{Sonntagskolumne} One week without

Neulich, ich versuchte drei Mal im Laufe des Tages den Router neuzustarten und ging dann irgendwann zum Bruderherz „Geht dein Internet?“ und er so „Nööö!!“..
Verdammt! Grundsätzlich wäre mir das relativ egal. Ich kann auch ohne leben.. aber eben nicht immer. Ich musste noch ein Essay schreiben, als Prüfungsleistung und per Mail bei den Dozenten einreichen. Ohne Internet, keine Mail. Nun könnte man sagen: „Hättest du nicht bis zur letzten Minute gewartet…“ – Ach papperlapapp! Alle anderen machen das genauso und ja, verdammt, ich würde mit von der Brücke springen, das macht nämlich bestimmt Spaß!

Als Resultat verbrachte ich also den Freitag in der Hochschulbibliothek. Ein Ort, den ich nicht so häufig betrete und noch weniger um tatsächlich akademische Leistungen zu erbringen. Ich brauchte jedoch das W-Lan und konnte so mein Essay schreiben und abschicken und traf noch einen Studenten, den ich seit nunmehr zwei Jahren regelmäßig zufällig treffe; nicht nur an der Hochschule. Als wäre es Schicksal… Wir haben schon Spitznamen füreinander und freuen uns auch, wenn wir uns sehen, aber nach seiner Nummer fragen möchte ich nicht – das würde den spontanen Charakter unserer Beziehung zerstören, wenn wir uns gewollt über den Weg laufen.

Nachdem das Essay also im Sack ware, dachte ich mir, halb so wild so ohne Internet über’s Wochenende. Dann fiel mir jedoch ein, dass ich ja noch die Eintrittskarten für’s Open Air ausdrucken musste.. aus meinem Mailpostfach. Aber selbst wenn ich an die Mail gekommen wäre, funktioniert auch der W-Lan-Drucker für mich hier ohne Internet nicht. Teufelskreis. Ich leitete die Mail an den Buddelkastenfreund weiter und damit war auch dieses Problem gelöst.

Es fing eines Abends an zu gewittern, was dafür sorgt, dass meine Satschüssel auf Schneesturm schaltet. Normalerweise mache ich dann den Computer an und schaue online weiter. Ohne online, nix mit gucken! Mussten wir uns unterhalten… Ein weiteres Mal, dass mich das fehlende Internet nervte.

Auch, wenn ich mir dachte: „Ohne Internet ist doch gar kein Problem; ich brauch das nicht und kann gut ohne“ zeigte sich schon relativ schnell, wie abhängig wir von diesem Medium, dem damals keine Zukunft vorhergesagt wurde, sind. Selbst wenn wir wollten, ginge es kaum. Der wichtigste Part dabei ist für mich das Mailpostfach.

Sklaven der Technik..

 

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