibt so lange stehen bis er kalt oder fast kalt ist – heiß mag ich den gar nicht.. generell bin ich kein Heißgetränkemensch.. auch Kakao muss kalt werden ABER vorher aufgekocht werden, weil das einfach besser schmeckt dann😀

  2. Liebe Romy, ich liebe Tees, vor allem den Grünen🙂 Ich will deine Kräuterteeliste gern um Cistrose erweitern, denn dieses Kraut ist super gegen Viren und Bakterien und sollte auch in keinem Haushalt fehlen.

    Liebe Grüße
    Caro

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