{Lifestyle} Abrechnung – Women’s Health Projekt Traumfigur 2016

Am 04.01. startete das Projekt Traumfigur von Women’s Health und ich habe groß und laut verkündet: Ich mache mit! Ich habe ein Vorherfoto eingesendet und Euch davon berichtet und mir ausgemalt, wie ich acht Wochen später bauchfrei meinen Waschbrettbauch durch die Gegend trage.

Nun sind acht Wochen rum und das Projekt beendet. Was ist nun draus geworden? Vorsatz gebrochen? Traumfigur erreicht?

Quelle: womenshealth.de

Als kurze Zusammenfassung: Worum ging es?

Es gab einen vorgegeben Trainingsplan und in puncto Ernährung konnte man sich an den Vorschlägen orientieren. Es gab zwei Trainingsphasen: Woche 1 bis 4 einheitlich und ein Wechsel ab Woche 5. Eine Abnehmphase und eine Definitionsphase. Zur Vorbereitung hatte ich mir für die bessere Übersicht eine Tabelle erstellt, in der ich abhaken kann, wenn ich die Übungen erledigt habe.

012016

Wer am Wettbewerb teilnehmen möchte, konnte ein Vorher-Foto an Women’s Health senden. Nix ohne Herausforderung – habe ich also gemacht. Mein Bruder musste herhalten und den Speck für die Ewigkeit festhalten. Noch schnell wiegen und messen und warten auf den Startschuss! Meine größten Problemzonen sind dieser Herrenbauch und die Oberarme. Das ein bisschen kleiner war der Wunsch.

Wie sieht es denn jetzt aus?

Ich habe nicht aufgegeben – vom Prinzip her. Ich kann Euch allerdings kein Nachher-Foto zeigen; dazu aber später.

Aber von Anfang an: Wie lief es denn nun eigentlich? Woche 1 bis 4 war okay. An den eigentlich Restdays bin ich wie gewohnt in die Kurse ins Fitnessstudio gegangen. Die Zeit verging ruckzuck und die ersten Ergebnisse waren schnell ausgemacht. Ich fühlte mich super! Das Training hatte sich in den Tagesablauf integriert und sonntags wusste ich mit der freien Zeit schon fast nichts mehr anzufangen, hatte ich doch an allen anderen Tagen entweder Zuhause oder im Kurs trainiert.

In Woche 5 wechselte der Trainingsplan in die Definitionsphase und schon nach kurzer Zeit hatte ich keinen Bock mehr und habe die Trainingseinheiten nicht mehr nach Plan absolviert. Ich habe die Tage verändert und die Übungen teilweise durch andere ersetzt.

Die Ergebnisse

..sind eher ernüchternd. Ich hatte zwischenzeitlich mal die 99,0 kg auf der Waage, aber nicht lange. In den letzten Wochen hat sich an den Maßen auch nicht mehr viel getan. Stattdessen habe ich Woche 7 eher schlecht als recht absolviert und Woche acht eigentlich so gut wie gar nicht, weil ich wieder einmal mit dem Magen zu kämpfen habe und Sport die Sache nur verschlimmert.. (schrieb es und knabberte am Zwieback). Leider sind diese kleinen Machtkämpfe zwischen mir und meinem Bauch sehr unausgeglichen und ich brauche mich in der Zeit gar nicht auf die Waage stellen. Der Bauch tut weh, ist geschwollen, aufgebläht und das zeigt mir die Waage auch.. nur für den Fall, dass ich die kneifende Hose nicht bemerkt habe. Daher gibt es auch kein Nachher-Foto, denn darauf würde sich einfach nur der Blähbauch zeigen.

Und was taugt es nun?

Nicht viel – kurz und knapp gesagt, auch wenn es Veränderungen gab; die schiebe ich aber eher auf einen anderen Umstand (Adieu Weihnachtsbraten!). Der größte Kritikpunkt, den ich an dem Programm habe, sind die Pläne. Man bekommt zwar eine Beschreibung der Übungen und auch ein paar Bilder auf der Seite gestellt, allerdings gibt es einige Übungen die dennoch nicht genug erklärt sind. Zudem wird nicht gesagt, welche Muskeln mit der Übung trainiert werden sollen. So könnte man besser entscheiden, durch welche man sie ersetzen kann. Auch eine Recherche im Internet ergab keine befriedigenden Ergebnisse, da die Übungen unter den Namen nicht zu finden waren. Die Ernährungspläne sind nur kostenpflichtig erhältlich und nur abdingbar, wenn man selbt genug Hintergrundwissen mitbringt. Ist man in Sachen Ernährung eher ein Anfänger, möchte die Pläne nicht kaufen und setzt auf Halbwissen, helfen die Übungen auch nicht viel.

In der Shaping-Phase (W 5 bis 8) fand ich die Übungsgruppe vom Dienstag am schlechtesten. Die Zusammenstellung geht enorm auf die Handgelenke. Generell halte ich die meisten Übungen für relativ uneffektiv, sofern man nicht bei 0 startet. Gut fand ich die Abstufungen in den Schwierigkeitsgraden; bringt aber auch nur etwas, wenn man wirklich weiß was man machen soll.

