{Lifestyle} Tu es für dich!

Wer will, der kann auch, heißt es immer. „Keine Zeit“ ist eine Ausrede, die nicht gilt, denn wer will, der findet auch Zeit. Es findet sich genug Zeit für Sport, wer es möchte. Es findet sich genug Zeit in Ruhe ein Buch zu lesen, wer es möchte. Es findet sich genug Zeit bei den Großeltern auf einen Kaffee vorbeizuschauen, wer es möchte.

Stress knockt uns aus und bestimmt unser Leben viel mehr als es gut ist. Neben dem beruflichen Stress, kommt noch der private hinzu. Wir alle wollen unsere sozialen Kontakte hegen und pflegen und tun für unsere Freunde häufig Dinge, die uns eigentlich keinen Spaß machen – einfach, weil wir nett sind.

Doch, wo bleiben wir dabei? Ist die Genugtuung, anderen etwas Gutes getan zu haben wirklich ausreichend? Ich sage nein!

Egoismus macht glücklich!

Ich habe mich von meinem Exfreund damals, trotz großer Liebe, mit den Worten verabschiedet: Der wichtigste Mensch in meinem Leben bin ich und mir muss es gut gehen! und genauso ist es. Der wichtigste Mensch in Eurem Leben seid Ihr selber! Nicht Euer Partner, nicht Euer Kind oder die Eltern. Ihr seid es, die vorrangig fit sein müssen, glücklich, gesund und lebensfroh. Nur wenn Ihr mit viel Energie und Optimismus durch’s Leben gehen könnt, könnt Ihr für Eure Lieben da sein, sie versorgen, ihnen Kraft schenken, mit ihnen Lachen und Weinen und gemeinsam alt werden.

Warum müsst Ihr dafür nun Egoist sein? Müsst Ihr nicht, aber ein gesunder Egoismus ist essentiell für persönliches Glück. Ich hatte mir für das neue Lebensjahr vorgenommen, viel mehr für mich zu machen. Vorrangig meine Ziele zu verfolgen und mehr zu machen worauf ich Lust habe. Das heißt nicht automatisch, dass ich andere dabei vernachlässige. Ich habe einfach mir mehr Platz in meinem Leben eingeräumt und meine Interessen priorisiert.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, muss aber mal gemacht werden!

Ich hatte mir außerdem vorgenommen, mich mehr zu trauen. Einfach mal Dinge, die mir früher Angst gemacht haben, aber prinzipiell interessant waren, ausprobieren. Grenzen überwinden. Einfach mal was trauen. Der größte Schritt war damit mit dem Auslandsemester in China getan; in mehrfacher Hinsicht: Fliegen, alleine, Fremde, ungewisser Ausgang, und so weiter.

Eigentlich reise ich sehr gerne, aber viel zu wenig. Und ich mag keine Familienfeiern oder generell Feiern, die „man halt macht“, wie Geburtstage. Meine Idealvorstellung vom Geburtstag ist daher seit langem an diesem Tag verreist zu sein und dieses Jahr wird das auch endlich gemacht. Mit einer Freundin werde ich also über ein verlängertes Wochenende in eine der für mich schönsten Städte Europas reisen.

Ein „Nein“ hat ganz andere Resultate als befürchtet!

Ich hatte immer die Bedenken, lehne ich ab, weil ich schlichtweg einfach nicht möchte, stehe ich als schlechte Freundin da. Beispiel: Ich gehe drei Mal in der Woche zum Sport und habe früher auch mal eine, zwei oder alle Kurse ausfallen lassen, weil jemand irgendwas an dem Abend machen wollte. Ich kann es mir aber nicht leisten den Sport zu streichen und stattdessen Essen zu gehen. Das macht den anderen vielleicht glücklich, aber mir verschafft es neben dem sozialen Aspekt auch Zusatzkilos, die einfach verdammt schwer wieder verloren gehen.. und mittlerweile ohne genug Bewegung in der Woche auch verdammt schlechte Laune! Ich habe also an vier Abenden in der Woche frei und Zeit etwas zu unternehmen und an den Abenden stehe ich auch zur Verfügung. Wer dann nicht kann, muss halt warten. Drei Abende in der Woche gehören mir und die sind mir auch heilig und werden nur angetastet, wenn es wirklich nicht anders geht.

Ich habe mir also das „Nein“ angewöhnt und gemerkt, dass ich dadurch nicht auf einmal weniger Freunde haben, deren Zorn auf mich gezogen oder vereinsamt bin. Meine Interessen zu priorisieren hat für mich den einzigen Effekt gehabt, dass ich mehr Raum und Möglichkeiten für Dinge habe, die mir nutzen, mich glücklich machen und mir auch einen anderen Blick auf die „Neins“ der anderen ermöglicht hat.

Und was ist mit den anderen?

Die haben auch etwas davon. Ich kann mich Dingen, die ich für sie erledige, mit mehr Ruhe und Elan widmen. Beispielsweise liegt der Gipsbauch der Madame C. seit 9 Monaten hier und ist noch nicht fertig. Es gab einfach noch nicht die Zeit sich in Ruhe mit einem bei der Gestaltung aufgetauchten Problem zu beschäftigen und „einfach irgendwie da jetzt mal was machen, geht schon“ ist nicht mein Stil. Das wird ordentlich gemacht!

Mit guter Laune und Spaß bei der Sache zu sein, ist mit Interesse am Thema auch wesentlich einfacher. Ich mag ja auch nicht mit Leuten feiern gehen, die schlecht drauf sind oder eigentlich nur darauf warten heim zu fahren. Ich bin immer noch enttäuscht, wenn ich irgendwo gerne hingehen möchte, aber niemand Lust hat mich zu begleiten; das reichte teils auch bis ins Tränchenvergießen. Mittlerweile kann ich aber auch eher nachvollziehen und verstehen, warum das „Warum tust du das nicht auch mal für mich?“ einfach nicht eintrifft und bin ihnen nicht böse.

***

Nun ist das Lebensjahr fast vorbei und ich habe mit meinem Vorhaben, faktisch egoistischer zu sein gelernt, dass Dinge für mich selbst zu tun anderen nicht weh tut und mich nicht als Buhmann dastehen lässt. Natürlich darf man dabei nicht die Bedürfnisse anderer vernachlässigen und manchmal muss man denen auch den Vortritt lassen, aber zu verstehen, dass die meisten Dinge nicht leiden, wenn sie warten, ist schon ein großer Schritt in Richtung persönliches Glück.

Wenn ein „Ja“ zu anderen, „Nein“ zu dir selbst bedeutet, nimmst Du Dir ein Stückchen Unbeschwertheit und Glück – Jedes „Nein“ sollte es daher auch wert sein die eigenen Bedürfnisse hinten anzustellen. Das richtige Mischungsverhältnis macht’s und wie das aussieht, richtig sich ganz nach Euch.

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