{Food} Superfood – Super gut – Super Trug?

Es ist derzeit in aller Munde – und das im wahrsten Sinne des Wortes: SUPERFOOD. Doch was ist das denn eigentlich? Was macht ein Lebensmittel zu sog. Superfood und was unterscheidet es von den anderen Sachen im Supermarktregal?

Ob nun Samen, Pulver, in Pillenform oder flüssig, es gibt nicht nur das eine Superfüdchen, nein, wir haben die Wahl. Schauen wir uns doch mal die gängigsten Superfoods an und wozu sie überhaupt gut sind.

Zusätzlich: Ein Tag Superfood für wenig Geld und viel Gesundheit.

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❓ Was ist Superfood?
Das Wort sagt es eigentlich schon: es ist super Essen. Irgendwelche Nahrungsmittel, die irgendwas ganz tolles können; besser als der Schund, den wir sonst so essen. Weil sie das können, nehmen wir wohl viel zu wenig davon zu uns und sollten das öfter tun. Sie versorgen uns mit wichtigen Nährstoffen und das ohne groß verarbeitet worden zu sein. Natur pur ist hier ganz oben auf der Superfood-Kriterien-Liste. In der Regel kommen sie, regional bedingt, für uns aus der Ferne. Leider gibt es keine Bestimmungen und jeder Nahrungsmittelhersteller kann, so er das möchte, auf sein Müsli „Mit Superfood aus Blaundkeks“ draufschreiben. Glücklicherweise gibt es aber auch Superfood in unseren Regalen, die wir bisher einfach nicht so wahrgenommen haben oder deren positive Eigenschaften hinter Pizza, Pasta und Co. schlichtweg in Vergessenheit geraten sind. Viele sind glutenfrei, zuckerfrei oder -arm, reich an guten Fetten, vegan und ballaststoffreich.

🍇 Welche heimischen Superfüdchen kennen wir?
Mit unseren ländlichen Gewächsen sind wir schon ganz gut eingedeckt. Die klassichen „Green Foods“ finden sich auf unseren Feldern und Wiesen seit jeher. Darunter finden wir Brennessel, Löwenzahn, verschiedene Gräser, wie Gerstengras, Spinat oder aber auch Grünkohl, Kräuter, wie Melisse oder auch Petersilie und einige Blattgemüse, wie Feldsalat oder Kresse.

Doch auch „Kreuzblütler“ sind leicht zu haben. Kohl hat irgendwie an Ruf eingebüßt, dabei ist er gerade im Winter ideal und frisch zu haben und auch Rettiche gehören dazu. Ihre Wirkung auf unsere Verdauung hat gute Ergebnisse in der Krebsvorsorge geliefert.

Früher aßen wir viel davon; es war leicht und viel erhältlich und mit wenig Aufwand zubereitet. Sie liefern uns allerdings viele wichtige Mikronährstoffe und können positiv auf Krankheiten wie Diabetes, Demenz oder auch Adipositas wirken.

Mandeln stehen auf der Liste der Supernüsse ganz oben und sind mit ihren tollen Fetten und Ballaststoffen wahre Zaubernüsse. Wer schon beim Mandeln naschen ist, kann auch gleich mal in die Kürbiskerntüte greifen. Sie sind kleine Magnesiumbomben und auch bei Erkrankungen, wie beispielweise einer Blasenentzündung, wohltuend durch ihre entzündungshemmende Wirkung.

Wer es eher süß mag ist im Sommer perfekt bedient, wenn die Beeren wieder frisch zu haben sind. Blaubeeren, Himbeeren, Brombeeren und wie sie nicht alle heißen tun viel mehr für uns als Apfel oder Birne.

Superfood-Tipp: Ein Smoothie aus Beeren, grünem Blattgemüse und ein paar Mandeln ist die Gesundheitsbombe schlechthin!

☕ Kann ich Superfood auch trinken?
Ganz hervorragend sogar! Kräutertees sind nicht nur eine geschmackliche Alternative zu stillem Wasser und dabei auch noch kalorien- und zuckerarm, sie werden in der Regel auch aus den tollen Green Foods gemacht. Brennesseltee wird nicht umsonst gerne bei Erkrankungen der Harnwege empfohlen. Ein frisch aufgebrühter Ingwertee schafft gerade im Winter den perfekten Start in den Tag!

