{Traveling} Guatemala – Überraschung

Von Guatemala wusste ich nicht, was ich erwarten sollte. Außer meinem bescheidenen geografischen Allgemeinwissen begleitet mich nichts auf Reisen und den Reiseführer, den mir die Britinnen überlassen haben, schlage ich auch eher selten auf. Guatemala gehört zur Dritten Welt, ist zwischen Mexiko und Honduras und spricht Spanisch – viel mehr wusste ich nun auch nicht. Ich erwartete auch nicht mehr viel, nachdem Kuba, Mexiko und Belize zwar nett waren, mein Herzlein aber nicht nicht so erfüllten wie die asiatischen Länder. Und dann bestochen wir den Busfahrer…

Weiterlesen

{Traveling} Kuba

Als ich aus dem Iran wieder Zuhause war, stand das nächste Ziel schon fest: Mittelamerika. Ich hatte aber noch keine Ahnung wo ich anfangen wollte. AirBerlin fliegt übermorgen nach Havanna; 249 Euro. Gut. Dann erstmal Kuba. Die Richtung stimmt und ein bisschen Karibik schadet doch keinem. Ich hatte mir mit dem Gutschein meiner lieben, mittlerweile Exkollegen, einen der XL-Sitze gegönnt und musste nur noch hoffen, dass AirBerlin auch fliegt.

Kurzer Stopp in Düsseldorf und zehn Stunden später stieg ich dann auch schon in Havanna in ein Taxi Richtung Hostel. Die Erwartungen waren groß; schwärmen doch viele so von Kuba! Die erste Ernüchterung ließ nicht lange auf sich warten. In meinem Reiseführer stand: ,“Havanna ist laut, schwül und anstrengend“ – aber wir kennen doch ganz andere Bilder: bunte Oldtimer, gut gelaunt in den Straßen ​tanzende und Zigarre paffende Kubaner, fröhliche Touristen.  Weiterlesen

{Traveling} Iran – Teil 5: Teheran und ein Fazit

Mit Teheran schloss sich der kleine Kreis meiner Iranreise. Hier bin ich gelandet und hier werde ich auch wieder zurückfliegen. In Teheran hatte ich mich an das schreckliche Hostel vom Beginn der Reise erinnert und ein anderes gebucht. Einen Tag vorher kassierte ich noch eine Absage „voll“ – auf dem Weg nach Teheran am nächsten Tag gab es dann aber ein Bett für mich. Am Busbahnhof wollte ich die iranische Uberversion Snapp nutzen, fand aber keine Möglichkeit einen Absetzpunkt zu definieren. Leider ist die App noch nicht soweit ausgereift, dass man einzelne Orte wie Hotels auswählen kann. Ich musste also auf ein Taxi umsteigen. 20.000 Toman sollte es kosten; 200.000 Rial – umgerechnet etwa 6 Euro. Kann ich mit leben. Es macht mich immer stutzig, wenn die Taxifahrer in der Gruppe über das Ziel diskutieren und scheinbar keinen gemeinsamen Nenner finden; was dazu sagen kann ich mangels Sprachkenntnisses aber nun auch nicht.

Weiterlesen

{Traveling} Iran – Teil 4: Sex, Drugs und Gangsterrap

Wie ist das Kleinstadtleben im Iran eigentlich so – ähnlich wie in Deutschland​ oder durch die iranische Gesetzgebung doch ganz sittig? Mein nächster Couchsurfinghost wohnte in einer kleinen Stadt zwischen Isfahan und Kashan und die Abrede war: Nimm den Bus nach Kashan, rufe mich an und ich sage dem Busfahrer wo er dich auf dem Highway aussteigen lassen soll. Und so besorgte ich mir ein Ticket, gab dem Kerl, der das Gepäck verstaut, das Handy und hoffe darauf auf halbem Weg nach Kashan einfach ausgesetzt zu werden. 



Der Busfahrer sah am vereinbarten Ort zunächst kein Auto und wollte nicht anhalten – hier lässt er mich nicht einfach so aussteigen. Mal ausnahmsweise kein weißes Auto und somit auch nicht sofort im Einheitsbeige der Wüste auszumachen, warteten mein Host und sein Cousin auf mich. Wäre es ein gelber Pickup gewesen, hätte es auch gut der Pussywagon sein können. Doch die Herren waren mehr in Gangsterrap als Tarantino. 50Cent durch die Boxen dröhnend ging es durch die Straßen nach Hause. Dieser Typ ist hier vollkommen fehl am Platz. Groß und breit, tätowierter Atheist und mit einem Slang ausgestattet, der sein Idol Tupac mehr als stolz gemacht hätte. Das dürften zwei sehr chillige Nächte werden. Und so war es auch.  Weiterlesen

{Traveling} Iran – Teil 2: Aufgeben ist keine​ Option

Die erste Nacht unter dem Sternenhimmel über Yazd war kühler als erwartet und auch unruhig. Als ich aufstand war mein Travelbuddy bereits ausgehfein und signalisierte mir er wolle nun aufbrechen. Ich, Morgenmensch wie ich bin, sah dazu noch keine Notwendigkeit und er war nicht bereit mir eine Stunde zum Wachwerden zu geben. Er machte sich an diesem Tag auf den einen Weg und ich mich später auf den anderen.


Weiterlesen