{Traveling} Myanmar und ich 

Die letzte Woche in Myanmar begann für mich in Yangon – der früheren Hauptstadt. Durch die Trennung von meinen Reisebegleiter und die Magenverstimmung in Mandalay brauche ich ein paar Tage Ruhe und entschied mich so drei Nächte in Yangon zu bleiben und dort etwas Rast zu machen. 

Kaum in dieser großen Stadt angekommen, wurde mir klar, wo sich die Hochhäuser in diesem Land verstecken – bisher hatte ich nur kleine gesehen und mich gewundert, ob es keine gibt. Wie jede Stadt in Myanmar war Yangon schon wieder ganz anders – keine Stadt, die ich sah, gleichte der anderen. Diese war also groß, hoch, voll und pulsierend.

Ich habe auf meiner kleinen Sightseeing-Tour also das übliche besichtigt und wurde schon zum zweiten Mal mit giftgrünem Wasser überrascht und dazu einem Steg, der viel Mut erforderte – mit jedem Schritt hörte man die ohnehin schon losen Bretter unter den Füßen knacken während man um die Löcher herumbalancierte.

Für den Abend verschaffte mir Tinder ein Date mit einem HK-britischen Banker, der sich dazu entschlossen hat den Weg Yangon – Singapur mit dem Fahrrad zurückzulegen.. Nur um zu sehen, ob er es kann. Ich sollte mal wieder nach einem Update fragen und schauen, ob er schon aufgegeben hat.

Nach einer gefühlten Ewigkeit in Bussen, entschied ich mich zu einer Weiterreise mit dem Flugzeug. Bei meinem Blick auf die kleine Propellermaschine am Flughafen ging ich schon nicht mehr davon aus überhaupt in Bagan anzukommen. John aus Kanada neben mir war jedoch ein guter Gesprächspartner und lenkte mich von dem Propeller neben meinem Gesicht ab.

Bagan war ganz anders als ich es mir vorstellte – klein, staubig, ruhig.. Eine Wüstenstadt in der Trockenzeit eben. Ich entschied mich für ein Hipsterhostel um sicherzugehen genug Gesellschaft um mich herum zu haben – und neben Myeik wurde Bagan mit zum Highlight.

Ich buchte eine Freetour durch das von Pagoden durchzogene Old-Bagan – mit dem E-Scooter. Nach einem gescheiterten Versuch mit dem Bike in Myeik nahm ich meinen Mut zusammen und wagte es noch einmal. Und es lief ganz gut. Nur ein mal im weichen Sand fielen ich und mein Gefährt hin – allerdings war ich nicht die einzige. Der blaue Fleck ist nun seit heute auch nicht mehr zu sehen, die Schrammen an den Knien werden mich wohl noch eine Weile begleiten. Am Abend fuhr unsere kleine Gruppe noch einmal zum Dinner und Sonnenuntergang raus; der konnte jedoch mit dem vom Tag davor am Fluss nicht mithalten.

Bagan sollte meine letzte Station in Myanmar gewesen sein. Ich hatte das Gefühl vorerst genug gesehen zu haben und keine Lust auf weitere Touristenorte. Ich überlegte also wohin es als nächstes gehen sollte. Auch wenn ich nun alleine unterwegs war, fühlte ich mich bei weitem nicht alleine. Zweimal hatte ich trotz zwei Begleitern an meiner Seite diese Gefühl von Einsamkeit – jedoch nie alleine und das machte mir Mut für die Weiterreise.

Ich schrieb der Dänin also eine Nachricht und das nächste Ziel war gesetzt: Malaysia.

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