✈ Welche Exoten gibt es?
Klein, rot und Eva naschte daran: der Granatapfel ist auch in unseren Supermärkten mittlerweile gut erhältlich und das ist auch gut so. Die kleine Granate wirkt bombastisch in der Krebsforschung und ist auch bei Bluthochdruck und Herzleiden gefragt. Auch Avocados finden sich immer öfter auf unseren Broten – zu Recht. Statt Butter oder Aufstrich liefern sie uns einen guten Brotbelag, mit wertvollem und unbearbeiteten Fetten. Goji-Beeren hatte ich bis zu meinem China-Aufenthalt nicht wirklich auf dem Schirm, waren dort aber überall vertreten.. der Joghurt schmeckte mir jedoch nicht. Dabei sind sie kleinen roten Gnubbel gut für unser Immunsystem und werden in der chinesischen Medizin bei fast allen Leiden empfohlen. Gleiches gilt für die Acai-Beere, welche genau aus der andere Seite der Erde erwächst. Ähnlich unserem Green Food verhält es sich mit Moringa, einer Grünpflanze, deren Blätter wie Spinat genutzt werden können. Wer etwas mit dem Magen zu kämpfen hat, kann bei der Papaya zugreifen. Eigentlich nur in Pulverform erhältlich ist für uns die Macawurzel. Sie soll gegen Stress und Angst helfen und beim Muskelaufbau unterstützen. So richtig ins Rollen gebracht hat eigentlich Matcha den Superfood-Trend. Dieser Grüntee wird gerade kiloweise angerührt und verschlürft uns soll gegen diverse Krankheiten helfen und stärken. Das früher geliebte Olivenöl wird nun durch Kokosöl verdrängt. Das kleine Multitalent wird nicht nur in der Küche eingesetzt, sondern auch in der Schönheitsindustrie.

🌱 Samen, Samen und nochmal Samen
Flachs, oder auch als Leinsamen bekannt, ist in letzter Zeit wieder auf dem Vormarsch. Sie sollten gerade in einer Diät oder bei Verdauungsbeschwerden genutzt werden, unterstützen sie das Bäuchlein doch ganz kräftig mit ihren guten Fetten und Inhaltsstoffen. Wer die Samen nicht nutzen möchte, kann auch auf Leinöl zurückgreifen (im Westen eher unbekannt, im Osten unverzichtbar auf Kartoffeln und Quark). Kaum vorbei kommt man derzeit auch an den Chia-Samen – auch in meinem Kühlschrank „reift“ der Chiapudding gerade munter vor sich hin. Als Omega-3-Lieferanten sind sie gerade für Menschen wie mich, die keinen Fisch essen können, interessant. Der gute alte Reis wird in letzter Zeit auch öfter von Quinoa oder Amaranth verdrängt, die als Eiweißlieferanten besonders bei Sportlern und Diätlern beliebt sind.

🆗 Marketing oder notwendig?
Foodtrends kommen und Foodtrends machen gewisse Menschen ziemlich reich, weil sie mit dem Unwissen von uns gutes Geld verdienen können. Chiasamen, Kokosöl, Acai- oder Macapulver, Matchatee.. das ist alles nicht preiswert und auch nicht im Discounter um die Ecke erhältlich. Viele versprechen Großes, haben aber gar keinen wirklich verlässlichen Studien im Handgepäck. Sicher ist, sie bewirken etwas. Sie haben gute Inhaltsstoffe für uns und sollten nicht ganz ignoriert werden.

Doch, ist es wirklich nötig die teuren Pulver zu kaufen, wenn ich doch auch einfach mit bekannten und einheimischen Produkten ähnliche Erfolge erzielen kann? Wer Interesse an den Wirkungsweisen von Lebensmitteln hat, sollte nicht nur in der Ferne suchen, sondern auch einfach mal vor der eigenen Haustür auf die Nase fallen. Wir haben in unseren eigenen Gärten Superfood, das keiner als solches wahrnimmt, weil keiner Superfood drangeschrieben hat; weil wir sie schon immer auf den Tellern haben und als Kinder gerne mal beiseite schoben.

Eine gesunde Mischung kann Abwechslung bringen und den langweilig gewordenen Speiseplan etwas aufwerten.

***

Der Low Cost-Superfood-Tag

Morgens

Ein guter Ingwertee mit einem Granolamüsli,
reichtlich Beeren und Mandeln.

Mittags

Spinatsalat mit Karotten, Karottenblättern, Radischen, Löwenzahn
und Brennessel; ein Dressing aus verschiedenen Kräutern und
Leinöl; Kürbiskerne

Abend

Quinoasalat mit Blumenkohl und Brokkoli gedünstet;
Leinsamenbrot mit Avocado und Curkuma

Zwischendurch

Mandeln oder Kürbiskerne knabbern,
selbstgemachter Joghurt mit Beeren, Acai-Pulver angereichert
und Kräuter- oder Brennesseltee

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