{Lifestyle} „Zumba ist tot!“ – Was sind die neuen Fitnesstrends?

Ich war diese Woche endlich wieder beim Sport nach sechs Wochen Zwangspause und das erste was ich beim Zumbakurs hörte war: „Die Zumbaparty wird verlagert, kleinere Location, kaum Anmeldungen – Zumba ist tot! Es werden neue Trends kommen!“

Dass der Zumbatrend abgeebbt ist, hatte ich mir schon vor einer Weile gedacht. Es macht ja Spaß, aber was Neues wäre auch mal gut.

Fragt sich nur, was kommt denn? Es gab die ein oder anderen angeblichen Trends, die sich nicht durchsetzen konnten. Beispiel: Eine Mischung aus Trampolin und AOK-Chopper mag ja ganz lustig sein, aber welches Fitnessstudio soll denn die Investition tätigen, für einen kompletten Kursraum diese platzraubenden Dinger zu kaufen?

Aber, was kommt denn dann als nächstes? Worauf können wir uns freuen? Gibt es etwas ganz innovatives, dass aus uns Fitnessmäuschen im Handumdrehen macht? Ich habe mich einmal im Netz umgeschaut und es sind klare Trends erkennbar. Vielleicht ist auch etwas für Euch dabei!

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HIIT – Hochintensives Intervall Training

HIIT ist der Hit! [Ich weiß, ein sehr plattes Wortspiel.. Sorry :D]
Unter HIIT versteht man eine Trainingsmethode, in der sich intesive Trainingseinheiten mit Ruhepausen abwechseln. Als schweißtreibend, flexibel und effektiv stellt sich dieses Training dar. Beispiel: Joggen ist Dir zu langweilig? Mach die HIIT-Mthode. Sprinteinheiten wechseln sich mit kurzen Gehpausen ab. Wie lange die Intervalle sind, richtet sich nach dem Fitnesslevel des Sportlers. Die intervallartige Anstrengung bringt den Körper an seine Grenzen und sorgt für einen langanhaltenden „Nachbrenneffekt“, was dieses Training effektiver macht, als normales Fitnesstraining.


hiitrepublic.com

Functional Training

Functional Training kombiniert die herkömmlichen Übungen mit einer Achtung von Leistungsfähigkeit und Verletzungsrisiko. Die körperliche Stabilität, Sehnen und Gelenke stehen um Focus; der reine Muskelaufbau ist nur sekundäres Ziel. Der Rumpf wird gestärkt und Stabilität aufgebaut, als Grundlage für weitere Übungen. Der eigene Körper wird als Trainingsgerät genutzt und später können Hilfsmittel genutzt werden, um das Training zu steigern. Im Rehabereich und Profisport wird Functional Training seit langem genutzt und zieht nun auch langsam in den privaten Sportbereich ein.


blog.hypervibe.com

Crossfit

Wer sich mal so richtig verausgaben will, sollte Crossfit oder darauf basierende Kurse ausprobieren. Hier wird mit intensiven Einheiten traininert, die nicht nur Kraft erfordern, sondern auch auf Schnelligkeit, Flexibilität, Ausdauer und Koordination setzen. Das Training erfolgt größtenteils mit dem Eigengewicht, aber auch kleine Hilfsmittel werden genutzt.
Crossfit-Gruppen sind mittlerweile fast überall zu finden und so hat jeder die Möglichkeit nach seinem individuellen Fitnesslevel den gesamten Körper zu trainieren.


huffpost.com

Yoga

Was sich hält wie kaum ein anderes Trainingskonzept ist Yoga. Jeder hat es schon gehört. Jeder kennt typische Posen. Yoga ist kein klassisches Training und Yoga ist nicht Yoga. Die verschiedenen Arten bieten für jeden eine passende Form. Wer sich schon einmal an einer Übung probiert hat, weiß um die Komplexität. Jeder kann Yoga machen. Das Halten der Übungen stärkt die Muskeln, Konzentration und Ruhe wirken entspannend, Koordination und Flexibilität werden gefördert.


squarespace.com

„Pumpen“

Männer stemmen seit jeher Gewichte, was ist daran neu? Sie müssen teilen. Immer mehr Frauen haben die Gewichte für sich entdeckt und trainieren intensiv mit dem Ziel des Muskelaufbaus und den Körper in die gewünschte Form zu bringen. Die eher softe Version des Bodybuilding hat Einzug in die Frauenwelt gehalten. Das Körperbild ändert sich derzeit von schlank/skinny in sportlich. Körper sollen Kurven haben, Hintern wieder praller werden, Muskeln sind wichtiger als Knochen. Entgegen vieler Vorurteile entwickeln sich Frauen beim Training mit schweren Gewichten nicht automatisch zu Muskelpaketen.


healthyceleb.com

***

Was ist denn nun für uns Kursmäuschen dabei? Gibt es einen klaren Nachfolger nach der Aerobic, Tae Bo,  Zumba-Kette? Was ist auf der Seite: Hupfdohle, Musik, Arme und Beine durch die Luft wirbeln? Da sieht es schlecht aus. Es gibt zwar hier und da Kurse, bei denen man zum Beispiel lernt seinen Namen zu tanzen, doch sie sind noch nicht so gehypt, dass sie auch in den meisten Fitnessstudios angeboten werden.

