{Sonntagskolumne} Spieglein Spieglein an der Wand

Neulich unterhielten wir uns über Träume und ich fragte „Erinnerst du dich denn nie an Deine Träume“ und mein Gegenüber so „Nööö!“..
Das ist doch schade. Ich bin manchmal wirklich verblüfft darüber, was ich so träume – da könnte man ganze Kinofilme draus machen. In der Nacht von Montag zu Dienstag hatte ich wieder einmal einen dieser Träume, von denen ich mir wünsche, sie würden wahr.

Ich war in einer Herberge, allerdings eine ganz besondere. Es gab einen Raum, die linke Wand komplett verspiegelt und auf der anderen Seite nebeneinander viele Fotoautomaten. Das ganze mit roter Farbe, ein wenig wie man sich so das Bad im Freudenhaus vorstellt und ein wenig BlingBling, dazu Schummerlicht. Es fehlte nur noch ein DJ in der Ecke. Bis jetzt noch nicht so spektakulär, oder?

Ich stand vor den Spiegeln und kann mich leider nicht mehr daran erinnern, wie es dazu kam, aber ich konnte den Spiegel um alles bitten. Ich bat ihn, erst nur um kleine Dinge: Zeig mir, wie ich blond aussehen würde und schwupp, war ich blond. Dann bat ich ihn darum, aus mir Jennifer Lopez – warum auch immer J.Lo –  zu machen und wieder erfüllte der Spiegel mir den Wunsch, verpasste mir ihre Figur, ihre Haare, ihre Kleidung – nur mein Gesicht behielt ich und ich konnte vor dem Spiegel tanzen wie sie. Und dann, wünschte ich mir einen richtig coolen Typen. Der Spiegel muss mich falsch verstanden haben. Aus den Fotoautomaten hinter mir kamen mehrere Kerle, aber keine coolen Typen. Nix mit schicker Friese, Lederjacke und verschmitzem Lächeln. Es war ein absoluter Computernerd dabei, ein Bauer mit entsprechendem Parfum, eine Art Stalker, etc. – alles was Frau sich weniger wünscht erschien im Spiegel hinter mir und die fingen auch noch an zu tanzen! Leider sprang in dem Moment der Wecker an – Frechheit! – und ich weiß nicht, ob ich tatsächlich noch einen coolen Typen bekommen hätte.

Vielleicht wollte mir der Spiegel nach all meinen eitlen und oberflächlichen Wünschen nur mal eine Lektion erteilen und mir klar machen, dass jeder toll ist, wie er ist..

2 Gedanken zu “{Sonntagskolumne} Spieglein Spieglein an der Wand

  1. Manchmal glaube ich auch, dass uns Träume irgendetwas sagen wollen… Nur verstehe ich nicht immer was! Wenn ich zum Beispiel mit meinem Auto auf dem Weg zur Arbeit in einen Bach fahre und dann gerade noch so meine Handtasche retten kann, bevor es voll mit Wasser läuft… Ich komme da bis heute nicht drüber weg…

    • Ich kann dir da vielleicht helfen: Ich hatte als Kind sehr oft Alpträume; immer die gleichen und meine Mutter schickte mich zur Schulbetreuerin, die dann mit einem Traumdeutungsbuch versuchte dem auf den Grund zu gehen. Der Traum, in dem ich auf einmal alleine bin und ale nach und nach in einer großen Pfütze untergehen, ist deinem ja recht ähnlich. Das Verschwinden in Wasser hat wohl etwas mit Verlustängsten zu tun. Bei mir verschwanden Menschen, die mir am Herzen lagen. Du hast vielleicht Angst wichtige Dinge aus der Handtasche zu verlieren – Beispielweise Finanzen, Kontakte, irgendsowas.. #Hobbypsychologe😉 Rechnung kommt😀

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