{Lifestyle} Zeitmanagement – kleine Tipps

Keine Zeit! keine Zeit!“ – ruft das weiße Kaninchen und verschwindet. Böse Zungen behaupten ja, keine Zeit wäre ein selbstgewähltes Schicksal und wer möchte hätte immer Zeit. Das stimmt nur zum Teil! Natürlich könnten wir für alles Zeit aufbringen, doch dann bleibt etwas klar auf der Strecke: die eigene Erholung. Wir könnten wie das Kaninchen angefixt mit Taschenuhr in der Hand und Eile im Rücken durch die Welt laufen und alles nur im Vorbeigehen erledigen. Wir können alles schaffen, wenn wir wollen, dürfen uns aber nicht wundern, wenn wichtige Dinge dann durch Halbherzigkeit auf der Strecke bleiben.

Wer hier aufmerksam ist, weiß und merkt, dass ich gerade nicht so viel Zeit habe und daher hier auch nicht so viel passiert. Ich komme spät nach Hause und und bin kaum da. Diese Woche ist es mir wieder besonders aufgefallen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, hatte ich jemanden, der mich Zuhause begrüßte. Eine ganze Band sogar. Sie heißen Essigfliegen und haben mir deutlich gemacht, dass der Biomüll wohl schon zwei Tage früher mal rausgebracht werden wollte. Von der Ladung Hosen, die ich von der Waschmaschine geraden in den Trockner verfrachtet habe, fange ich am besten gar nicht mal an – ich hätte morgen keine Hosen mehr gehabt.

Der Haushalt bleibt bei mir regelmäßig auf der Strecke, weil ich alles andere priorisiere und ich weiß, da bin ich nicht alleine! Zeitmanagement heißt hier das Zauberwort. Ich bin zeitlich immer noch nicht optimal eingestellt, aber bei weitem nicht so katastrophal, wie es sein könnte. Heute also ein paar keine Tipps, was ich so für kleine Möglickeiten für mich nutze, um die Zeit besser zu handhaben.

Wer eine Hand frei hat, kann die zweite nutzen

Was ich öfter mache, ist beim Zähneputzen gleichzeitig Kleinigkeiten im Bad reinigen. Ich brauche zum Zähnchen putzen nur eine Hand und mit der anderen lässt sich problemlos mit einem Reinigungstuch mal hier was abwischen, da Reiniger ins Klo sprühen oder Waschbecken, Badewanne, wie auch immer und kurz drübergespült. Das frischt etwas auf und verschafft Zeit für die Grundreinigung bis zum Wochenende.

Gleiches gilt fürs Aufräumen. Kleinigkeiten in den Geschirrspüler stellen, Wäsche sortieren und ähnliches können super nebenbei erledigtg werden und in drei bis fünf Minuten Zähneputzen schafft man schon einiges.

Essen schon am Abend vorbereiten

Ich bin kein Morgenmensch, nie gewesen und werde ich auch nicht. Wenn ich also etwas frühstücken oder mitnehmen und dennoch nicht sehr zu spät kommen möchte, muss ich die Stullchen schon am Vorabend fertig machen, sonst gibt es nichts. Das dauert nur ein paar Minuten und ist schnell vor dem Zubettgehen erledigt.

Prioritäten setzen

Wer weiß, was er wann erledigen muss oder wo Termine liegen, kann das Drumherum besser planen. Ist es wirklich wichtig das Geschenk heute zu kaufen oder geht das auch noch morgen? Muss ich wirklich jetzt schon einkaufen fahren oder komme ich mit meinen Vorräten noch bis zum Wochenende? Wer das nicht im Kopf planen kann, sollte sich einen Kalender zulegen und genau die Zeiten eintragen, was wie lange braucht und wann die Deadline ist.

Wege kombinieren

Ich arbeite in einer anderen Stadt als ich lebe und studiere in einer noch ganz anderen Stadt. Meine Termine lege ich mir also nach meinem Tagesplan. Arzttermine lege ich auf Zeiten, in denen ich Zuhause bin. Habe ich Termine in der Stadt in der ich arbeite, lege ich sie auf den Feierabend um nach der Arbeit gleich hinfahren zu können. Muss ich etwas im Shoppingcenter kaufen, erledige ich das an einem Tag, an dem ich eh in der Uni bin und auf dem Rückweg dort schnell anhalten kann. So spart sich der Anfahrtsweg und ich werde nicht verleitet hier noch schnell und da und wenn ich schonal da bin..

Mit oder ohne N?