Wer Zuhause trainieren mag, kann mit Onlineprogrammen so gut wie alles ausprobieren. Wer zu viel Geld hat, kann auch die kostenpflichtigen Programme kaufen. Ich bin kein Freund von diesen Angeboten. Wer Zuhause alleine trainiert und noch keinerlei Ahnung von den Übungen hat, kann vom Trainer auf dem Bildschirm drei Mal erklärt bekommen, er soll bei den Kniebeugen die Knie hinter den Zehenspitzen lassen – es ist dennoch keiner da, der wirklich sieht, wie die Übung ausgeführt wird und korregieren kann. Mich würde eine Studie interessieren, nach der in ein paar Jahren mal festgestellt wird, wie viele Schäden solche solo-keiner-sieht-meine-Fehler-Programme hervorbingen.

Habt Ihr bei Euch in der Gegend vielleicht etwas neues entdeckt, dass Euch Spaß macht? Was macht Ihr und was würdet Ihr Euch wünschen?

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4 Gedanken zu “{Lifestyle} „Zumba ist tot!“ – Was sind die neuen Fitnesstrends?

  1. Also ich bin ein absoluter Sportverweigerer..Es macht mir wirklich null Spaß und ich hab schon etliches ausprobiert mit dem selben scheiternden Ergebnis. Aber ohne geht halt auch nicht und deshalb mache ich *Trommelwirbel* isometrisches Training. Wer jetzt denkt ‚jo meine Oma macht das auch ist doch pipikram‘ liegt falsch. Dabei kann man sich echt verausgaben und genauso muskelkater kriegen. Ich habe mir extra Gewichtsmanchetten für Hand und Fußgelenke geholt. Großer Vorteil ist dass man es überall machen kann, vom popo zusammen kneifen in der U-Bahn bis hin zu wirklich konzentrierten übungen auf dem Boden. Für mich als Faulpelz und wenig Zeit da Kind und sowieso noch dreitausend andere ausreden absolut ideal.🙂 Sport muss für mich mit praktischen Arbeiten verbunden werden können zb auch Gartenarbeit.. Und wer beim Heckenschneiden jetzt auch noch den Po zusammenkneifen kann darf sich getrost Hochleistungssportler nennen!

    Lieben Gruß Natalie

  2. Neeeeiiiiinnnn. Zumba is nicht tot. Wir haben uns grad gestern erst gefreut, dass es bei unsrer Gruppe langsam nach Choreographie aussieht… der Hype ist klar wieder abgeflacht, wie es immer mit Hypes ist. Ich mags aber, weil ich das ein bisschen ‚tanzen‘ kann, mir die Musik gefällt (gut, kommt wohl mit auf den Trainer an) und es auch was für die Ausdauer ist. Wenn ich Bauch Beine Po oder was anderes machen will, kann ich in diesen Kurs gehen… Joggen find ich superkacke und bewundere Menschen, die dabei Spaß empfinden. Skaten macht bei Blätter-Matsch auch nicht wirklich Spaß. Radfahren ist für mich kein Sport, sondern Fortbewegung, weil ich erst seit wenigen Jahren ein Auto besitze und vorher gute 25 Jahre nur mitm Rad unterwegs war. In diesem Sinne: hoch lebe Zumba!
    Liebe Grüße, Katha

    • Haha, ich sehe das teils ähnlich wie du..unsere Zumbatruppe ist auch seit Jahren einfach ein und der selbe Kern und solange wir noch da sind wird es den Kurs wohl auch noch geben. Ich bin auch lieber nur am hampeln, als pumpen. Wir hatten aber auch schon mehrere Trainer und es ist wirklich unglaublich abhängig davon, wer den Kurs macht. Dass da einige sagen, sie mögen es nicht, kann ich vollkommen nachvollziehen! Das Lied, was ich unten eingebunden habe, ist zum Beispiel mein absoluter Liebling, wenn wir den tanzen..
      Irgendwie habe ich aber doch Bock auf was neues..

      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

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