{Traveling} Iran – Teil 5: Teheran und ein Fazit

Mit Teheran schloss sich der kleine Kreis meiner Iranreise. Hier bin ich gelandet und hier werde ich auch wieder zurückfliegen. In Teheran hatte ich mich an das schreckliche Hostel vom Beginn der Reise erinnert und ein anderes gebucht. Einen Tag vorher kassierte ich noch eine Absage „voll“ – auf dem Weg nach Teheran am nächsten Tag gab es dann aber ein Bett für mich. Am Busbahnhof wollte ich die iranische Uberversion Snapp nutzen, fand aber keine Möglichkeit einen Absetzpunkt zu definieren. Leider ist die App noch nicht soweit ausgereift, dass man einzelne Orte wie Hotels auswählen kann. Ich musste also auf ein Taxi umsteigen. 20.000 Toman sollte es kosten; 200.000 Rial – umgerechnet etwa 6 Euro. Kann ich mit leben. Es macht mich immer stutzig, wenn die Taxifahrer in der Gruppe über das Ziel diskutieren und scheinbar keinen gemeinsamen Nenner finden; was dazu sagen kann ich mangels Sprachkenntnisses aber nun auch nicht.

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{Traveling} Iran – Teil 4: Sex, Drugs und Gangsterrap

Wie ist das Kleinstadtleben im Iran eigentlich so – ähnlich wie in Deutschland​ oder durch die iranische Gesetzgebung doch ganz sittig? Mein nächster Couchsurfinghost wohnte in einer kleinen Stadt zwischen Isfahan und Kashan und die Abrede war: Nimm den Bus nach Kashan, rufe mich an und ich sage dem Busfahrer wo er dich auf dem Highway aussteigen lassen soll. Und so besorgte ich mir ein Ticket, gab dem Kerl, der das Gepäck verstaut, das Handy und hoffe darauf auf halbem Weg nach Kashan einfach ausgesetzt zu werden. 



Der Busfahrer sah am vereinbarten Ort zunächst kein Auto und wollte nicht anhalten – hier lässt er mich nicht einfach so aussteigen. Mal ausnahmsweise kein weißes Auto und somit auch nicht sofort im Einheitsbeige der Wüste auszumachen, warteten mein Host und sein Cousin auf mich. Wäre es ein gelber Pickup gewesen, hätte es auch gut der Pussywagon sein können. Doch die Herren waren mehr in Gangsterrap als Tarantino. 50Cent durch die Boxen dröhnend ging es durch die Straßen nach Hause. Dieser Typ ist hier vollkommen fehl am Platz. Groß und breit, tätowierter Atheist und mit einem Slang ausgestattet, der sein Idol Tupac mehr als stolz gemacht hätte. Das dürften zwei sehr chillige Nächte werden. Und so war es auch.  Weiterlesen

{Traveling} Iran – Teil 3: In der Wüste ist die Welt noch in Ordnung

Ich saß im Warteraum am Busterminal und wartete geduldig, wie es sich gehört. Ich wusste mich, dass im Iran Feiertag war und so fuhr nur ein Bus in die Wüste. Während ich wartete kam eine andere junge Deutsche mit den gleichen Reiseziel – zu zweit ist das Taxi nur noch halb so teuer und wir müssen keine weitern drei Stunden hier sitzen und warten. Also einmal Richtung Osten wo der Sand wohnt bitte..


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{Traveling} Iran – Teil 2: Aufgeben ist keine​ Option

Die erste Nacht unter dem Sternenhimmel über Yazd war kühler als erwartet und auch unruhig. Als ich aufstand war mein Travelbuddy bereits ausgehfein und signalisierte mir er wolle nun aufbrechen. Ich, Morgenmensch wie ich bin, sah dazu noch keine Notwendigkeit und er war nicht bereit mir eine Stunde zum Wachwerden zu geben. Er machte sich an diesem Tag auf den einen Weg und ich mich später auf den anderen.


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{Traveling} Iran – Teil 1: ein harter schlafloser Start

Ich hatte schon länger vor auch einmal den Iran zu bereisen; musste aber dann schnell lernen lieber niemandem davon zu erzählen. Wir ach so klugen und weltoffenen Deutschen sind gar nicht so klug wie wir denken. Viele setzen den Iran auf eine Stufe mit Syrien, dem Irak oder Afghanistan – in der Ecke herrscht doch überall Krieg, da reist man nicht hin und schon gar nicht alleine – und dann auch noch als Frau! In der letzten Sonntaskolumne hatte ich mich darüber ja schon einmal aufgeregt.

Doch gerade das zieht mich magisch an: ‚Dahin reist man nicht!‘ Und so tat ich es. Germania fliegt von Schönefeld Nonstop nach Teheran; also schnallt euch virtuell an, stellt die Sitze in eine aufrechte Position und nehmt neben mir Platz – erkunden wir gemeinsam das für uns so unbekanne Land Iran und versuchen die hartnäckigen Vorurteile zu entkräften.



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