Problematisch finde ich auch Übungen, wie beispielsweise Kniebeuge, bei denen niemand da ist um zu kontrollieren, ob die auch richtig ausgeführt werden. Ich sehe es ja bei uns im Kurs immer, dass viele nicht wissen, wie es recht ist und da möchte ich nicht Gelenk sein.

Jeden Montag gab es eine Motivationsmail, die wenig motivierend war und Tipps enthielt, die eigentlich jeder kennt und mit dem Trainingsprogramm nur wenig zu tun hatten. Dass ich Treppen dem Fahrstuhl vorziehen sollte, weiß ich auch so.

Besonders schade fand ich jedoch, wie beiläufig das Projekt behandelt wurde. Es ist weder in der letzten, noch der aktuellen Ausgabe Thema. Zudem ist keinerlei Community zur Motivation vorhanden – einen Hashtag #projekttraumfigur2016 hätte man ganz leicht in die Runde werfen können und müsste sich nicht einmal darum kümmern; die Ladies hätte sich schon von ganz alleine aktiv motiviert. So war man doch ganz alleine, hat keinen Kontakt zu anderen Teilnehmern, sieht ihre Zwischenergebnisse nicht, etc.

Was müsste besser gemacht werden?

Videoanleitungen für die Übungen und Erklärungen, welche Muskelgruppe trainiert werden sollen.

Montagsmail mit Tipps, Tricks und Hintergründen auf das Programm abgestimmt.

Die Beispielpläne für die Ernährung sollten ausführlicher erklären, worum es geht (z.B. wie viel Kalorien, Protein, etc. sind anvisiert) um sich auch so mit etwas Recherche und wenig Hintergrundwissen einen eigenen Plan zusammenstellen zu können. Ein vegetarischer Plan ist schön, aber Hinweise zu veganen Alternativen, Low Carb oder glutenfrei sind mittlerweile fast schon zu erwarten.

Hashtags oder Facebookgruppen zur Motivation als Community.

Ist es denn dann gänzlich sinnlos?

Natürlich nicht. Der Start am 4.1. ist natürlich gut gewählt. Zum einen setzte viele den Vorsatz für mehr Sport an den Jahreanfang und sind demnach empfänglich und motiviert und zum anderen sind die Feiertage rum und die meisten aufgeschwämmt, gut genährt und voller Wasser. Was passiert also in den ersten paar Tagen ganz logischerweise? Die Feiertagsleckereien verlassen den Körper, man nimmt automatisch ab und fühlt sich toll – hervorragender Motivator für solche Programme. Die Ernüchterung kommt dann in einer Zeit, in der man sich denkt: Jetzt zieh ich aber trotzdem durch.

Leute, die selten bis nie Sport machen, werden Erfolge feiern – schlicht und einfach, weil sie mal etwas machen. Wer schon Sport macht, wird die Übungen als weniger effektiv empfinden, weil die Wiederholungen bzw. Zeiten recht kurz sind. Was hier als Übungsgruppe vorgegeben wird machen wir idR zum Aufwärmen.

Wenn das Programm ein paar Leute anspornt, sich mehr mit Fitness und Ernährung auseinander zu setzen, hat es schon was gebracht. Im Grunde ist es ein leichtes Bauch-Beine-Po-Programm. Wer also wirklich etwas in der Richtung machen möchte, sollte eben jenen Kurs im Fitnessstudio besuchen, sich von einem Trainer anleiten lassen und die Übungen aus dem Projekt Traumfigur als Zusatzpläne für Zuhause nutzen, wenn man es nicht zum Kurs geschafft hat oder zwischendurch etwas machen möchte.

Ich bin gespannt auf die Nachher-Fotos der anderen Teilnehmer.

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4 Gedanken zu “{Lifestyle} Abrechnung – Women’s Health Projekt Traumfigur 2016

    • einen kleinen habe ich tatächlich, aber der wird regelmäßig wieder mit untersucht und ist okay.. es hat irgendwas mit dem essen zu tun, aber ich weiß noch nicht 100% was – ist wie in schüben, dass ich manchmal einfach nichts dagegen machen kann und der stress zur zeit und die unsicherheit mit der gesamtsituation wird sein ürbigens tun – was das angeht, war mein bauch schon immer konservativ und beschwert sich über jede kleine veränderung😀

  1. Ich zieh den Hut, dass du das durchgezogen hast! Mir fehlt da leider die Motivation und mein Schweinehund gewinnt sehr oft. Durch meinen Job, bin ich zwei Wochen im Monat im Ausnahmezustand und kann meine Tage (insbesondere den Feierabend) kaum planen. Das ist natürlich keine Ausrede – aber zumindest habe ich mir neue Laufschuhe gekauft… Die werden ab dem Wochenende dann ausgiebig getestet.

    • Vorsatz heißt nicht umsonst so.. Es ist schon mal ein Satz nach vorne wenn man zumindest mal einen Gedanken an Sport verloren hat, denn das weckt den größten Feind des Schweinehunds: das schlechte Gewissen und das kann wahre Wunder wirken, wenn wir ihn viel Raum zum entfalten geben 😉 du machst das schon!

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