PutzeN oder Putze? HandwerkeN oder Handwerker? BackeN oder Bäcker? In Deutschland ist es normal, Dinge, die man selbst erledigen kann, auch alleine zu erledigen. Doch manchem ist gut geraten Dinge abzugeben. Wer etwas in der Wohnung machen lassen muss, aber selbst eigentlich keine Ahnung hat, sollte sich einen Handwerker kommen lasse. Wer Putzen hasst oder eigentlich auch keine Zeit hat stundenlang die ganze Bude zu putzen, kann sich eine Putzfrau bestellen; das reicht auch ein oder zwei Mal im Monat für die Grundreinigung. Wer Kuchen mitbringen möchte, kann auch guten kaufen, wenn er nicht backen kann. Der Vorteil liegt auf der Hand: die Arbeiten werden schnell und vor Allem richtig erledigt. Die Frage ist nur: Ist mir der Zeitgewinn die Ausgabe wert?

Ruhe muss sein

Auch wenn ich viel erledigen könnte in bestimmten Zeiten, ist mir Ausschlafen, wenn ich es kann wichtig. Meine Mutter hat am Wochenende um zehn schon Frühstück gemacht, Kuchen gebacken, die Wäsche gemacht, das Bad geputzt und bereitet das Mittagessen vor. Ich liege dann noch im Bett. Man muss nicht immer unter Strom stehen. Ganz wichtig ist auch das eigene körperliche Wohlbefinden. Ich bin eine Eule, keine Lerche, keine Nachtigall, sondern eine ganz dunkle Eule und ich habe zwei Tage in der Woche, in denen ich meinem Biorythmus entsprechend meinen Tag gestalten kann und dann mache ich das auch. Ausschlafen, Frühstück um elf, Mittag um vier, zum Leid der Nachbarn Staubsaugen, Wäsche, etc. wenn es schon dunkel ist; so funktioniere ich einfach am besten.

Ebenso verhält es sich für mich mit meinen Sporttagen. Ich habe feste Tage an denen ich Abend zum Sport gehe und das weiß auch jeder und dann bin ich auch an den Tagen eben für die Zeit nicht verfügbar, weil ich sonst gar nicht zum Sport gehen würde. Ich nehme mir auch bewusst Zeit zum auf der Couch lümmeln, auch wenn ich weiß, da liegt gerade ein Berg Wäsche neben mir, der zusammengelegt werden möchte. Der liegt da aber auch noch morgen und das kann ich machen, wenn ich nebenbei zum Beispiel die Nachrichten schaue.

***

Habt Ihr noch Tipps, wie wir unseren Alltag besser managen können? Was habt Ihr für kleine Kniffe? Wo kommt bei Euch der Keine-Zeit-Hase durch?

3 Gedanken zu “{Lifestyle} Zeitmanagement – kleine Tipps

  1. Hallo Romy,
    ich bin auch ein Typ von Dauern-unter-Strom… 2 Kinder, 1 Mann, 1 Haus mit Garten, 1 Hund, 2 Wellensittiche, 1 Job (37Std/Woche) und Hobbys & Freunde…
    Ich versuche gerade etwas Struktur in alle Termine und Verpflichtungen zu bekommen – aber wirkliche Tipps habe ich noch nicht. Lasse mich aber gerne weiter inspirieren.
    Liebe Grüße
    Anke

  2. Danke. Jemand, der bloggt und keine Ober-Putzfee ist… ich denke immer, wenn ich die ganzen top gestylten und porentief reinen Wohnungen sehe: oh man, is die perfekt oder werden die Bilder direkt nachm Aufräumen und Putzen gemacht?! Ich bin auch so ein Einmal-die-Woche-Grundreinigungs-Typ und unter der Woche wird halt der nötige Kleinkram gemacht, dass man sich nicht unwohl fühlt. Natürlich wärs spitze, wenn die Fenster einmal im Monat geputzt wären und die Küchenschränke im selben Rhythmus ausgeräumt und -gewischt würden, aber es ist dann doch auch ok, wenn ich nach zwei Stunden bügeln beim Shopping-Queen-Marathon am Samstag die anderen drei Stunden einfach so vor der Glotze hängen kann…
    Man muss eben Prioritäten setzen und wenn ich sie weg von Zeit-für-mich hin zu putzen-bis-alles-blinkt verschieben würde, würde ich mich wohl nicht unbedingt besser fühlen…
    Liebe Grüße und einen schönen 4. Advent,
    Katha

    • Liebe Katha, ich denke mir das auch immer und das Lustige ist, dass es tatschlich Youtuber gibt, die offen gezeigt haben, dass der AUsschnitt in dem sie filmen super ordentlich ist und drumherum herrscht das Chaos. Gleiches mit dem Topstyling – was man nicht sieht ist oft die chlafanzughose unter dem hübschen Blazer 😀 Ich glaube, nur die wenigsten sind wirkliche Ordnungsfanatiker und der Rest zeigt nur, was man sehen soll.. so machen wir das doch auch! Ich räume auch das Wohnzimmer auf, wenn Besuch kommt (nicht nicht weiß, dass ich ne Sau bin) und schmeiße alles einfach ins Büro 😀 Wohnzimmer sieht top aus und der Rest in geheim 😀
      Liebe Grüße! 😀

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