{Lifestyle} Frauen sind Frauen und das ist gut so, aber nutzen sie ihr Potenzial?

Der 8. März ist jedes Jahr der Tag, an dem die Frauen weltweit geehrt werden – der internationale Frauentag.

Die Frauen unserer Vergangenheit haben teils unmenschliches geleistet. Sie haben sich aufgelehnt und für ihre Rechte gekämpft, sie haben die Rollen der Väter, Ernährer, Arbeiter und Verantworlichen übernommen, als ihre Männer im Krieg fielen, sie schenken Leben, obwohl sie ihres dabei verlieren könnten und haben in Forschung und Entwicklung dafür gesorgt, dass wir es heutzutage leichter haben als sie damals.

Und was machen wir? Wir schlagen uns mit Luxusprobleme herum und sind der Meinung unser Leben sei hart. Frauen ging es noch nie so gut wie heutzutage und dennoch machen wir uns unsere Probleme von selbst. Es steht außer Frage, dass in Sachen Gleichberechtigung der letzte Schritt noch nicht getan ist; dass es immer noch Frauen gibt, deren Alltag aus Gewalt und Erniedrigung besteht. Darum geht es auch nicht.

Es geht um Frauen, die beschützt aufgewachsen sind, Bildung genossen haben, selbstständig sind, vielleicht schon Kinder haben oder sich bewusst für ein anderes Leben entschieden haben, die lieben dürfen wen sie wollen und nichts zu fürchten haben. Diese Frauen leben dennoch nicht frei.

Verabschiedet Euch von „Echte Frauen haben Kurven!“ – „Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau“ oder auch „Nur eine Mutter kann das verstehen!“. Wir stehen hinter niemandem! Wir verstehen, auch wenn wir bestimmte Erfahrungen selbst noch nicht gemacht haben, weil wir von anderen lernen können. Echte Frauen erkennt man nicht an äußeren Merkmalen!

Jede Frau ist eine echte Frau! Ob mit zwei XX-Chromosomen geboren, ob durch die plastische Chirurgie unterstützt oder weil sie sich einfach so wohlfühlt und es steht niemandem zu darüber zu urteilen, ob sie echt ist oder nicht! Egal welchen Weg eine Frau einschlägt, er ist richtig solange er sie glücklich macht.

Jene, die keiner fremden körperlichen und seelischen Gewalt ausgesetzt sind, machen sie sich selbst, indem sie sich selbst abwerten – vor dem Spiegel, vor Herausforderungen, in der Gesellschaft. „Warum habe ich nicht diesen Körper? Warum findet mich der Mann nicht toll? Warum wird mein Kollege schon wieder befördert?“

Weil wir uns auf den Erfolgen der anderen ausruhen! Dir gefällt dein Körper nicht? Warum nicht? Gibt es damit wirklich ernsthafte Probleme oder nur Kleinigkeiten, die eigentlich belanglos sind, aber du hast einfach keine anderen Sorgen? Kannst du es ändern? Dann tu es! Willst du es nicht? Dann beschwer dich nicht! Warum muss dich jeder Mann toll finden? Du magst doch auch nicht jeden, der mal Interesse an dir bekundet hat. Hat dein Kollege vielleicht tatsächlich bessere Arbeit abgeliefert? Und wenn du doch eher geeignet bist, warum bleibst du still? Warum bleibst du in einem Unternehmen, das dich nicht schätzt?

Wir, hier, können alles werden was wir wollen und müssen uns nicht mit Vorurteilen, Übergangenwerden oder Ungerechtigkeit zufrieden geben. Wir müssen nur lernen anders damit umzugehen. Diskriminierung ist echt, aber nicht nötig. Wir müssen sie nicht hinnehmen. Ich sehe viele Frauen, die sich im Kämmerchen beschweren, aber von den hart für sie erkämpften Rechten keinen Gebrauch machen. Man hat uns eine Stimme und Rechte gegeben und nur wenigen trauen sich, davon Gebrauch zu machen. Niemand hat gesagt, es würde keinen Gegenwind geben. Viele sind zu bequem, um ihre Probleme ehrlich anzugehen. Warum machen sich immer noch so viele Frauen abhängig? Weil sie es können und weil es bequemer und einfacher ist.

Wo sind die mutigen Frauen hin, die einfordern was ihnen zusteht? Was ist aus den uneigennützigen Frauen geworden, die sich für andere einsetzen, die alleine nicht vorankommen? Warum feiern wir denn mutige Frauen aus der ganzen Welt, die in besonders schweren Lagen für die Rechte der Frauen kämpfen und in ihren Ländern erreichen wollen, was wir hier schon haben? Warum schauen wir uns das denn nur im Fernsehen an und unterstützen sie nicht?

Weltfrauentag ehrt alle Frauen auf der Welt und das sollten wir auch tun; nicht nur passiv. Wir können hier schon mit kleinen Dingen viel erreichen. Während andere für für uns grundlegende Dinge, wie alleine nur einzelne Rechte kämpfen, sollten wir pflegen was hier schon erreicht wurde, wenn wir sie nicht aktiv unterstützen können. Wir sollten uns weniger damit beschäftigen, ob unsere Maße dem Nachbarn gefallen, sondern ob unser Chef uns würdigt. Wir sollten unser Wahlrecht nutzen und würdige Vertreter mitbestimmen, statt an Wahltagen Zuhause zu bleiben. Wir sollten unseren Töchtern beibringen, dass sie Lady und Wildfang zugleich sein können. Wir sollten ihnen Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Durchsetzungsvermögen und Mut beibringen.

Werdet wieder mutiger! Wie die Frauen wegen derer dieser Ehrentag geschaffen wurde.

 

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