{Lifestyle} Gelegenheit macht Freunde

Freunde kommen und Freunde gehen. Dabei legt jeder den Begriff anders aus. Manch einer hat einen besten Freund oder eine beste Freundin und dazu einen großen Teil „normale“ Freunde. Andere haben nur Freunde und der Rest sind Bekannte und manche Menschen denken leider, dass sie gar keine Freunde haben.

Der Zufall entscheidet, wer unser Freund wird. Das erste Kind mit dem wir Kontakt im Kindergarten haben; das Kind, das in der Schule neben uns gesetzt wird; das Kind, das neben uns wohnt… Kinder nutzen die ersten Kontakte um Freundschaften zu schließen und das verlernen wir eigentlich auch nicht. Kommen wir alleine in eine Gruppe, sei es der erste Tag in der Uni oder der Lehre, im Ferienlager oder im Erwachsenenalter Arbeit, Verein o.ä., sind die ersten Menschen, mit denen wir Kontakt haben, oft auch jene, mit denen wir dann am ehesten anfreunden.

Der Eine / Die Eine

Ich wurde gefragt, ob ich einen Beitrag über meinen besten Freund oder meine beste Freundin schreiben möchte [–> schaut hier]. Nun, das geht schlecht. Ich habe nicht einen besten Freund oder eine beste Freundin. Ich habe eine kleine Gruppe Menschen, die ich alle in den Kreis „beste Freunde“ zähle. Menschen, die seit Jahren, ja teils mein ganzes Leben lang schon bei mir sind und, egal wo es wen mal hinverschlägt oder hinverschlagen hat, wohl auch immer bleiben werden. Wir haben mal täglich Kontakt, mal wochenlang nicht. Im Laufe der Jahre haben sich die Persönlichkeiten so entwickelt, dass wir auch bestimmte Dinge nicht mehr teilen und sich jeder entsprechend seiner Interessen andere Freundeskreise aufgebaut hat – was aber nicht dazu führte, dass unsere Beziehung abbrach, wie es gerade in der Kindheit oft der Fall ist. Etwas ändert sich und von heute auf morgen wird aus den besten Freunden nichts mehr oder gar Feinde. Auch wir hatten mal Phasen in denen durch Schulwechsel, neue Freunde, etc. der Kontakt mal unterbrochen war. Aber, eben nur unterbrochen.

Vermutlich auch den neuen Medien sei Dank, ist es viel einfacher Kontakt zu alten Freunden zu halten. Ich wurde auf der White Party gefragt, ob denn der Buddelkastefreund mein „Lebensabschnittsgefährte“ sei. Mir schwebte ein „Ja“ auf den Lippen, schließlich ist er ein Gefährte seit Windel gegen Töpfchen getauscht wurde. Im Laufe der Jahre haben sich weitere Personen dazu gesellt, die mittlerweile seit Jahren „Lebensabschnittgefährten“ sind. Kindergarten, Schule, Lehre – aus jedem Abschnitt hat sich jemand gehalten, der sehr gerne bleiben darf und soll und auch aus dem Studium werden mir mit Sicherheit Freunde über bleiben, die dann gemeinsam zu meinem 60 Geburtstag zu den Lieder unserer Jugend auf den Tischen tanzen werden – Mit AOK-Chopper und die Stützstrümpfe wedelnd.

Was macht Eure Freundschaft besonders?

Wir. Ganz einfach. Alleine die Tatsache, dass wir wir sind und uns haben. Jeder konnte sich so entwickeln, wie er wollte und wir nehmen uns genau so an. Madame C. mag Helene Fischer und zieht Schlagerbums einer guten Clubnacht vor, und hat mich als letzte Verbündete mit Geburt von Claasihasi im Nimmerland alleine gelassen – gut, dann soll sie. Der Master hört Musik, die ich nicht als Musik identifizieren würde und gerade beim Thema Studium würde ich ihm öfter gerne mal eine Fleißschelle verpassen – aber, er ist ein erwachsener Mann und kann tun was er möchte. Und dann gibt es noch die anderen, die ganz woanders wohnen und man sieht sich nur ein paar Mal im Jahr und doch ist es immer wieder wie nie verabschiedet. Dabei entwickelten sich teils kleine Traditionen: mit Tinchen sind die Treffen häufig mit viel Geld ausgeben verbunden, weil sie in einer Shoppingtour münden; aber auch wenn sie mich arm machen, mag ich diese Treffen sehr gerne.

Ich möchte gar nicht einen von ihnen auf eine besondere Ebene heben und über die anderen stellen. Jeder hat seine Stärken und Schwächen und jeder ist in einem anderen Bereich wichtig für mich.

 

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3 Gedanken zu “{Lifestyle} Gelegenheit macht Freunde

  1. Gute Freunde sind was tolles. Dabei kommt es weniger auf Masse statt auf Klasse an – die paar, auf die man sich verlassen kann, sind Gold wert und diese Freundschaften sollte man pflegen. Gerade die Unterschiede machen für mich eine Freundschaft aus. Andere kommen und gehen auch wieder – da sind andere Lebensplanungen und andere Ansichten, um die einen ist es schade, um die anderen tut es mir nicht leid… Denn da sind ja immer noch DIE, auf die man sich in jeder Lebenslage verlassen kann…

    Ich wünsche Dir weiterhin eine super Zeit mit deinen Besten…

  2. Und auf ein Neues erkenne ich mich in deinem Text wieder… Es gibt drei Mädels aus der (Grund-)schulzeit, die nu seit ein paar Jährchen rum ist, mit denen ich es wenigstens zweimal im Jahr schaffe, mich zu treffen. Es gibt zwei Mädels vom Studium, die ich selten sehe, wir uns aber immer wie bolle freuen, wenn es mal mit nem Treffen klappt. Es gibt meine drei Mädels, die ich aus dem ersten Job nach dem Studium kenne. Und ich habe eine Herzenskollegin, mit der ich Tag für Tag schöne, wie auch schreckliche (private!) Dinge teile. In jeder Phase meines Lebens kamen neue tolle Leute dazu. Andere, bei denen man dachte, dass man für immer unzertrennlich bleiben würde, haben sich so nach und nach aus dem Leben geschlichen, was aber auch ok ist. Die anderen bleiben😀
    Liebe Grüße, Katha

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